Münchener ForscherteamStudie: Verstärkter Pollenflug beeinflusst Corona-Infektionen

Forscher haben jetzt einen Zusammenhang zwischen einem starken Pollenflug und dem Coronavirus entdeckt. 

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Inhalt
  1. Lockdown mitberücksichtigt
  2. Mehr Pollen, mehr Infektionen
  3. Erhöhter Pollenflug: Darum steigen die Infektionen

Der Winter ist (fast) zu Ende und mit den milderen Temperaturen zeigt das Pollenbarometer nach oben. Forscher der Technischen Universität München und des Helmholtz Zentrums München fanden nun in einer Studie heraus: Je stärker der Pollenflug, desto höher ist die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19. Dabei spielt auch der Lockdown eine Rolle. 

 

Lockdown mitberücksichtigt

Für die Studie analysierten die Forscher die Pollenbelastung sowie die Corona-Infektionen aus 130 Regionen in 31 Ländern auf fünf Kontinenten. Sie berücksichtigten dabei

  • demografische Faktoren,
  • Umweltbedingungen wie die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit,
  • die Bevölkerungsdichte
  • sowie die Ausprägung des Lockdowns.
 

Mehr Pollen, mehr Infektionen

Die Studie, die im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht wurde, zeigt, dass an manchen Orten ohne Lockdown-Regelung im Untersuchungszeitraum pro Tag bis zu 500 Pollen auf einem Kubikmeter nachgewiesen wurden und die Infektionsrate gleichzeitig um über 20 Prozent stieg. Bemerkenswert: Galten in untersuchten Gebieten Lockdown-Regeln, halbierte sich die Zahl der Infektionen bei einer ähnlichen Menge an Pollen in der Luft.

Studie: Verstärkter Pollenflug beeinflusst Corona-Infektionen
Fliegen die Pollen, kann das die Corona-Neuinfektionsrate erhöhen.
Foto: IMAGO / blickwinkel
 

Erhöhter Pollenflug: Darum steigen die Infektionen

Die Erklärung der Forscher: Wenn wir dem Pollenflug ausgesetzt sind, reagiert unsere Körperabwehr schwächer auf die Viren in den Atemwegen. Laut der Wissenschaftler produziert der Körper weniger von den antiviralen Interferonen - und wir sind anfälliger für Sars-CoV-2. Daher raten die Autoren Risikogruppen, die Pollenflugvorhersagen zu beobachten und FFP2-Masken an der frischen Luft zu tragen. 

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