Fragwürdige Erziehungsmethode Kelly Clarkson gibt zu: "Ich schlage meine Tochter auf den Po"

US-Sängerin Kelly Clarkson sorgt mit ihrer Erziehungsmethode gerade für reichlich Gesprächsstoff. Sie gibt offen zu, ihre Kinder zu schlagen. 

Die unfassbare Aussage der 35-Jährigen: Wenn ihre 3-jährige Tochter River Rose nicht hören will, erzieht sie sie mit Schlägen. "Ich habe keine Bedenken, ihr den Hintern zu versohlen, was die Leute nicht unbedingt gut finden", gibt sie in einem Interview mit dem Radiosender 98,9 The Buzz zu. "Ich warne sie und sage: "Wenn du nicht gleich aufhörst, werde ich dir auf den Po hauen!", so die Sängerin weiter. Sie beteuert aber, dass sie natürlich nicht fest zuschlägt, sondern das es sich lediglich um einen leichten Klaps handelt. 

 

Kelly wurde selbst als Kind geschlagen

Clarkson selbst, die mit Hits wie "Because of you" weltbekannt wurde, kennt die körperliche Züchtigung aus ihrer eigenen Kindheit. "Meine Eltern schlugen mich auf den Hintern. Ich entwickel mich gut und in meinem Leben läuft alles okay. Also mach ich das auch", rechtfertig die zweifache Mutter ihre fragwürdige Erziehungsmethode.

Und sie geht sogar noch weiter. Im US-Bundesstaat Texas ist es Lehrern in der Schule mit der Erlaubnis der Eltern erlaubt, Kinder ab 4 Jahren mit einem Holzpaddel zu schlagen. Die Sängerin wuchs in Texas auf, lebt noch heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern dort. "Aber es ist verzwickt, denn wenn du so etwas öffentlich machst, bekommt man von vielen Menschen auch Kritik, weil sie sagen, dass es etwas Falsches ist. Aber ich finde nichts falsch am Hinternversohlen", stellt sie klar. 

 

Gewalt verändert die Kinderseele

In Deutschland ist das zum Glück anders. Seit dem Jahr 2000 haben Kinder per Gesetz ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine Ohrfeige gab oder eine richtige Tracht Prügel. Das kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis betraft werden. Und das Gesetz verfolgt nicht nur den körperlichen, sondern auch den geistigen Schaden am Kind. Beleidigungen, Vernachlässigung und auch Überbehütung sind ebenfalls streng verboten. 

Experten sind sich sicher, schon ein kleiner Klaps auf den Po oder eine Beschimpfung stört das Kind in seiner Bindung zu seinen Eltern. Das Kind spürt die Demütigung, fühlt sich als Versager und von seinen Eltern nicht mehr geliebt. Außerdem zeigen immer mehr Studien, dass Kinder die geschlagen wurden, in ihrem Erwachsenenleben selbst zu Gewalt neigen. Schließlich haben es ihnen ihre Eltern ja nicht anders vorgelebt. 

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(ww2)