Tabuthema Fehlgeburt

Für dich gelesen: Jede 3. Frau – Von der Fehlgeburt zum Neubeginn

Fehlgeburten betreffen viel mehr Frauen, als viele glauben – und dennoch wird darüber selten gesprochen. Natascha Sagorski sammelt in ihrem Buch „Jede 3. Frau“ die bewegenden Geschichten von Betroffenen und macht Mut, über das Erlebte zu sprechen.

Collage mit Regenbogen Hintergrund und dem Buchcover des Titesl 'Jede 3. Frau'
Vom ersten Ultraschall bis zum Verlust – Betroffene erzählen offen von Fehlgeburten und machen Mut. Foto: Collage/Wunderweib.de & PR/KomplettMedia.de
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Fehlgeburten sind ein schmerzhaftes Tabuthema. Viele Frauen fühlen sich nach einem Schwangerschaftsverlust allein mit ihrem Schmerz – dabei sind sie es nicht. Autorin Natascha Sagorski weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Kraft es kostet, darüber zu sprechen. In ihrem Buch lässt sie zahlreiche Frauen zu Wort kommen, die offen von ihrem ganz persönlichen Weg durch die Trauer erzählen. Ihr Ziel: Mut machen, Verständnis schaffen und zeigen, dass Hoffnung und ein Neuanfang möglich sind.

Das Buch im Porträt

In „Jede 3. Frau“ treffen persönliche Schicksale auf ehrliche Worte. Die Autorin berichtet nicht nur von ihrem eigenen Weg, sondern lässt auch andere Betroffene offen ihre Erfahrungen teilen. Vom ersten Ultraschall bis zur Verarbeitung des Verlusts – jede Geschichte ist individuell und gibt Einblick in die Gefühlswelt der Frauen.

Ungefiltert & persönlich – Frauen sprechen über ihre Erfahrungen

Jede Frau in diesem Buch hat ihre ganz eigene Geschichte – und jede einzelne berührt auf ihre Weise. Lass dich von den ehrlichen Berichten und bewegenden Zitaten mitnehmen und spüre, dass Hoffnung und Zuversicht auch nach schweren Verlusten möglich sind.

10 Wochen Hoffnung – und ein Abschied: Wie Natascha neuen Mut fand

Natascha verliert ihr erstes Kind in der zehnten Schwangerschaftswoche. Sie beschreibt den Schock, die Trauer – und wie sie schließlich neuen Mut findet. Offen erzählt sie, wie schwer es war, den Alltag weiterzuleben, und wie wichtig es für sie wurde, ihre Gefühle zuzulassen und darüber zu sprechen.

„Nichts bereitet dich auf diesen Schmerz vor – und trotzdem bleibt ein Funken Hoffnung.“
Natascha, 36, München
Wusstest du schon ...?

Jede Minute erleben 44 Frauen weltweit eine Fehlgeburt – das sind etwa 23 Millionen pro Jahr. (The Lancet, 2021)

Fehlgeburt ohne Partner – Allein durch den schlimmsten Moment

Tanja aus Karlsruhe erleidet zwei Fehlgeburten kurz hintereinander – eine davon muss sie ohne ihren Partner durchstehen. Trotz tiefer Trauer und Selbstzweifeln gibt sie ihren Kinderwunsch nicht auf. Ehrlich berichtet sie von ihrer emotionalen Achterbahnfahrt und findet Mut im Austausch mit anderen Betroffenen. Heute blickt sie dankbar auf ihren Weg zurück und weiß, dass sich das Festhalten am Kinderwunsch gelohnt hat.

„Am Ende war das Glück jeden Rückschlag wert.“
Tanja, 36, Karlsruhe

Wiederholte Fehlgeburten – Der lange Weg zurück zum Vertrauen

Simone aus Freiburg kämpft auf ihrem Weg zum Wunschkind mit Unsicherheit, Selbstzweifeln und dem gesellschaftlichen Druck, „funktionieren“ zu müssen. Als sie und ihr Mann gleich zwei Fehlgeburten erleben, geraten sie an ihre Grenzen. Erst durch eine Therapie und den offenen Austausch mit anderen Betroffenen findet Simone wieder zu sich selbst zurück. Sie erkennt: Hilfe anzunehmen bedeutet Stärke – und am Ende hält sie ihre Tochter im Arm.

„Ich habe gelernt, dass man sich Hilfe holen darf – und dass das kein Zeichen von Schwäche ist.“
Simone, 32, Freiburg

Wenn Männer trauern – Fehlgeburt durch die Augen eines Vaters

Frank aus Karlsruhe spricht offen darüber, wie sehr ihn der Verlust des ersten Wunschkindes gemeinsam mit seiner Frau erschüttert hat. Nach Jahren voller Arztbesuche, Hoffen und Zweifeln erlebt auch er Trauer, Ohnmacht und Schuld – und erkennt, wie unterschiedlich Männer und Frauen fühlen. Seine Geschichte zeigt: Auch Väter brauchen Halt, Verständnis und ihren eigenen Raum für den Schmerz.

„Mehr Aufklärung darüber und dass den Frauen ganz klar gesagt wird, es ist nicht eure Schuld, das wäre in meinen Augen wichtig“
Frank, 37, Karlsruhe

Natascha Sagorski – Mutmacherin & Aktivistin

Natascha Sagorski - Foto: PR/familiesindalle.de
Das ist Natascha Sagorski

Natascha Sagorski ist Journalistin, Autorin und Gründerin der NGO „Familie sind alle“. Nach ihrer eigenen Fehlgeburt wurde ihr bewusst, wie sehr Politik das Leben von Familien prägt – und wie wenig Unterstützung Betroffene oft erhalten. Mit viel Engagement setzt sie sich seitdem für einen gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten und mehr Sichtbarkeit für das Thema ein.

Neben ihrer Arbeit als Kolumnistin für familie.de bringt sie familienpolitische Themen mit Herz und Verstand auf den Punkt. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und Hund bei München und kämpft dafür, dass Familien und insbesondere Frauen nach einem Verlust eine stärkere Stimme in unserer Gesellschaft bekommen.

Website: familiesindalle.de

INSTA: natascha_sagorski

Stark für Frauenrechte – Natascha Sagorskis Erfolge

Dank Natascha Sagorskis Engagement ist der gestaffelte Mutterschutz seit 1. Juni 2025 Gesetz. Nun erhalten Frauen nach einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche endlich den Schutz, den sie verdienen – unabhängig von der Lebensfähigkeit des Kindes.

Bücher, die trösten – Unsere Empfehlungen bei Fehlgeburt und Trauer

Rund um das Thema Fehlgeburten, Totgeburt und Verlust gibt es zahlreiche Bücher, die Trost spenden, Mut machen und Wege aus der Trauer aufzeigen. Unsere liebsten Empfehlungen zum Weiterlesen findest du hier – für alle, die sich verstanden fühlen und neue Hoffnung schöpfen möchten.

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