Pharma-Skandal17 Babys in Werwölfe verwandelt - Medikament-Skandal schockt ganz Europa!

Riesen Skandal in Spanien: Ein falsches Medikament hat bei zahlreichen Babys übermäßigen Haarwuchs am ganzen Körper ausgelöst. Der Grund ist kaum zu fassen.

17 Babys in Werwölfe verwandelt - Medikament-Skandal schockt ganz Europa!
Foto: Istock
Inhalt
  1. 17 spanische Babys am "Werwolf-Syndrom" erkrankt
  2. Eine Mutter berichtet von ihrem betroffenen Sohn
  3. Medikament war falsch gekennzeichnet
  4. Skandal war schon im April bekannt
 

17 spanische Babys am "Werwolf-Syndrom" erkrankt

Sie wollten ihren Babys nur helfen und bewirkten genau das Gegenteil: Mehr als 17 Babys in Spanien leiden seit der Einnahme eines Medikaments unter extremen Haarwuchs im Gesicht, auf dem Rücken und weiteren Stellen am ganzen Körper.

 

Eine Mutter berichtet von ihrem betroffenen Sohn

"Mein Sohn bekam überall viele Haare, an der Stirn, an den Backen, an Armen und Beinen, an den Händen ... er hatte die Augenbrauen eines Erwachsenen. Das hat uns viel Angst bereitet, weil man ja nicht wusste, was los war", berichtet Ángela Selles aus Granada im "El País". Ihr betroffener Sohn war erst sechs Monate alt, als sich der extreme Haarwuchs entwickelte, der als "Werwolf-Syndrom" bezeichnet wird. Wie kann so etwas passieren?

 

Medikament war falsch gekennzeichnet

Der Pharma-Firma Química Sur ist ein krasser Fehler unterlaufen: Sie haben mehrere Präparate des Blutdruckmedikaments Minoxidil, das auch gegen Haarausfall hilft, fälschlicher Weise als Omeprazol gekennzeichnet. Dieses Medikament hilft bei Magen-Darm-Beschwerden. Die Eltern wollten also ihren Kindern ein Präparat gegen Magen-Darm-Probleme geben und gaben ihnen stattdessen ein Haarwuchsmittel, das bei den betroffenen Kindern ein extremes Haarwachstum ausgelöst hat.

 

Skandal war schon im April bekannt

Bereits im April ist die falsche Kennzeichnung des Medikaments bekannt geworden, doch erst Anfang August kam es zur Schließung der Fabrik, die dafür verantwortlich war. Die spanische Arzneibehörde AEMPS will nun dafür sorgen, dass alle falsch gekennzeichneten Medikamente vom Markt verschwinden. Es bleibt nur zu hoffen, dass nicht noch mehr Kindern der falsche Wirkstoff verabreicht wurde und die Symptome des "Werwolf-Syndroms" bei den schon betroffenen Babys schnell wieder verschwinden.

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