„Mit dem Zweiten lügt man besser": Falsche Hitze-Tipps vom ZDF erzürnen Jörg Kachelmann
Wie schützt man sich richtig vor der Hitze? Eine ZDF-Grafik sorgt für Zoff – Meteorologe Jörg Kachelmann widerspricht deutlich.
Wenn das Thermometer Extremwerte anzeigt, sind Meteorologen gefragter denn je. Bei der aktuellen Hitzewelle, die in den kommenden Tagen ihren Höhepunkt erreichen soll, meldet sich auch Jörg Kachelmann wieder mit Empfehlungen zu Wort – diesmal allerdings nicht mit eigenen Tipps, sondern mit scharfer Kritik an denen eines öffentlich-rechtlichen Senders.
Uneinigkeit bei zentralen Hitze-Ratschlägen
Bei einigen Grundregeln sind sich Experten weitgehend einig: ausreichend trinken, die Mittagssonne meiden, sich eincremen. Bei anderen, durchaus entscheidenden Punkten gehen die Empfehlungen zum richtigen Umgang mit hohen Temperaturen jedoch deutlich auseinander – ein Umstand, den Kachelmann als fahrlässig einstuft.
Auslöser des Ärgers ist eine Infografik, die der Account von „ZDF heute" in sozialen Medien unter dem Titel „Wohnung kühl halten bei Hitze" veröffentlicht hat. Darin wird unter anderem empfohlen, nachts, frühmorgens und spät abends zu lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen, tagsüber die Fenster geschlossen und abgedunkelt zu halten und Teppiche möglichst einzurollen, da sie Wärme speichern würden.
Diesen Beitrag teilte Kachelmann auf X und kommentierte ihn mit deutlichen Worten: „Die eigene Zielgruppe in den Tod schreiben. Frei erfundenen Schwachsinn über Teppiche schreiben. Mit dem Zweiten lügt man besser @ZDF."
Geschlossene Fenster als größte Gefahr
Besonders kritisch sieht der Meteorologe den Rat, tagsüber die Fenster geschlossen zu halten. Dieses Vorgehen bezeichnete er bereits in früheren Jahren als „Folter" und „aktive Sterbehilfe" – vor allem für ältere Menschen könne es gefährlich werden, ohne Frischluft und bei hoher Luftfeuchtigkeit in der Wohnung auszuharren.
Schon 2022 hatte Kachelmann im Spiegel eine klare Warnung formuliert: „Glauben Sie nicht an die üblichen ›Hitzetipps‹ von Medien und Behörden. Damit Oma und Opa überleben, brauchen sie steten Durchzug und je mindestens einen Ventilator vor die Nase."







