ResturlaubUrlaub auszahlen lassen: Was ist wann möglich?

Der große Jahresurlaub war wunderschön, aber auch kostspielig. Da sich die Arbeit im Büro sowieso türmt, kann man sich den restlichen Urlaub auch einfach auszahlen lassen, oder? Doch so einfach ist das nicht. Wir klären auf.

Es sind nur noch ein paar wenige Urlaubstage übrig, aber auf der Arbeit herrscht eh Stress und viel Zeit Urlaub zu nehmen ist auch nicht mehr. Viele Arbeitnehmer würden sich den Urlaub dann lieber auszahlen lassen. Allerdings ist das nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Denn eigentlich ist der Urlaub dazu da, dass sich der Arbeitnehmer erholt.

 

Rechtliche Regelung: Wann kann man sich den Urlaub auszahlen lassen?

Solange es zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vertraglich nicht anders vereinbart ist, gilt Paragraf 7 Absatz 4 des Bundesurlaubsgesetzes (BurlG). Hier ist geregelt, dass sich Arbeitnehmer ihren Urlaub auszahlen lassen können, wenn noch Resturlaub besteht, trotz eines bald endenden Arbeitsverhältnisses. Allerdings auch nur, wenn die restlichen Urlaubstage nicht mehr in Anspruch genommen werden können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Aufhebungsvertrag geschlossen wurde oder eine fristlose Kündigung erfolgt ist.
Besteht nach der Kündigung noch genügend Zeit seinen Urlaub in Anspruch zu nehmen, ist dies zu tun. Denn eine Gewährung des Urlaubs ist einer Auszahlung vorzuziehen. Verlangt der Arbeitgeber jedoch, die restlichen Urlaubstage noch zu arbeiten, ist der Urlaub auszuzahlen.

 

Wie berechne ich meine Urlaubsabgeltung?

Egal, ob man Vollzeit-Arbeitnehmer oder Teilzeitkraft ist, es gelten die gleichen Regelungen. Lediglich die Berechnungen der Urlaubsabgeltung sind unterschiedlich.

Arbeitnehmer in Vollzeit (Fünf-Tage-Woche)

1. Schritt: Brutto-Monatsgehalt * 3 = Quartalsgehalt
2. Schritt: Quartalsgehalt / 13 = Wochengehalt
3. Schritt: Wochengehalt / 5 = Arbeitstage-Brutto-Wert
4. Schritt: Arbeitstage-Brutto-Wert * Anzahl der Urlaubstage = X Euro (Bruttowert)

Sonderregelung für Teilzeitkräfte

1. Schritt: Brutto-Monatsgehalt * 3 = Quartalsgehalt
2. Schritt (5 Tage-Woche) : Quartalsgehalt / 65 = Arbeitstage-Brutto-Wert
                (4 Tage-Woche) : Quartalsgehalt / 52 = Arbeitstage-Brutto-Wert
                (3 Tage-Woche) : Quartalsgehalt / 39 = Arbeitstage-Brutto-Wert
                (2 Tage-Woche) : Quartalsgehalt / 26 = Arbeitstage-Brutto-Wert
3. Schritt: Arbeitstage-Brutto-Wert * Anzahl der Urlaubstage = X Euro (Bruttowert)

Auch die Urlaubsabgeltung unterliegt den üblichen Abgaben, wie den Steuern.

 

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