Ovarialzysten

Was jede Frau über Eierstockzysten wissen sollte

Bei Ovarialzysten handelt es sich um mit Flüssigkeit gefüllte Blasen oder aber auch Geschwülste, die sich an den Eierstöcken bilden. Diese sind zwar meist gutartig, können aber einen Durchmesser von bis zu 15cm annehmen – und bleiben doch häufig unerkannt.

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Diese Dinge sollte jede Frau über Eierstockzysten wissen:

Wer ist am meisten betroffen?

Am häufigsten treten Zysten an den Eierstöcken bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Das Risiko sinkt mit der Fruchtbarkeit – in seltenen Fällen können jedoch auch noch während und nach der Menopause Zysten entstehen.

Zysten an den Eierstöcken treten meist bei Frauen im fruchtbaren Alter auf.
Zysten an den Eierstöcken treten meist bei Frauen im fruchtbaren Alter auf. Foto: iStock

Wie entstehen Ovarialzysten?

Meistens treten Zysten bei fruchtbaren Frauen auf. Das ist kein Zufall, denn sie entstehen häufig als Produkt des Eisprungs oder aber wenn dieser aufgrund von Störungen im Hormonhaushalt einmal ausbleibt. Dazu ein wenig Biologie: Die Eizelle ist von Gewebe, dem sogenannten Follikel, umgeben. Nach dem Eisprung verwandelt sich dieses in einen Gelbkörper. Normalerweise wird dieser bei ausbleibender Befruchtung einfach mit abgebaut. Es kann jedoch vorkommen, dass der Gelbkörper bestehen bleibt und sich eine Zyste bildet. Dasselbe kann passieren, wenn der Eisprung ausbleibt, der Follikel sich jedoch weiter mit Flüssigkeit füllt.

Wieso bilden sich Zysten?

Ursache für einen fehlenden Abbau des Gelbkörpers oder aber einen ausbleibenden Eisprung sind meist Hormonschwankungen. Manche Frauen neigen auch genetisch bedingt zu Zysten. Ebenfalls wird ein unregelmäßiger Zyklus mit der Entstehung von Ovarialzysten in Verbindung gebracht.

Welche Symptome verursachen Eierstockzysten?

Eierstockzysten verursachen nicht zwingend Symptome. Da die Anzeichen sehr verschieden sind, sollte man seinen Körper gut beobachten und bei Auftreten von Beschwerden einen Arzt aufsuchen. Meist machen sie sich erst bei einer bestimmten Größe bemerkbar. Dann können folgende Symptome auftauchen:

  • Zyklusstörungen
  • Unterleibsschmerzen
  • Ausstrahlende Schmerzen in Becken, Rücken, Beine
  • Übelkeit
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Zunahme des Bauchumfangs
  • Verdauungsbeschwerden

Wie diagnostiziert man die Zysten?

Viele Ovarialzysten werden zufällig bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Bei Verdacht auf mögliche Zysten wird zunächst ein Ultraschall des Bauchraums vorgenommen.

Wie therapiert man Overialzysten?

Die meisten Zysten bauen sich nach einiger Zeit von selbst wieder ab und benötigen keine Therapie. Sie werden vom behandelnden Arzt regelmäßig kontrolliert. Treten allerdings Beschwerden auf oder ist die Zyste besonders groß, wird sie in Form von Hormontherapien oder aber eines Eingriffs behandelt und entfernt.

Wie gefährlich sind Overialzysten?

In den meisten Fällen sind Zysten an den Eierstöcken kein Grund zur Sorge. Treten diese allerdings in der Menopause auf, könnten sie ein Zeichen für eine Krebserkrankung sein und es empfehlen sich weiterführende Untersuchung.  Gleichzeitig können Zysten in seltenen Fällen den Eisprung behindern, wenn sie die Funktion der Eierstöcke beeinträchtigen. Im Allgemeinen ist diese Fruchtbarkeitsstörung allerdings vorübergehend und nach Auflösen der Zyste vorbei.

Ovarialzysten stellen somit in vielen Fällen zunächst keinen Grund zur Sorge dar. Trotzdem ist es wichtig, eine regelmäßige gynäkologische Vorsorge in Anspruch zu nehmen, um Veränderungen früh zu entdecken und mögliche Beschwerden schnell zu lindern.

(ww4)

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