Jetzt ans Licht gekommen

Heintje: Das Todesangst-Drama in seiner Kindheit

Heintje! Die ganze Welt kannte den Jungen mit der glockenhellen Stimme, der immer zu strahlen schien. Dass bei ihm aber auch oft Tränen flossen und er Todesängste ausstand, ahnte die Öffentlichkeit nicht.

Heintje und das Todesangst-Drama in seiner KindheitAuf Pinterest merken
Heintje und das Todesangst-Drama in seiner Kindheit Foto: KPA / Imago

Es genügten 55 Sekunden, um sein Leben völlig auf den Kopf zu stellen: Am 21. Dezember 1967 sang Heintje (heute 63) in der TV-Show 'Der Goldene Schuß' das Lied 'Mama'. Der Auftritt brachte eine Lawine ins Rollen.

Kennst du diese Schlager alle? (Artikel geht unter dem Video weiter): 

Video Platzhalter

Menschenmassen machten ihm Angst

Dabei hatte alles ganz klein begonnen: Der Sohn eines Bergmanns sang schon immer gerne. Durch einen Talentwettbewerb war der Produzent Addy Kleijngeld auf ihn aufmerksam geworden. In Holland veröffentliche Hein Simons unter dem Namen Heintje bereits 1966 erste Platten. Doch die Gesetze zum Schutz vor Kinderarbeit waren in den Niederlanden sehr streng. Mehr als einmal zerrten Beamte den Jungen kurz vor einem Auftritt mit harter Hand von der Bühne. "Ich kam mir vor wie ein Verbrecher und weinte vor Enttäuschung", erinnert sich Heintje.

1967 wurde alles anders. Bereits mit seiner ersten Single 'Mama' stürmte er die deutsche Hitparade. Und das Café seiner Eltern wurde zum Wallfahrtsort für die Fans. Bislang hatte der Junge bereitwillig vor den Gästen gesungen, ihnen brav die Hand geschüttelt. Jetzt wurde es für ihn zum Horror: "Ganze Busladungen kamen, um einen Blick auf mich, den Wunderknaben, zu werfen. Diese Massen machten mir Angst."

Heintje war ein kleiner Pferdenarr

Manager Kleijngeld nahm ihn deshalb an den Wochenenden mit zu sich nach Hause. Dort konnte er spielen, während die Eltern im Café 'De Hannibar' Heintje-Platten auflegten und kräftig abkassierten. "Für mich war das wichtig", so Heintje. "Ich erlebte bei Kleijngelds Momente eines fast normalen Familienlebens." Sein Mentor war auch nicht so streng wie der Vater, dem schon mal die Hand ausrutschte. Die gemeinsame Zeit nutzte Kleijngeld aber auch, um Heintje besser kennen zu lernen. Er erkannte schnell: Der Junge war ein kleiner Pferdenarr, träumte vom eigenen Pony. Damit konnte man ihn locken ...

Er nutzte die Aussicht auf ein Pony als Ansporn, damit Heintje brav Liedertexte paukte, im Plattenstudio ackerte. Die Karriere ging stetig bergauf – auch die Fanschar wuchs. Vor allem Mädchen waren wie verrückt, schrieben dem Jungen heiße Liebesschwüre, lauerten vor seiner Haustür auf ihn. Um für mehr Privatsphäre zu sorgen, wurde ein Umzug geplant. Heintje hatte der Familie bereits so viel Geld eingebracht, dass sie das Café schließen und sich ein Haus in Belgien bauen konnte. Mit dem Umzug gab’s einen Schulwechsel, auch das tat gut. Denn vor allem Lehrer schienen Heintje den Erfolg zu neiden. "Einige von ihnen führten mich ganz schön vor, machten mir das Leben schwer."

Mit 18 erfüllte sich Heintje seinen größten Traum

Das Schulproblem schien gelöst, das Fanproblem aber nicht. 1969 war Heintje – mittlerweile auch Filmstar – in München auf dem Weg zu einer Kinopremiere. Der Ansturm der wartenden Bewunderer war zu groß: Scheiben gingen zu Bruch, Panik brach aus. Heintje rückblickend: "Damals hatte ich Todesangst." Er spielte mit dem Gedanken, alles an den Nagel zu hängen.

