Schlaganfall Symptome: Jede Sekunde zählt

Inhalt
  1. So handeln Sie im Notfall
  2. Ein Schlaganfall kündigt sich oft an
  3. Akutfälle richtig deuten: Symptome für einen Schlaganfall
  4. Was passiert bei einem Schlaganfall?
  5. So beugen Sie einem Schlaganfall vor

Alle drei Minuten hat in Deutschland ein Mensch einen Schlaganfall. Alle neun Minuten stirbt jemand an den Folgen. Schlaganfall Symptome sind kaum bekannt.

 

So handeln Sie im Notfall

Fahren Sie sofort zu einem Arzt oder rufen Sie einen Krankenwagen! Zeit ist Hirn - mit dieser Aussage bringen Neurologen es auf den Punkt: Je früher Schlaganfall-Patienten behandelt werden, desto mehr Hirnzellen können gerettet werden.

Am besten stehen die Chancen innerhalb der ersten Stunde. Nach vier Stunden kann es bereits zu spät sein. Dann bleiben Behinderungen zurück, z. B. Lähmungen oder Sprachstörungen, wie bei etwa der Hälfte der Patienten.

Woran erkennt man einen Schlaganfall? Was sind Schlaganfall Symptome? Und kann man ihn vorhersehen?

 

Ein Schlaganfall kündigt sich oft an

Experten schätzen, dass sich etwa jeder dritte Schlaganfall vorher ankündigt.

Versteckte Schlaganfall Symptome sind

  • Sehstörungen
  • Hörstörungen
  • Sprachstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Lähmungen von Arm oder Bein.

Die Beschwerden verschwinden von selbst. Und deshalb gehen leider viele Menschen nicht zum Arzt. Das ist ein Fehler! 

Die Rede ist von der TIA. Die Abkürzung steht für Transitorische ischämische Anämie und bedeutet: vorübergehende Durchblutungsstörung von Hirngefäßen. Sie fühlt sich an wie ein Schlaganfall, geht aber nach Sekunden, Minuten oder Stunden wieder vorbei. 

Am häufigsten tritt so eine TIA zwischen 60 und 70 Jahren auf.

Umgangssprachlich wird auch von einem Mini-Schlaganfall gesprochen. Und das ist sehr treffend: Die Symptome sind identisch, der einzige Unterschied ist die Dauer. Auch die Ursachen sind die gleichen: Ein Blutpfropf verstopft kurzzeitig ein kleines Gefäß im Gehirn oder eines, das zum Gehirn führt.

Nur: Bei der TIA löst sich der Pfropf von selbst, die Symptome verschwinden komplett. Es bleiben keine Schäden zurück. So einen Mini-Schlaganfall erleben im Jahr etwa 125.000 Menschen in Deutschland

Betroffene sollten dankbar sein. Denn eine TIA ist ein Warnsignal des Körpers. Innerhalb des kommenden Monats erleiden etwa zehn Prozent der Betroffenen einen Schlaganfall. Ein Drittel der Patienten bekommt irgendwann im Leben einen Schlag. Um dem vorzubeugen, muss man reagieren.Gehen Sie bei der TIA am gleichen oder spätestens am nächsten Tag zum Arzt, schildern Sie die Symptome und verhindern so Schlimmeres. Es kann sein, dass nach einer TIA blutverdünnende Medikamente verschrieben werden, um das Entstehen von weiteren Blutpfropfen zu verhindern.

 

Akutfälle richtig deuten: Symptome für einen Schlaganfall

Einen akuten Schlaganfall zu erkennen, ist für Laien gar nicht so einfach. Denn die Schlaganfall Symptome reichen von halbseitigen Lähmungen bis hin zu Übelkeit, Erbrechen oder Brustschmerzen. Deshalb ist es besonders wichtig, die sechs wichtigsten Signale zu kennen, die der Körper während eines Schlaganfalls aussendet:

