Härterer SexBDSM: Zehn Tipps für Einsteiger

Diese BDSM-Tipps für Einsteiger helfen beim Lernen: So funktioniert Sex als Spiel zwischen Dominanz und Unterwerfung.

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Inhalt
  1. Wie funktioniert BDSM - und was soll das?
  2. Sich online zurechtfinden
  3. Onlinekontakte: Wie lerne ich Leute kennen?
  4. Stammtische
  5. SM-Kauderwelsch
  6. Neigung, Rolle, Fetisch
  7. Wie wichtig ist ein Safeword?
  8. BDSM und Alltag
  9. Lohnen sich Workshops?
  10. Dresscode: Was ziehe ich bloß an?
  11. Muss man auf Partys (mit)spielen?

Wer den Film Shades of Grey gesehen hat, wird nachher vielleicht Lust haben, selbst BDSM-Sex auszuprobieren. Mit diesen Tipps gelingt der Einstieg in die SM-Szene.

Seit dem Erfolg der 50 Shades of Grey-Trilogie scheint BDSM (Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism) salonfähig geworden zu sein. Daraus ließe sich leicht der Schluss ziehen, dass in vielen Schlafzimmern Abwechslungsbedarf herrscht. Aber ist das tatsächlich so? Haben die Menschen genug von Missionarsstellung und Blümchensex? Ist es Zeit für die Peitsche im Nachttisch und die Handschellen am Bettpfosten?

Viele Menschen fragen sich, was es auf sich hat, mit diesen Sexualpraktiken, die sich um Lust an Schmerz, um Macht und Ohnmacht drehen. Wir geben einen Einblick und Tipps für Experimente...

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Wie funktioniert BDSM - und was soll das?

Julia Strassburg wollte es wissen: Auf der Suche nach Antworten jenseits von Stereotypen hat sie die BDSM-Szene aufgesucht und sich dort umgesehen.

Im Selbstversuch hat sie verschiedene Veranstaltungen besucht und Menschen aus der Szene über ihre besondere Art zu lieben befragt. Aus diesen Begegnungen ist der Szeneguide "Wo die Liebe hinschlägt" entstanden. "Ich möchte den Lesern einen kleinen Einblick geben, sie mitnehmen. Sie dürfen Mäuschen spielen, durchs Schlüsselloch schielen. Vielleicht erkennt man hinterher,dass einiges mehr hinter der SM-Szene steckt, als man bisher vermutet hat", erklärt Julia Strassburg. In dem Buch stehen unter anderem diese zehn Tipps für Einsteiger in der BDSM-Szene.

 

Sich online zurechtfinden

Eine der bekanntesten Online-Plattformen ist die »Sklavenzentrale«. Die SZ deckt viel mehr ab als bloße Partnersuche, sie ist eine riesige Informationsplattform für Neigungen aller Art. Gerade Neulinge können sich hier einen Überblick verschaffen. (Anmerkung der Redaktion: Eine Alternative ist zum Beispiel die Seite gentledom.de, mit deren Betreiber wir ein Interview geführt haben.)

 

Onlinekontakte: Wie lerne ich Leute kennen?

Ganz egal ob Mann, Frau oder Transgender: Geh es lieber etwas langsamer an. Schließlich weißt du nicht, mit wem du es zu tun hast. Also lieber erst mal Finger weg von Einzeltreffen und zunächst nach öffentlichen Gruppen suchen, nach Stammtischen, Workshops oder dergleichen. Wenn du nicht allein gehen magst, schreib am besten vorher Leuten, die sich für die Veranstaltung angemeldet haben. Kaum jemand reagiert Neulingen gegenüber abweisend und besonders Stammtische zeigen sich offen und hilfsbereit.

 

Stammtische

Davon gibt es jede Menge und Stammtischsuche kann durchaus Spaß machen. Nicht gleich verzagen, wenn beim ersten Mal nicht die "richtigen" Leute dabei waren, mit der Zeit findest du Leute, mit denen du auf einer Wellenlänge bist. Such dir Gleichgesinnte im Netz und schreib ihnen. Oder noch besser: Such nach einer Anfängergruppe und geh gemeinsam mit Leuten aus deiner Region hin.

