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Kinder Smartphone-Nutzung: Dieses Video sollten ALLE Eltern kennen

Smartphones gehören zum Alltag – auch von Kindern. Ein Video erinnert daran, was Eltern niemals unterschätzen sollten.

Kind liegt mit Smartphone unter Bettdecke.
Foto: martin-dm/iStock
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Smartphones sind in unserer Welt allgegenwärtig. Wir nutzen sie als Kommunikationsmittel, Informationsquelle oder zum Abspielen von Musik. Als Erwachsene wissen wir z.B. in der Regel schädliche Inhalte zu filtern und einzuordnen. Kinder können das nicht – worauf jetzt die US-amerikanische Initative „Smartphonefree Childhoodus“ in einem Video aufmerksam macht.

Eltern sollten immer wachsam bleiben

In dem Video sitzt ein Junge im Bett und liest ein Buch, als sein Vater ihm Bescheid gibt, das es Zeit ist, zu schlafen. Vorher erinnert er ihn aber noch daran, dass in der Ecke ein Stapel mit pornografischen Zeitschriften liegt, die er nicht lesen soll, weil sie ihn verstören könnten. Weiter erzählt er von einem Typen (der im Zimmer sitzt), der ihm hasserfüllte Kommentare entgegen schleudere, die er einfach ignorieren solle. „Und auf dem Nachtisch liegt ein Formular mit dem du illegale Drogen bestellen kannst.“ Außerdem seien da drei Mädchen, die die ganze Nacht über ihn lästern werden sowie ein russischer Hacker, der ihn nach seinem Passwort fragen wird.“ Damit verabschiedet sich der Vater und wünscht seinem Sohn eine gute Nacht.

Das steckt hinter dem Video

Worauf die Initiative mit dem Video aufmerksam machen will: Wir Erwachsenen muten unseren Kindern zu viel zu, wenn es um soziale Medien geht. Diese würden den Kindern Verantwortung auf erwachsenen Niveau übertragen, lange bevor sie dazu bereit seien.

Angefangen von der Verwaltung ständiger Benachrichtigungen über den Umgang mit Online-Mobbing bis hin zum Widerstand gegen süchtig machende Algorithmen sowie schädlichen Inhalten“, heißt es in der Beschreibung. „Wir verlangen mehr von Kindern, als sie sollten.“

Zu früher Zugang zu Smartphones: Das sind die Folgen für Kinder

Ein zu früher Zugang zu Smartphones und sozialen Medien kann weitreichende Folgen für Kinder haben:

  • Erhöhte Angstzustände

  • Depressionen

  • Schlafstörungen

  • Eingeschränkte Aufmerksamkeitsspanne

  • Unterentwickelte soziale Fähigkeiten

Gesunder Umgang mit Medien

Daher appelliert die Initiative: „Es gibt noch einen anderen Weg: Indem wir den Umgang mit Smartphones und sozialen Medien hinauszögern, geben wir unseren Kindern mehr Zeit, reale Kontakte zu knüpfen und die einfachen Freuden der Kindheit zu genießen.“ Diese Entscheidung schütze die Kindheit und fördere gleichzeitig die Konzentration, Widerstandsfähigkeit und Beziehungen, die Kinder brauchen, um als Erwachsene erfolgreich zu sein. „In der Kindheit sollte es um Lernen, Freundschaften und Spielen gehen – nicht ums Scrollen.“

Schau hin!-Initiative in Deutschland

Hierzulande gibt es eine ähnliche Initiative vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ARD und ZDF sowie der AOK: „SCHAU HIN!“ ist ein Medienratgeber für Familien, der Eltern und Erziehende über aktuelle Entwicklungen der Medienwelt und Wissenswertes zu den verschiedensten Medienthemen informiert.

Bis drei Jahre sollten besonders reale Erfahrungen im Fokus stehen. Medienerlebnisse können diese ergänzen, wenn sie altersgerecht, begleitet und überschaubar sind“, rät Schau Hin.

Die Initiative hat folgende Tipps:

  • Gemeinsam entdecken: Vor dem Kauf eines eigenen Geräts ist es sinnvoll, gemeinsam am gesicherten Smartphone & Tablet der Eltern zu spielen, surfen oder schauen, um Kindern Sicherheit im Umgang zu vermitteln.

  • Eigenes Smartphone: Ein eigenes Smartphone eignet sich für Kinder ungefähr im Alter zwischen elf und zwölf Jahren, wenn sie schon genug Erfahrung und Reife besitzen, mit den vielen Funktionen verantwortungsvoll umzugehen.

  • Sicherheitseinstellungen: Kinder sollten von Anfang an einbezogen werden, wenn Seiten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden und dies auch erklären.

  • Nutzungsmöglichkeiten erklären: Gebrauch eines eigenen Smartphones sollten Kinder in der Lage sein, die Nutzungsmöglichkeiten einzuschätzen, wie etwa den Überblick über die Sicherheitseinstellungen, WLAN, Bluetooth und GPS-Funktionen und der kritische Umgang mit Apps.

  • Nutzungszeit bewusst machen: Um Kinder bei der Wahrnehmung über ihre Medienzeit zu unterstützen und vor eventuellen negativen Auswirkungen zu schützen, sollten von Anfang an feste Medienzeiten vereinbart werden. Bei jüngeren Kindern helfen Jugendschutz-Apps, damit sie ein Gefühl für die Nutzungszeit bekommen.

Artikelbild und Social Media: martin-dm/iStock