Wie dein "Seelenmuskel" deine Ängste beeinflussen kann

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Kennst du schon deinen "Seelenmuskel"?

Körper und Geist sind eng miteinander verbunden. Es gibt einen bestimmten Muskel in unserem Körper, der unsere Ängste beeinflussen kann, den "Seelenmuskel". Und wenn wir ihn trainieren, können wir unseren Mut stärken.

Die Rede ist vom Musculus psoas major, dem großen Lendenmuskel. Ohne ihn könnten wir körperlich nicht mehr viel: nicht sitzen, nicht stehen, erst recht nicht gerade stehen. Der Psoas Major hilft uns sogar zu erkennen, ob wir eine Blinddarmentzündung haben (wenn wir unser rechtes Bein heben, drückt der Muskel so gegen den Blinddarm, dass wir die Schmerzen spüren, falls er entzündet ist). Und der Psoas Major hat auch Einfluss auf unser Seelenleben.

Der Psoas Major ist mit dem zwoelften Brustwirbel und allen fuenf Lendenwirbeln verbunden. Er verlaeuft durch das Becken und endet am Schenkelring der beiden Oberschenkelknochen.

(Foto: iStock)

Wie kann der große Lendenmuskel unsere Gefühle beeinflussen?

Seine Aufgabe ist es, uns in Gefahrensituationen zu schützen, indem wir uns dank ihm ducken können oder fliehen oder auch uns verteidigen. Er reagiert im Zusammenspiel mit der Ausschüttung von Stoffen wie Adreanlin und Dopamin und ist damit ein Gradmesser für das persönliche Sicherheitsgefühl.

Leben wir in einer ständigen Gefahrensituation, zum Beispiel durch ständige Angstzustände, reagiert der Muskel auf die damit einhergehenden chemischen Reaktionen des Körpers (also die Adrenalin- und Dopaminausschüttung). Er ist angespannt, verspannt.

Nun gibt es immer mehr Experten, wie die Autorin Liz Koch, die behaupten, dass der Psoas auch andersherum wirkt: Der Psoas ist nicht nur verspannt, weil wir Angst haben. Ein verkürzter Psoas (der durch falsches Sitzen, falsche Schuhe, ja sogar wenn Kinder zu früh laufen gelernt haben entstehen kann) kann auch entsprechende Angstgefühle hervorrufen.

Der Psoas spiegelt also unsere Seele und wird daher auch Seelenmuskel genannt.

Wir müssen lernen, den "Seelenmuskel" zu entspannen

Liz Koch empfiehlt Yoga, um den "Seelenmuskel" zu trainieren und zu dehnen, "geschmeidig" zu machen. Vor allem der Baum (Vrksasana) ist eine gute Übung: Einatmen und ein Bein an das andere winkeln. Der Fuß sollte dabei entweder über oder unter dem Kniegelenk positioniert werden. Hände entspannt vor dem Körper zusammenführen. Einige Atemzüge halten. Wichtig: Keine Sorge, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Wichtiger als das Bein hochzubringen, ist es, das Gleichgewicht möglichst lange zu halten.

(Foto: iStock)

Andere Übungen zur Stärkung des "Seelenmuskels":

Hüftbeuger: Füße hüftbreit hinstellen, ein wenig nach außen drehen, sodass du stabil stehst. Rücken aufrichten, Knie ganz leicht beugen. Oberkörper langsam nach vorn neigen - die Bewegung kommt aus dem Becken, das Körpergewicht liegt auf den Beinen. Rücken und Beine bleiben dabei möglichst gerade. Beim Vorbeugen einen Rundrücken vermeiden. Überprüfe gegebenenfalls mit der Hand, dass du keinen Buckel machst.

Hüftöffner: Aufrecht hinstellen, ein Bein anwinkeln. Den Arm derselben Seite zur Stabilisierung auf die Hüfte legen. Auf der Standbein-Seite kann eine Stuhllehne oder Wand als Stütze dienen. Den Oberkörper aufrichten, die Hüfte zeigt nach vorn. Beim Einatmen das angewinkelte Bein auf Hüfthöhe des Standbeins zur Seite hoch bewegen. Mit der Ausatmung das Bein wieder leicht absenken, jedoch nicht strecken oder abstellen. Achten Sie darauf, dass das Bein immer auf der gleichen Ebene auf und ab gesenkt wird. Wie oft? 15 x pro Seite, Einsteiger starten mit 10 Wiederholungen. Geübte können den Stuhl beiseitestellen und sich über die auf Schulterhöhe gehaltenen Arme ausbalancieren. Wichtig dabei: Der Oberkörper bleibt auch ohne Stütze in der aufrechten Position.

Im Video: Eingeklemmter Nerv: So unterstützen Sie die Selbstheilung

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