Unvergessener EntertainerPeter Alexander: Am Ende wollte er nicht mehr leben

Peter Alexander war ein begnadeter Entertainer und bleibt als solcher unvergessen. Wie unglücklich der Sänger, Schauspieler und Parodist nach zwei schweren Schicksalsschlägen war, obwohl er so viele andere Menschen mit seiner Kunst glücklich machte, wissen nur wenige.

Er war die gute Laune in Person, verzauberte uns mit seinen Liedern, seinen Filmen. Wenn er auf der Bühne stand, waren alle Alltagssorgen vergessen. Sein Smoking saß wie bei einem echten Gentleman, die Fliege stets korrekt gebunden, die Frisur so fesch. Und wenn er lächelte, dann erinnerte dieser feine Mann doch immer wieder an einen Lausbuben, der es faustdick hinter den Ohren hat.

Peter Alexander († 84) war ein begnadeter Entertainer. Ja, er war wirklich Peter, der Große. Er hatte die göttliche Gabe, sein Publikum von der ersten Minute an, zu begeistern und mit seinem Wiener Schmäh zu verzücken. Und dabei war er nie arrogant, sondern einfach nur herzlich, ehrlich und freundlich. Er lebte sein Motto – und das hieß: „Das Nette zu sehen, das in allen Menschen steckt.“

Am 12. Februar 2011 starb Peter Alexander. Und obwohl er seine Karriere bereits 2003 beendet hatte, riss das ein großes Loch. Millionen Menschen weinten bittere Tränen. Denn die Hoffnung, dass er doch noch einmal im Fernsehen auftritt und für einige Augenblicke die schöne alte Zeite zurückbringt, erlosch damit endgültig. Das Traurigste aber ist vielleicht, wie Peter Alexander starb. Niemand hielt seine Hand in den letzten Stunden. Er war allein. Seine Köchin fand ihn am Morgen im Bett seiner Villa in Wien.

Peter Alexander: Seine letzte Vertraute packt aus

 

Peter Alexander: Todesursache Trauer

So überraschend die Todes-Meldung auch war – eigentlich starb Peter Alexander viel früher. Denn sein Sterben begann, als er 2003 Ehefrau Hilde zu Grabe trug. 50 lange Jahre waren er und sein „Schnurrdiburr”, wie er sie zärtlich nannte, ein Traumpaar. Hilde war DIE Frau an seiner Seite. Keinen einzigen Tag in dieser glücklichen Ehe waren sie getrennt. Hilde war Managerin, Geliebte, Mutter seiner zwei Kinder, Tochter Susanne († 50) und Sohn Michael (47). Sie legte ihm die Kleidung zurecht, verwaltete als Finanzministerin das Geld, trat aber in dem Moment zurück, wenn die Scheinwerfer auf ihren Peter Alexander gerichtet waren. Sie war sein Leben. Doch am 30. März 2003 zerbrach die heile Welt von Peter Alexander: Hilde starb mit 81 Jahren an den Spätfolgen eines Oberschenkelhalsbruches. Sie war gestürzt, lag zuvor 500 Tage im Krankenhaus.

Peter Alexander & sein Hildchen: Mit ihr starb auch ein Teil von ihm

 

Noch ein Schicksalsschlag: Tod von Peter Alexanders Tochter Susanne

Peter Alexander zog sich nach dem Verlust seiner Frau völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Er verkroch sich wie eine Schnecke in ihrem Haus. Mit dem Tod seiner Frau starb auch sein Lachen. Vielleicht fand er ein wenig Trost, wenn er ihr Grab im Morgengrauen besuchte, wenn er mit ihr Zwiesprache hielt. Halt gab ihm vor allem Tochter Susanne, die ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sah. Doch sechs Jahre nach Hilde Alexanders Tod sollte der März wieder zu einem Schicksalsmonat werden: Tochter Susanne, die als Künstlerin von Wien auf die Insel Ko Samui (Thailand) umzog, starb bei einem Autounfall. Bitter: Sie war nicht angeschnallt. Susanne wurde nur 50 Jahre alt. Wie lebt man ein Leben nach solchen Schicksalsschlägen? – Es muss für Peter Alexander unerträglich schwer gewesen sein, obwohl er gute Freunde hatte, die sich rührend um ihn kümmerten. Obwohl sein Vermögen Millionen Euro schwer ist und er – rein körperlich gesehen – gesund war. Auch Sohn Michael und seine beiden inzwischen erwachsenen Enkel Marlene (22) und Philip (20) konnten ihn nicht trösten. Er spielte nicht mehr Klavier, schaltete den Fernseher nicht an, um die geliebten Sportsendungen zu sehen. Seine Seele trug Trauer. Wenn es einen Himmel gibt, dann hat Peter Alexander dort ganz bestimmt einen besonderen Platz – vereint mit Tochter Susanne und seiner Hilde. Und singen wird er sicher auch, vielleicht das Liebeslied „Ein gutes Team“, das er einst seiner Hilde gewidmet hat. 

 

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