Polarlichter heute: Wie groß sind die Chancen wirklich? Alle Faktoren im Überblick
So stehen die Chancen, in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 2026 Polarlichter über Deutschland zu sehen.
In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 2026 verzauberte uns der Himmel vielerorts mit einem bunten Lichtspektakel. Ein Sonnensturm bescherte uns das seltene Vergnügen, Polarlichter in Deutschland zu bestaunen. Doch wie stehen die Chancen, das Naturphänomen auch heute noch zu erleben?
Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland
Normalerweise leuchten Polarlichter vor allem in den polaren Regionen am Nord- und Südpol. Doch hin und wieder gibt es Ausnahmen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt, entstehen die Lichter durch elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes. Das Magnetfeld der Erde lenkt diese dann zu den Polen hin ab. Nur bei sehr „starken solaren Ausbrüchen können Polarlichter bis in die mittleren Breiten beobachtet werden.“
Entscheidend ist also die Stärke eines Sonnensturms, der sogenannte Kp-Index. Je höher dieser Wert, desto größer ist die Chance, Polarlichter auch bei uns zu sehen.
Ein geomagnetischer Sonnensturm am Abend des 19. Januar machte es möglich, dass das faszinierende Leuchten bis zu den Alpen sichtbar war. In der Nacht zum 20. Januar lag der Kp-Index laut dem Hemlholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ) bei 8. Für die kommende Nacht zum Mittwoch, den 21.01.2026, wird ein Kp-Index von 6 erwartet.

Ausblick: Polarlichter über Deutschland bis zum 20.01.2026
Voraussetzung für das magische Schauspiel ist eine wolkenfreie Sicht. Diese soll laut DWD auch in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar gegeben sein.
Laut einer Vorhersage für Deutschland war die Wahrscheinlichkeit, die Polarlichter bis zum 20.01.2026 zu entdecken, besonders hoch. Ob das dann auch für die Nacht zum 21. gilt, bleibt abzuwarten.
Entscheidend ist auch, dass es draußen richtig dunkel ist. Dank des Neumonds, der gerade erst am 18. Januar stattfand, sind die Voraussetzungen ideal: Störendes Mondlicht bleibt aus, der Blick zum Himmel ist frei.
Ob das Nordlicht tatsächlich auch in der zweiten Nacht in Folge zu sehen ist, ist unklar. Doch Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg verriet der dpa: „Auf der Hut sein, schadet nicht. Einfach mal den Blick rauswerfen, wenn es klar ist.“
Es könnte sich also lohnen. Wer das Lichtspektakel nicht verpassen möchte, sollte den Versuch wagen. Vielleicht zeigen sich die Polarlichter ein zweites Mal. Tipp: Durch die Smartphonekamera lassen sich die Polarlichter noch sehr viel besser sehen als mit dem bloßen Auge.