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SM-Kauderwelsch

Age Play, Dental Dam, Tawse, Gender-Bender, Pony Play, Switcher – du verstehst kein Wort? Kein Problem. Das SM-Kauderwelsch ist ein Urwald und man tut gut daran, die meisten dieser Wörter einfach zu ignorieren. Um während eines Gesprächs auf den Punkt zu kommen, sind Wörter wie Sub, Top, Bottom oder Dom aber wirklich sinnvoll. Techniken, Toys und Fetische haben ebenfalls spezielle Namen. Auch das ist sicherlich sinnvoll – für jene, die ihrem Kind gern einen Namen verpassen. Dann steht das SM-Kauderwelsch hilfreich zur Seite.

 

Neigung, Rolle, Fetisch

"Nosceteipsum!" – Erkenne dich selbst! Auf die Entdeckung der Neigung folgt immer ihre Ergründung. Es ist verführerisch, bei dem Versuch, sich selbst zu verstehen, auf etablierte Modelle oder Defnitionen zurückzugreifen. Für BDSM gibt es eine Menge davon, vor allem seit das Thema im Internet und in anderen Medien omnipräsent ist. Dabei vergessen wir leicht, dass vieles, was dort dargestellt wird, nichts als Konstruktion ist. Modelle erklären BDSM und seine Bedeutung so wenig wie Dr. Sommer den ersten Orgasmus. Sexualität lässt sich nur über das Erleben entdecken.

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Wie wichtig ist ein Safeword?

Kommunikation ist der Schlüssel, nicht nur in einer Partnerschaft, sondern auch beim SM. Ein Safeword meint ein Signal, das dem Partner auch in der unmöglichsten Spielsituation signalisiert, wie es einem geht. Es kann zum Abbruch einer Situation dienen, aber auch zur einfachen Rückmeldung von Gefühlen. Wird eine Situation abgebrochen, ist es wichtig, einander aufzufangen und füreinander da zu sein, ganz ohne Rücksicht auf irgendwelche Rollen.

 

BDSM und Alltag

Auch in der SM-Szene gibt es viele, die sich eine öffentliche Akzeptanz ihrer Sexualität wünschen. BDSM ist eine geschlechtsunspezifische sexuelle Neigung mit vielfältigen Erscheinungsformen. Manche ihrer Spielarten tragen Sexualität in den öffentlichen Raum und einige berühren die Grauzonen der Schutzrechte von Körper, Psyche und Person. In der Entdeckungsphase vergisst du womöglich, dass deine Sexualität nicht die der Allgemeinheit ist. Was und wie viel du davon mit wem teilst, sollte gut überlegt sein. Nimm dir Zeit, dich selbst zu entdecken, aber lass dich von deiner Neigung nicht beherrschen.

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Lohnen sich Workshops?

Kann man Hauen eigentlich lernen? Muss man dafür mutig, verrückt, gemein oder vielleicht sogar einfühlsam sein? Wenn du dir solche oder andere Fragen stellst, dann solltest du dich tatsächlich besser informieren. Workshops machen Sinn.

 

Dresscode: Was ziehe ich bloß an?

Auch in der BDSM-Szene gibt es Dresscodes. Explizit finden sie sich in den Beschreibungen von Partys. Sie verraten, welches Publikum der Veranstalter anziehen, welche Stimmung er erzeugen will, und helfen, das Ereignis zu etwas Besonderem zu machen. Sich an einen solchen Dresscode zu halten gehört zum guten Ton. Bei der Wahl solltest du natürlich bedenken, dass andere anhand deiner Kleidung versuchen werden, deine Rolle und Neigung abzulesen. Wer eher dominant ist, lässt zum Beispiel besser die Finger von Halsbändern.

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Muss man auf Partys (mit)spielen?

Spielen kannst und musst du nicht auf jeder Party. Es gibt ganz viele unterschiedliche Formate. Grundsätzlich gilt: Nur wo Play-Party drauf steht, ist auch Play-Party drin. Außerdem ist die SM-Szene kein Swingerklub, aller Promiskuität zum Trotz und selbst Play-Partys haben ihre jeweils eigenen Regeln. Zum Spielen gezwungen wirst du nie, es sei denn, du bestehst darauf. Ungehemmtes Baggern ist allerdings verpönt. Gerade im Angesicht von Ausschweifungen und nackten Tatsachen ist Charme Trumpf. Dies gilt genauso für Diskretion. Auch wenn Paare öffentlich spielen, ist das keine Einladung zum Mitmachen, Kommentieren oder Anfassen.

Du willst mehr erfahren? Das findest du in diesem persönlichen BDSM-Ratgeber und Szeneguide "Wo die Liebe hinschlägt":

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