Neuer Polarwirbel-Split

Kälteeinbruch im März: War es das schon mit dem Frühling?

Ist der Frühling schon wieder vorbei? Ein neuer Polarwirbel könnte im März für eisige Temperaturen sorgen.

Symbolbild für Schnee im Frühling: Krokusse mit Schnee bedeckt
Foto: iStock/ middelveld
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Die ersten warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage waren Balsam für die Seele. Doch ein instabiler Polarwirbel könnte im März den Frühling wieder verdrängen und noch einmal für winterliche Wetterbedingungen sorgen.

War es das schon wieder mit dem Frühling?

„Der Polarwirbel ist äußerst unbeständig dieses Jahr“, betont Meteorologe Jan Schenk gegenüber Focus online. Bereits in der kommenden Woche wird sich der Wirbel erneut in zwei Teile aufspalten: in einen eurasischen und in einen nordamerikanischen. Ein seltenes Phänomen, sagt Schenk: „Das ist der zweite Polarwirbel-Split binnen eines Monats. Das ist rekordverdächtig.“

Der Wintereinbruch gilt damit in Nordamerika bereits als wahrscheinlich. Die Wetterlage in Europa ist dagegen noch unsicher. Wettermodelle liefern aktuell unterschiedliche Ergebnisse. Das erste Märzwochenende um den 9. März kann mehr Aufschluss liefern. „Das heißt nichts anderes, als dass wir nicht genau wissen, wie sich das für Europa auswirken wird. Wir müssen da ein Auge drauf haben“, so Meteorologe Jan Schenk.

Erneuter Wintereinbruch: Temperaturen bis minus 5 Grad möglich

Mögliche Szenarien des Polar-Wirbelsplits können von kaum spürbaren Auswirkungen bis zu einem heftigen Kälterückschlag reichen. „Das Schlimmste, was passieren kann, wäre, wenn es noch einmal Temperaturen von vielleicht minus 5 Grad und eine weitere Woche Kälte gäbe, ja, vielleicht auch noch einmal Schnee“, meint Schenk. Im besten Fall beschränkt sich der Wetterumschwung auf „vielleicht mal ein bisschen Schneeregen“ und eine kurze Abkühlung.

Langfristig zeigt sich der Polarwirbel ebenfalls ungewöhnlich. In der Regel löst er sich Mitte April auf, in diesem Jahr könnte er jedoch länger halten - vielleicht bis in den Mai hinein. Laut dem Wetterexperten sei dies „sehr, sehr ungewöhnlich“. Was wiederum Einfluss auf die Eisheiligen im Mai haben könnte: „Wenn er Mitte April kaputtgeht, kommen Mitte Mai die Eisheiligen. So kann man es grob vereinfacht sagen. Da sich der Polarwirbel dieses Jahr aber zwei Wochen länger halten könnte, würde ich nicht unbedingt darauf wetten, dass die Eisheiligen auftreten“, so Schenk. „Sie könnten später auftreten oder vielleicht gar nicht spürbar sein, also ohne Frost, sondern vielleicht einfach nur ein bisschen kühler und regnerischer. Der Polarwirbel ist dieses Jahr so instabil, dass ich nicht auf die Eisheiligen wetten würde.“

Quellen