Das ist passiert

Julio Iglesias unter Druck: Ex-Mitarbeiterinnen erheben schwere Vorwürfe

In Spanien schlagen neue Berichte hohe Wellen: Zwei ehemalige Angestellte erheben schwere Vorwürfe gegen Julio Iglesias – die Justiz hat Ermittlungen aufgenommen.

Julio Iglesias im Anzug
Julio Iglesias ist schweren Anschuldigungen ausgesetzt. Foto: IMAGO / Bestimage
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Spanien blickt derzeit auf einen Fall, der für massive Aufmerksamkeit sorgt: Gegen Sänger Julio Iglesias wurden schwere Anschuldigungen publik. Die Vorwürfe stammen von zwei ehemaligen Mitarbeiterinnen und wurden am 13. Januar 2026 im Rahmen einer gemeinsamen Untersuchung der spanischen Zeitung elDiario und des TV-Senders Univision veröffentlicht.

Demnach haben die Ex-Mitarbeiterinnen ihre Anschuldigungen über die internationale Organisation „Women’s Link Worldwide“ bei der spanischen Staatsanwaltschaft des Nationalgerichts eingereicht.

Welche Vorwürfe im Raum stehen

Die Anschuldigungen wiegen schwer: Julio Iglesias werden sexuelle Übergriffe, sexuelle Belästigung sowie missbräuchliche Arbeitsbedingungen vorgeworfen.

Die Frauen schildern, sie seien in ihrem Arbeitsumfeld kontrolliert, eingeschüchtert, gedemütigt, unterdrückt und beleidigt worden. Laut der Beschwerde, auf die sich elDiario bezieht, sollen sie zu sexuellen Handlungen mit und ohne Penetration genötigt worden sein; Iglesias werde dabei als mutmaßlicher Haupttäter benannt.

Zudem ist in den Vorwürfen von detaillierten Beschreibungen angeblicher Handlungen die Rede, darunter auch Ohrfeigen, Bisse und weitere Gewaltdelikte, die sichtbare körperliche Verletzungen wie Prellungen hinterlassen haben sollen.

Wo und wann die Vorfälle stattgefunden haben sollen

Die Ereignisse sollen sich laut den Angaben in Villen des Sängers in der Dominikanischen Republik sowie auf den Bahamas zugetragen haben. Der Zeitraum, auf den sich die Anschuldigungen beziehen, reicht demnach von Januar bis Oktober 2021.

Die unterstützende Organisation bat die Staatsanwaltschaft außerdem darum, die Identität der Frauen nicht zu enthüllen, um möglichen Einschüchterungen vorzubeugen und ihre Privatsphäre zu schützen.

Anwälte sprechen von möglichem Menschenhandel – auch Manager im Fokus

Brisant: Die Anwälte der Frauen wollen in dem geschilderten Verhalten sogar den Tatbestand des Menschenhandels durch gezielte Unterdrückung und Zwangsarbeit erfüllt sehen. Die Frauen hätten sich demnach auch aufgrund ihrer sozialen Situation in einem Abhängigkeitsverhältnis befunden, das ausgenutzt worden sei.

Neben Iglesias richten sich Vorwürfe außerdem gegen zwei Manager der Villen. Ihnen wird vorgeworfen, Mitarbeiterinnen nach einem bestimmten Schema rekrutiert und später systematisch unter Druck gesetzt zu haben. Den Anschuldigungen nach seien gezielt junge Frauen angeworben worden – unter anderem unter der Anforderung von Ganzkörperfotos. Die Anwälte sehen darin zudem den möglichen Tatbestand einer kriminellen Vereinigung erfüllt.

Ermittlungen laufen – keine Anklage, keine Stellungnahme

Wichtig für die Einordnung: Nach aktuellem Stand liegt keine öffentliche Stellungnahme von Julio Iglesias oder seinen Anwälten vor. Außerdem hat die spanische Staatsanwaltschaft bislang keine formelle Anklage erhoben.

Die Justizbehörden bestätigen jedoch, dass Ermittlungen zu Vorwürfen gegen Julio Iglesias aufgenommen wurden. Die entsprechenden Vorwürfe seien am 5. Januar 2026 bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Und: Auch in Spanien gilt die Unschuldsvermutung.

Quellen