Karls Erdbeerhof: Buden andauernd geschlossen? Der wahre Grund dahinter
Kund*innen stehen immer öfter vor geschlossenen roten Buden. Was dahinter steckt, erklärt Robert Dahl, Gründer von „Karls Erdbeerhof“
Wer aktuell an einem der knallroten Verkaufsstände von „Karls Erdbeerhof“ vorbeischlendert, erlebt mitunter eine böse Überraschung: Kund*innen stehen immer wieder vor geschlossenen Buden.
Für viele Fans, die sich auf frische Erdbeeren oder ein Glas Erdbeermarmelade gefreut haben, ist das ein echter Dämpfer. Was hinter den straffen Öffnungszeiten steckt, erklärt „Karls Erdbeerhof“-Gründer Robert Dahl.
„Karls Erdbeerhof“: Das steckt hinter den geschlossenen Buden
„Wir würden natürlich gerne immer bis spät abends verkaufen, aber wir haben teilweise einfach keine Erdbeeren mehr“, so Unternehmer Robert Dahl der Berliner Morgenpost gegenüber.
Der Grund? Ein bekanntes Frühjahr-Problem in den Monaten Mai und Juni. „Wir sind derzeit noch in der frühen Erntephase“, erklärt Dahl. Von den frühen Sorten würden weniger angepflanzt – mit spürbaren Folgen: Manche Verkaufsstände sind schon vor dem Abend ausverkauft.
Für viele Kund*innen ist das besonders bitter. „Das ist aus vielerlei Sicht ärgerlich: Gerade die Kunden, die nach Feierabend noch Erdbeeren kaufen wollen, gehen dann leer aus“, so Dahl. Doch nicht nur Erdbeerliebhaber trifft es: Für das Unternehmen bedeutet die knappe Ernte weniger Umsatz. Und auch für die Verkäufer*innen an den Buden ist die Situation schwierig, da viele auf Stundenbasis arbeiten und so weniger Gehalt bekommen.
Dabei hat Dahl eigentlich ein klares Ziel: „Wir wollen eigentlich, dass jeder Stand eine Kiste zu viel hat, sodass wir immer bis abends geöffnet bleiben können.“ Und er verspricht: „Es wird jetzt von Tag zu Tag besser.“ Denn ab etwa dem 10. Juni startet bei „Karls Erdbeerhof“ die Haupterntesaison. Spätestens dann sollen wieder ausreichend Früchte da sein.
Und auch für das kommende Jahr gibt es gute Nachrichten: Damit Fans ihre Erdbeeren schon im Mai ohne Einschränkungen genießen können, plant Dahl, 30 Hektar mehr von den frühen Sorten anzupflanzen.








