Nie verheilter SchmerzWas Niki Lauda bis zu seinem Lebensende am meisten bereut hat!

Niki Lauda war nicht nur für seine Erfolge in der Formel 1 bekannt, sondern auch für seine harmonische Patchwork-Familie. Dennoch gab es etwas, das er bis zu seinem Lebensende bitter bereut hat. 
 

Inhalt
  1. Der verlorene Sohn
  2. Ein beschäftigter, aber kein schlechter Vater
  3. Nikki Lauda, der späte Familienmensch

Drei Formel-1-Weltmeistertitel, fünf selbst gegründete Airlines, einen Mietwagenservice, eine TV-Karriere als Rennsport-Experte – und wie nebenbei zwei Ehen und fünf Kinder. Wer versucht, Niki Laudas Leben zusammenzufassen, der fühlt sich wie auf einer imaginären Rennstrecke voller wichtiger Stationen. Dabei hat der legendäre Rennfahrer, Unternehmer und Pilot an einer davon komplett versagt und das bis zu seinem Lebensende bereut.  

 

Der verlorene Sohn

Als Niki Lauda am 20. Mai 2019 im Alter von 70 Jahren in Zürich verstarb, hinterließ er seine Ehefrau Birgit (40), mit der er die neunjährigen Zwillinge Max und Mia hatte, sowie seine Ex-Frau Marlene Knaus, mit der er die beiden Söhne Mathias (38), inzwischen selbst Rennfahrer, und Lukas (40), einen Fußballtrainer, großgezogen hat. 
Und noch jemanden ließ Niki Lauda zurück: seinen unehelichen Sohn Christoph, der 1981, also im selben Jahr wie Mathias Lauda, zur Welt kam.

Niki Lauda mit Sohn Mathias, 2006
Foto: Getty Images / Ralph Orlowski / Staff

 
Schon 2015 gestand Niki höchstpersönlich, dass der verlorene Sohn, zu dem er nie Kontakt hatte, für ihn ein wunder Punkt bleiben wird. In seinem Buch 'Reden wir über Geld' schrieb er: "Dass ich ihm kein vollwertiger Vater sein konnte, bedaure ich."
 

Marlene Knaus und Niki Lauda, 1977
Foto: Getty Images / McCarthy / Freier Fotograf

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Ein beschäftigter, aber kein schlechter Vater

In seinen 21 Jahren als Formel-1-Experte bei RTL arbeitete Niki Lauda eng mit Sportmoderator Florian König (51) zusammen – aus Kollegen wurden Wegbegleiter. In einem aktuellen Interview mit dem Kölner Sender gab König einen Einblick, was Familie für Niki Lauda bedeutete. 
Schnell wird klar: Der Profisportler hat den Spagat zwischen Privatleben und Karriere spät im Leben gelernt. So habe der Österreicher in seiner ersten Ehe mit Marlene Knaus, die von 1976 bis 1991 hielt, seine Prioritäten noch voll auf die Formel 1 verlagert und deswegen auch seine Söhne zu selten gesehen. 1975, 1977 und 1984 holte Niki die Weltmeistertitel – Lukas und Mathias, die 1979 und 1981 geboren wurden, kamen also genau zu Papas Hochphase zur Welt. 
"Damals ging es ihm wirklich ausschließlich um den Erfolg auf der Rennstrecke", berichtete Florian König gegenüber RTL
Ein schlechter Vater sei der gebürtige Wiener aber nie gewesen, betonte König weiterhin: "Niki war sicher nicht immer ein einfacher Vater, aber ein guter."
Wie gut, das sollte sich erst Jahre später zeigen. 

Niki Lauda mit Florian König, 2013
Foto: imago images / HochZwei

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Nikki Lauda, der späte Familienmensch

2009 schenkte Nikis zweite Ehefrau Birgit dem Weltstar zwei weitere Kinder. Die Zwillinge Mia und Max kamen im September zur Welt, wenige Monate nachdem ihr Papa seinen 60. Geburtstag am 22. Februar gefeiert hatte. 

Birgit und Niki Lauda, 2013
Foto: Getty Images / CARL COURT / Freier Fotograf

Viel über sein Privatleben enthüllte Niki Lauda nie. Trotzdem war von Anfang an deutlich: Die Rennlegende war für seine Kinder da, ihnen ein echter Vater. 
Das bestätigte auch Florian König: "Mit seinen Zwillingen war es ganz anders. Da war er viel mehr da, hat viel mehr Nähe zugelassen."
Was den dreimaligen Formel-1-Weltmeister aber noch mehr freute: Auch das Verhältnis zu seiner Ex-Frau und seinen Söhnen aus erster Ehe war harmonisch. Fernab des Dramas um seinen unehelichen Sohn lebte Niki Lauda den Traum von einer funktionierenden Patchwork-Familie. "Das hat ihm viel Ruhe und sehr viel Kraft gegeben und sicher auch in den letzten Wochen und Monaten geholfen", war sich Florian König sicher. 

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