Finanzen

Steuererstattung in Gefahr? Warum du diese Mail sofort löschen solltest

Nach der Steuererklärung hoffen wir alle auf eine Rückzahlung und ein wenig mehr Geld auf dem Konto. Darum ist eine aktuelle Phishing-Mail, die auf den ersten Blick vom Finanzamt kommt, umso perfider! Wie du die Betrugsmail erkennst.

Eine Person am Laptop. daneben Symbole die Datenklau symbolisieren
Achtung: Aktuell landen gefälschte Mails vom Finanzamt in vielen Postfächern Foto: istock/tadamichi
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Die Steuerklärung zu machen ist lästig und raubt im stressigen Familienalltag viel Zeit. Aber es lohnt sich, denn die meisten von uns können im Anschluss mit einer Erstattung rechnen, die das Konto dann ein wenig füllt. Umso perfider ist eine Phishing-Mail, die aktuell in vielen Postfächern landet.

Angeblich dringende Informationen notwendig

Auf den ersten Blick sieht die Mail, die aktuell in vielen Postfächern landet, als käme sie wirklich vom Finanzamt. Dort heißt es, dass die Steuererstattung zurückgestellt worden sei, da wichtige Angaben in der Erklärung fehlen würden. Gefolgt von einem Link ins angebliche ELSTER-Portal, wo du einfach die entsprechenden Daten nachtragen kannst.

Eine Phishing Mail
Auf den ersten Blick sieht die Mail echt aus. Foto: Verbraucherzentrale

Gerade im stressigen Alltag ist man geneigt, schnell auf solche Links zu klicken, besonders, wenn es um Ämter und Behörden geht. Und es ist einfach komfortabel, schnell auf den Link zu klicken und die Daten nachzutrage. Aber Achtung, bei dieser Mail handelt es sich um Betrug. Davor warnt auch das Finanzamt selbst, wenn du dich bei ELSTER einloggst.

Eine Warnung aus dem Elster Portal
Das Finanzamt warnt selbst ebenfalls vor der Betrugsmasche. Foto: Elster

Phishing enttarnen: So erkennst du Betrugsmails

Es wird immer schwieriger, Mails von Betrügern zu erkennen. Aber auch bei dieser Betrugsmasche gibt es Auffälligkeiten. Beispielsweise wird mit Begriffen wie „wichtig“, „verpflichtend“ oder „eilig“ eine Dringlichkeit suggeriert und stressige Situationen ausgenutzt. Klar, hier reagiert man oftmals unüberlegt und will die lästige Angelegenheit schnell hinter sich bringen.

Bist du dir unsicher, ob die Steuer-Mail legitim ist, kannst du auch im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale einen schnellen Check machen.

Lieber direkt in die App schauen

Übrigens: Mein persönlicher Kniff, wenn mich eine Mail verunsichert und zu echt aussieht, ist es dennoch, niemals auf den Link zu klicken. Banking, PayPal und Shopping-Apps habe ich ohnehin alle auf dem Smartphone. Falls nicht, gehe ich über die Website und logge mich einfach direkt im entsprechenden Portal ein. Sollten dort wichtige Daten angefragt werden, wird dort in jedem Fall ein Hinweis stehen oder ich eine Nachricht im Postfach haben.

Offizielle Kommunikationswege nutzen

Grundsätzlich ist es bei finanziellen Angelegenheiten und damit auch bei der Steuer sinnvoll, immer auf offizielle Kommunikationswege zuzugreifen. Finanzamt, Banken und Co. kommunizieren wichtige Themen immer über den Postweg oder ihre eigenen Portale. Hier findest du schnell heraus, ob wirklich Handlungsbedarf besteht.

Außerdem: Gibst du deine Steuer über ELSTER oder Tools wie WISO-Steuer ab, geht das nicht nur unkompliziert und schnell. Die Programme warnen dich auch, falls Angaben fehlen sollten. Im Zweifel bist du hier also auf der sicheren Seite.