Beziehungspsychologie

Kommunikationsregeln für die Beziehung: So stärkt ihr eure Partnerschaft

Mit diesen Tipps gelingt die Kommunikation in eurer Beziehung, denn wenn ihr diese einfachen Regeln einhaltet, stärkt ihr eure Partnerschaft.

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Jeder weiß, dass Kommunikation in einer Beziehung sehr wichtig ist. Dabei ist jedoch vor allem ausschlaggebend, WIE miteinander gesprochen wird. Wir verraten, wie du eure Kommunikation und so auch eure Partnerschaft verbessern kannst. Im Idealfall kommt es so gar nicht erst zu Streit, sondern zum angeregten Austausch und einer gestärkten Beziehung.

Kommunikationsregeln für eine gestärkte Beziehung

1. Ehrlich und offen sein, aber nicht ALLES mit dem Partner besprechen

Ehrlichkeit und Offenheit sind das A und O in einer Partnerschaft: Dabei gilt jedoch auch, dass man nicht alles in extenso mit seinem Partner teilen muss. Probleme können nicht nur totgeschwiegen, sondern auch totgeredet werden. Und auch wenn ein Partner immer für dich da sein soll: Er ist nicht dein Therapeut oder dein zweites Ich: Manchmal bietet ein Thema keinen relevanten Gesprächsstoff und manchmal ist eine Information auch besser bei einer Freundin aufgehoben.

2. Konflikte nicht runterschlucken oder zu lange für sich behalten

Wenn dich etwas stört, sprich es an. Denn runtergeschluckter Ärger und jahrelanger Groll schaden einer Beziehung, auch wenn dadurch vielleicht ein anstehender Streit vermieden wurde. Außerdem hilft es, positiv zu formulieren: Im Gegensatz zu „Du gehst nie mit mir aus“ kann „Ich würde mich so freuen, wenn du mit mir zum XY gehst“ eher eine aufgeschlossene Reaktion hervorrufen.

3. Für Streit gibt es einen guten Zeitpunkt

Ein guter Zeitpunkt für einen Streit ist nicht dann, wenn du vor Wut kochst oder er schon auf Hundertachzig ist. Manchmal reicht ein fünfminütiger Spaziergang um den Block und manchmal braucht es eine Nacht Schlaf. In jedem Fall hilft es, Konflikte in einer ruhigen, nicht ohnehin schon stressigen Situation anzusprechen.

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4. Ich statt Du

Vor allem während eines Streits neigen wir dazu, nur Vorwürfe zu machen und diese zu betonen oder sogar zu übertreiben, um unsere Position zu stärken. Dabei machen Sätze mit „Du … immer …“ es sehr unwahrscheinlich, dass wir Verständnis erzeugen. Viel besser ist es daher, aus der Ich-Perspektive zu sprechen und zu sagen „Ich habe das Gefühl, dass …“ oder „Ich fühle mich …“. Außerdem sollte man immer über konkrete Situationen oder Vorkommnisse sprechen, anstatt zu verallgemeinern.

5. Nicht gewinnen, sondern Probleme lösen

Das Wichtigste in der Kommunikation mit dem Partner ist, sich immer bewusst zu machen, dass es nie darum geht ,einen Streit zu gewinnen oder für sich allein den größten Vorteil rauszuschlagen. Bei einem Konflikt halte dir also immer vor Augen, was genau du mit dem Gespräch erreichen möchtest und dass eine Lösung des Problems euch beide zufriedenstellen sollte.

6. Richtig zuhören statt vorwegzunehmen

„Ich würde dich ja fragen, ob du mitkommst, aber du sagst ja eh immer nein“ – solch ein negatives Gedankenlesen ist in einer Beziehung und vor allem während eines Streits einfach nicht förderlich. Stattdessen sollte man richtig zuhören: Dazu gehören Blickkontakt und eine zugewandte Körperhaltung. Auch wenn der Partner einfach nur etwas von seinem Tag erzählt: Leg das Handy weg und schenk ihm deine Aufmerksamkeit, wenn er spricht. Aktiv zuhören kann man auch, indem man bestimmte Dinge in eigenen Worten wiederholt. So kann man Aufmerksamkeit signalisieren und gleichzeitig sichergehen, den anderen richtig verstanden zu haben.

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7. Keine Interpretationssache

Weder drum herumreden noch zwischen den Zeilen lesen: Du solltest immer deutlich sagen, was du meinst und anstatt in etwas Gesagtes oder nicht Gesagtes etwas hinein zu interpretieren – einfach nachfragen!

8. Eine zweite Wahrheit akzeptieren

So schwer das auch ist: In einer Beziehung ist es sehr wichtig, dass man neben seiner eigenen Wahrheit auch die eines anderen akzeptieren kann. Menschliche Wahrnehmungen sind einfach vollkommen verschieden und auch gemeinsam Erlebtes kann unterschiedlich wahrgenommen werden. In Extremfällen muss man dann bereit sein, sich darauf zu einigen, dass man sich nicht einigen kann und die Wahrheit und Meinung des anderen ohne Groll akzeptieren.

9. Auch und vor allem: Glücklich-sein äußern

Es ist wie bei Restaurantbewertungen: Viele Menschen neigen dazu, Negatives eher auszusprechen als Positives. Wenn du also einfach glücklich und zufrieden bist oder dich über eine Kleinigkeit freust, dann teile das mit deinem Partner! Gespräche über schöne Dinge stärken die Beziehung ebenso, wie das Überwinden von Konflikten.

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