GesundheitHandylicht: Wie schädlich ist HEV?

Wie schädlich ist Handylicht für unsere Gesundheit? Studien belegen, dass sogenanntes HEV-Licht neben unseren Augen auch die Haut schädigen kann. Wie du dich vor dem Blaulicht schützen kannst.

Inhalt
  1. Handylicht verursacht oxidativen Stress
  2. HEV-Licht aus Handy, PC & Co.
  3. Wie schützt man sich vor Handylicht?

High Energy Visible, kurz HEV, ist die Bezeichnung für hochenergetisches Licht (400 bis 500 nm). Dieses Licht wird von modernen Geräten ausgestrahlt, wie etwa Smartphones und Computern.

Mehrere Stunden am Tag verbringen wir vor diesen bläulich schimmernden Bildschirmen, ohne darüber nachzudenken, welche Wirkung es auf uns hat. Dabei sollte man sie nicht unterschätzen, wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben.

 

Handylicht verursacht oxidativen Stress

Forscher der University of New Mexiko haben herausgefunden, welche Langzeitschäden diese Blaulichtverschmutzung auf Menschen hat. Das Ergebnis ist erschreckend: HEV-Licht, das tief in die unteren Hautschichten eindringt, fördert der Untersuchung zufolge die Bildung freier Radikale.

Die wiederum zerstören unsere Hautzellen und nehmen unserer Haut ihre Elastizität; die Faltenbildung wird angeregt, es entstehen Altersflecken und Pigmentstörungen. Auch Akne und andere entzündliche Hautkrankheiten können durch HEV-Licht ausgelöst oder verstärkt werden.

Andere Experten vermuten sogar, dass HEV-Licht für die Haut noch ungünstiger ist, als das UV-Licht der Sonne. Denn der oxidative Stress, den Handylicht & Co. in unserem Körper auslösen, ist in etwa so hoch, wie die Menge von UVA- und UVB-Strahlen zusammen.

 

HEV-Licht aus Handy, PC & Co.

Doch wie soll man sich vor Handylicht schützen? Zwar gibt es (noch) keine Schutzcreme dagegen, wie für die Sonne. Jedoch kann man sich ganz einfach vor dem gefährlichen Blaulicht schützen, indem man die Zeit vor den Bildschirmen - seien es neue Fernseher, Computer, Notebooks, Smartphones oder Tablets - auf's Nötigste minimiert.

Wer an einem PC arbeiten muss und dementsprechend gezwungenermaßen am Display sitzt, kann Displayfilter nutzen. Die gibt es auch für Smartphones und Tablets. Sie absorbieren das HEV-Blaulicht und schützen so die Haut. Übrigens: Schaltet man bei Apple-Geräten die Nightshift-Funktion ein, wird der Großteil des Blaulichts schon herausgefiltert.

 

Wie schützt man sich vor Handylicht?

Auch LED-Lampen strahlen häufig das Ultrablau-Licht aus. Um nicht eine davon zu erwischen, sollte man schon beim Lampenkauf darauf achten, dass sie einen hohen Gelbanteil haben. Diese werden als Warmlichtlampen, Warm White oder Ambient Light verkauft.

Und: Vor freien Radikalen kann man sich mit gesunder Ernährung von Innen schützen. Früchte, Gemüse und weitere Lebensmittel, die Antioxidantien enthalten, schützen vor den Hautkillern.

Die Augen schützt man vor HEV-Licht am besten mit Brillen, in denen ein Blaulichtfilter integriert ist. Experten vermuten, dass HEV-Licht die Entstehung von Grauem Star begünstigen, da blaues Licht die Netzhaut des Auges schädigen kann.

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