Doch die Geldmaschine rollte zu gut ... Familie und Manager mussten ihm, dem braven Jungen, nicht lange gut zureden. 1970 absolvierte der 15-Jährige ein Arbeitspensum, das manch Erwachsenen an seine Grenzen gebracht hätte. Er jettete monatelang zwischen den USA und Europa hin und her. Fern von daheim träumte er von seinen Pferden – bei ihnen fühlte er sich besonders geborgen. "Deshalb wollte ich nach jeder Tournee sofort nach Hause, keinen Tag länger woanders bleiben."

Mit 18, endlich volljährig, erfüllte sich Heintje dann auch seinen größten Traum: Er kaufte sich einen Reiterhof, auf dem er heute noch lebt.

Autor*in: Nostalgie

Smartwatches für Kinder neben einer Schultasche vor blauem Hintergrund. - Foto: Wunderweib//PR
Back2School
Smartwatch für Kinder: Für mehr Sicherheit und Freiheit zum Schulstart

Eine Smartwatch mit ihren hilfreichen Funktionen erleichtert Kindern den stressigen (Schul-)Alltag. Eltern vermittelt sie gleichzeitig ein Gefühl der Sicherheit. Praktisch ist eine Smartwatch für Kinder besonders dann, wenn sie mit dem passenden Tarif kommt.

Frau sitzt auf dem Sofa und schaut skeptisch auf ihr Handy. - Foto: iStock/fotostorm
Achtung, Abzocke!
Neue WhatsApp-Betrugsmasche: Wenn Freunde plötzlich um Geld bitten

Die Nachricht klingt wie ein kleines Alltagsproblem. Doch wenn eine Freundin dich plötzlich um Geld bittet, solltest du hellhörig werden.

Ca. 10-jähriges Mädchen sitzt auf der Straße vor einem Auto und hält sich das beim, im Vorderrgund liegt ein Fahrrad. - Foto: iStock/D-Keine
Erschreckende Zahlen
Laut Statistischem Bundesamt: Über 29.000 Kinder 2025 im Straßenverkehr verunglückt

Alle 18 Minuten verunglückt in Deutschland ein Kind im Straßenverkehr. 2025 waren es mehr als 29.000. Besonders eine Alltagssituation birgt dabei ein erhöhtes Unfallrisiko.

Perseiden: Nächtlicher Sternenhimmel mit Sternschnuppen - Foto: iStock/ Rostislav Soucek
Sternschnuppenschauer
Perseiden 2026: HIER kannst du besonders viele Sternschnuppen sehen

In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Hier kannst du besonders viele Sternschnuppen sehen.

Stau auf der Autobahn Richtung Hamburg. Zahlreichen Autos, Wohnmobile und LKW stehen auf der Autobahn, Menschen laufen auf der Straße - Foto: iStock/s:deepblue4you
Achtung, Staugefahr
ADAC-Prognose: Auf diesen Autobahnen wird es am Wochenende besonders voll

Wer am Wochenende mit dem Auto verreist, braucht Geduld: Laut ADAC drohen auf vielen Autobahnen lange Staus. Ferienverkehr und zahlreiche Baustellen sorgen für volle Straßen. Diese Strecken sind betroffen.

Blaue Nivea-Creme-Dose vor rosafarbenem Hintergrund - Foto: i-stock/PLAINVIEW & Collage/WW
Lieblingsmarke schwächelt
NIVEA wackelt: Was der Umsatzdämpfer bei Beiersdorf für Creme, Dusche & Co. bedeutet

Keine schaumhaften News für alle Fans des blauen Klassikers: Der Konsumriese Beiersdorf muss seine Prognose für 2026 nach unten anpassen – ausgerechnet bei der Lieblingspflegemarke NIVEA brechen die Umsätze ein. Was dahintersteckt und wie es jetzt mit Creme, Dusche & Co. weitergeht? Hier erfährst du mehr!