Introvertiert?8 Dinge, die nur introvertierte Menschen verstehen

"Wie lange muss ich auf der Party bleiben, um guten Gewissens zurück ins Bett zu gehen?", diese und andere Gedanken verstehen nur Menschen, die introvertiert sind!

Momente, die andere lieben, werden für sie zur Herausforderung: Wer introvertiert ist, fühlt sich meist mit sich selbst am wohlsten. So geht es mir zumindest oftmals. Das heißt jedoch keinesfalls, dass ich andere Menschen nicht mag. Im Gegenteil: Vertraute würden kaum von mir behaupten, ich sei introvertiert. Wen ich erst einmal in mein Herz geschlossen habe, den ich liebe ich voll und ganz - und der genießt eine gewisse Sonderstellung, was folgenden Artikel betrifft. Nur neue Menschen oder gar eine ganze Schar von ihnen sind mir, nun ja, eben fremd - und damit zwar spannend und toll - aber auch kräftezehrend. Das lasse ich mir trotzdem nicht anmerken. Ich lächle und plaudere. Eine gewisse Zeit. Dann ist mein Akku erschöpft. Denn während ich von außen betrachtet als offener Mensch wirke, sieht es in meinem Inneren oft anders aus. Deswegen richten sich diese Worte an all die Menschen da draußen, denen es genauso geht. Hallo, Weggenossen! Ihr seid nicht allein! Lasst uns zusammen eine Höhle bauen - naja, vielleicht lieber parallel. Wir müssen es ja nicht übertreiben mit den neuen sozialen Kontakten. 

 

8 Dinge und Situationen, die nur introvertierte Menschen verstehen

 

In großen Gruppen fühlst du dich wohl...

...weil du in ihnen verschwinden kannst. Zu groß dürfen sie aber auch nicht sein. Die Chancen, unangenehmen Smalltalk führen oder gar im Mittelpunkt zu stehen, sinken, wenn es genug andere Menschen gibt, die sich genau danach sehnen. Womit wir auch zu Punkt zwei kommen:

Du magst Menschen, die viel reden...

...weil du dann selbst weniger kommunizieren musst. Zuhören ist deine Stärke. Du magst es, etwas von anderen Menschen zu erfahren und saugst Informationen liebend gerne auf - währenddessen kannst du dich entspannt zurücklehnen.

Auf Partys gehst du nachhause, weil du "müde" bist...

...guckst dort aber noch sieben Folgen deiner Lieblingsserie im Bett. Gibt es ein soziale Müdigkeit? Ich glaube schon. Partys sind aufregend, aber kräftezehrend. Wer hat sich bereits bei dem Gedanken ertappt, ob er für heute mit genug Menschen geredet hat, um wieder ins warme Bett zu schlüpfen?

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Festivals und Gruppenreisen verstehst du nicht...

...während andere sie lieben. Zwar sind hier ebenfalls große Gruppen vorhanden, aber nun ja, dann eben doch zu viele. Wieso verbringen manche Menschen freiwillig mehrere Stunden, gar Tage, am Stück auf kleinstem Raum mit anderen Menschen - wovon die meisten alkoholisierte Fremde sind? Ein Hoch auf Tagestickets! Denn Spaß hast du ja sehr wohl, nur eben solange, bis der soziale Kater kommt:

Denn dann folgt der soziale Kater

Wenn du schon vor einem Besuch von Freunden ausrechnest, wann du den nächsten Abend allein in deinem Bett verbringen kannst - um den sozialen Kater auszukurieren. Die Party zieht sich in den Morgen? Grandios! Der Sonntagabend gehört jedoch dir allein. So abgöttisch du deine Freunde auch liebst, brauchst du nach Treffen Zeit für dich, allein, um deine Batterien aufzuladen. Übrigens: Der Sonntagabend könnte in meiner Welt durchaus als Messlatte der Liebe gesetzt werden. Wenn du es schaffst, dass ich diesen freiwillig mit dir teile, muss ich dich sehr, sehr lieb haben. 

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Du wirst ständig gefragt, "ob alles okay ist"?

Wenn du dich gerade in einer Gruppe von Menschen eingerichtet, eine Person zum Zuhören gefunden und begonnen hast, dich richtig wohl zu fühlen, ausgerechnet dann kommt die Frage, die alle Introvertierten hassen: "Ist alles okay? Du bist so ruhig!" 

Bist du dann doch einmal extrovertiert, hinterfragst du jedes Wort

Und ab und an passiert es, in der richtigen Gruppe von Menschen, mit der richtigen Menge an Alkohol oder einfach nur einer ordentlichen Portion guter Laune, dass du die Tür öffnest und einen Schritt in die andere Welt wagst: Ja, auch Introvertierte können extrovertiert sein. Und das fühlt sich von Zeit zu Zeit auch gut an. Bis sie wieder in ihr Innerstes zurückkehren und sich am nächsten Morgen fragen, ob sie nicht vielleicht doch ein bisschen viel von sich preisgegeben haben. Das ist wohl die introvertierte Version des "Was habe ich getan"-Moments eines Alkohol-Katers.

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Eigentlich magst du Katzen. Und Menschen.

Katzen gehen sehr bedacht mit ihrer Zuneigung um. Sie haben ihren eigenen Kopf. Sie sind da, sie schnurren, sie gehen aber auch wieder, wenn sie die Schnurrbart-Schnauze voll haben. Mit Katzen teilt man sogar den Introvertiert-Sonntag. Und wie gesagt auch mit manchen Menschen. Denn zuletzt möchte ich mit einem Vorurteil aufräumen: Introvertiert zu sein, heißt nicht, keine Gesellschaft zu mögen. Es heißt viel mehr, diese ganz bewusst, in kleinen oder großen Dosen, zu genießen.

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