Lebensmittel

Alles auf Anfang: 2026 krempelt die Lebensmittelwelt um

Neues Jahr, neue Spielregeln! Ab 2026 wird für Verbraucherinnen und Verbraucher vieles besser und übersichtlicher im Supermarkt. Klingt spannend? Ist es auch!

Junge Frau im Supermarkt
Mit neuen, verständlichen Kennzeichnungen und einem verbesserten Nutri-Score wird der Einkauf 2026 noch leichter und transparenter für dich! Foto: iStock/dragana991
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Gleich mehrere neue Regelungen treten in Kraft, die deinen Alltag beim Einkauf ordentlich aufmischen. Wir behalten für dich den Überblick.

Nutri-Score – jetzt wirklich fair und ehrlich?

Der Nutri-Score bekommt ein richtiges Facelift! Die bekannte Skala von A bis E zeigt weiterhin, wie gesund ein Produkt ist. Doch bisher konnten selbst Zuckerbomben wie weißes Toastbrot oder gesüßtes Kakaopulver die Bestnote A abstauben – damit soll jetzt Schluss sein.

Ab sofort werden hohe Zucker-, Fett- und Salzgehalte strenger bewertet, während Proteine und Ballaststoffe Pluspunkte bringen. Besonders gut: Nüsse und gesunde Öle erhalten ihre eigene Bewertungskategorie, weil ihr Fettgehalt jetzt als „guter Fettanteil“ zählt.

Auch Getränke landen künftig komplett in einer eigenen Kategorie. Milchdrinks beispielsweise werden nicht mehr wie normale Lebensmittel gewertet und Süßstoffe in Getränken erhalten eine besonders kritische Note.

Eier aus Käfighaltung? Nicht mehr in Deutschland!

Wer beim Eierkauf auf Tierwohl achtet, kann aufatmen: Die Käfighaltung ist ab 2026 endlich tabu – zumindest in Deutschland. In anderen EU-Ländern bleibt das jedoch erlaubt. Willst du auf Nummer sicher gehen, erkennst du am Erzeugercode, ob die frischen Eier aus Deutschland kommen.

Aber Achtung: In verarbeiteten Produkten wie Kuchen oder Nudeln bleibt oft unklar, wie und wo die Eier produziert wurden. Hier musst du weiterhin genau hinschauen!

Mehr Fruchtgenuss in Marmelade & Co.

Endlich mehr Frucht aufs Brötchen – Hersteller müssen künftig ordentlich nachlegen. In jedes Kilo Konfitüre müssen mindestens 450 Gramm Frucht – vorher waren es mickrige 350 Gramm. Bei Konfitüre extra werden es sogar 500 Gramm!

Und das Beste: Die ewige Namensverwirrung ist vorbei. Egal welche Frucht, du darfst sie ab jetzt alle Marmelade nennen. Nur Zitrusfrüchte werden weiterhin als Zitrusmarmelade gekennzeichnet.

Schluss mit der Mogelpackung!

Kennst du das? Große Verpackung, kleiner Inhalt – und plötzlich wird’s auch noch teurer? Damit ist ab August 2026 endlich Schluss! Die neue europäische Verpackungsverordnung verbietet diese Tricksereien.

Auch Einwegverpackungen sollen reduziert werden – Hersteller setzen künftig auf Mehrweg. Besonders bei Getränken musst du dich auf mehr Pfandprodukte einstellen. Das Gesetz ist schon seit Februar 2025 in Kraft, die Übergangsfrist läuft aber noch bis August 2026.

Weniger Schadstoffe in Verpackung und Trinkwasser

Good News für alle Gesundheitsbewussten: Ab dem 20. Juli 2026 müssen alle Lebensmittelverpackungen und -kontaktartikel komplett BPA-frei sein! Der schädliche Stoff Bisphenol A ist dann endgültig Geschichte – zumindest in neuen Produkten. Bereits produzierte Flaschen dürfen jedoch noch bis 2029 verkauft werden.

Auch das Trinkwasser wird sauberer, denn für schädliche PFAS-Chemikalien gelten deutlich strengere Grenzwerte: Höchstens 0,1 Mikrogramm pro Liter sind noch erlaubt.