  1. Taube Arme oder Beine 
    Die Füße kribbeln, Gesicht, Hände oder Arme sind taub - solche Empfindungsstörungen können ein Anzeichen für einen Schlaganfall sein. Ein typisches Merkmal ist es, wenn diese Erscheinungen nur auf einer Körperseite auftreten. Auch ein SOS-Signal: Das Gesicht wirkt schief und ein Mundwinkel hängt herunter - dann unbedingt einen Arzt aufsuchen.
  2. Doppelbilder und Sichteinschränkung 
    Ein Alarmzeichen ist es, wenn auf einmal das Sehen beeinträchtigt ist - auch wenn die Störungen nur kurz anhalten. Häufig ist das Sichtfeld eingeschränkt und der Betroffene nimmt Dinge im Augenwinkel nicht mehr wahr. Ebenso kann das räumliche Sehen gestört sein. Entfernungen werden dann falsch eingeschätzt und man greift daneben oder rempelt gegen Möbel. Viele Betroffene sehen auch doppelt.
  3. Sehr starker Kopfschmerz 
    Treten ungewohnte, äußerst heftige Kopfschmerzen auf, könnte das darauf hindeuten, dass eine Hirnregion nicht richtig durchblutet wird. Möglicherweise ist dort auch ein Gefäß geplatzt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass gleichzeitig Übelkeit und Erbrechen auftreten. Auch typisch: Die betroffene Person erscheint verwirrt oder leidet sogar unter Bewusstseinsstörungen. Falls möglich, berichten Sie dem Arzt dann, womit Sie gerade beschäftigt waren, als die Beschwerden auftraten.
  4. Schwindel mit unsicherem Gang 
    Ein Symptom kann auch ein plötzliches Schwindelgefühl sein. Meist in Verbindung mit dem Verlust des Gleichgewichtes und Schwierigkeiten bei der Koordination der Gliedmaßen. Die Betroffenen taumeln, als wären sie auf einem Schiff bei hoher See. Auch Drehschwindel oder das Gefühl, in einem herabsausenden Fahrstuhl zu stehen, können vorkommen.
  5. Verständnis- und Sprachstörungen 
    Je nachdem, welche Hirnregion betroffen ist, kann das Sprachvermögen auf unterschiedliche Weise beeinträchtigt sein. Reden im abgehackten Telegrammstil, eine nuschelnde, lallende Aussprache, Verdrehen von Silben oder Buchstaben - all das weist auf eine Fehlfunktion im Gehirn hin. Ebenso ist der umgekehrte Fall möglich. Dann hört der Betroffene zwar, was man ihm sagt, kann es aber nicht richtig deuten.
  6. Enge in der Brust und Übelkeit 
    Gerade bei Frauen gibt es auch Anzeichen, die nicht nur typisch für einen drohenden Schlaganfall sind. Nehmen Sie daher auch Herzflattern oder -stolpern, Luftnot und Brustschmerzen nicht auf die leichte Schulter. In Kombination mit Schwächegefühl und Übelkeit sollten Personen der Risikogruppe (Raucherinnen, hoher Blutdruck) schnell handeln und den Notarzt verständigen.

Bei Unsicherheit empfehlen Mediziner einen einfachen Diagnose-Test: Der Betroffene soll versuchen, die Arme zu heben, zu lächeln und zu sprechen. Kann er das nicht, ist ein Schlaganfall sehr wahrscheinlich.

 

Was passiert bei einem Schlaganfall?

Die häufigste Ursache für einen Schlaganfall ist ein verstopftes Blutgefäß. Der Auslöser sind sogenannte Blutpfropfen, die sich überall im Körper bilden können. Besonders gefährdet sind Gefäße, die durch Kalk- und Fettablagerungen verengt sind. Ein solcher Blutpfropf kann über die Blutbahn ins Gehirn gelangen und dort eins der feinen Gefäße verstopfen. Die Folge: Die Nervenzellen werden nicht ausreichend versorgt und drohen abzusterben.

In der Klinik sehen die Ärzte auf einer Computertomografie, wo die Durchblutung blockiert ist. Sie verabreichen spezielle Medikamente über Infusionen, die den Blutpfropf gezielt auflösen (Lyse). So früh wie möglich beginnt dann eine Frührehabilitation mit Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten. So wird das Risiko von Folgeschäden erheblich verringert.

 

So beugen Sie einem Schlaganfall vor

Als Risikopatienten gelten Menschen mit

Diese Krankheiten sollten gut eingestellt werden. Medikamente müssen sehr konsequent genommen werden, oft lebenslang.

Auch der Lebensstil spielt eine Rolle. Wer nicht raucht, sich bewegt und etwa Normalgewicht hat, mindert sein persönliches Schlaganfallrisikosehr. Daher gilt:

 

 

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