Hitzewelle

Bis zu 1000 Euro Bußgeld! Erstes Bundesland greift mit Hitze-Regel hart durch

Wegen der extremen Hitze verhängt NRW als erstes Bundesland strenge Verbote, die den Wasserverbrauch reduzieren sollen.

Hitzewelle Juni 2026. Mannheim, Nahaufnahme von einem Thermometer 11.00 Uhr Vormittags in den Mannheimer Quadraten. In den Innenstädten am Oberrhein könnten am Wochenende nächtliche Temperaturrekorde fallen.
Die extremen Temperaturen belasten Mensch und Tier. Deshalb ist es umso wichtiger Wasser zu sparen. Foto: IMAGO / Herrmann Agenturfotografie
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Die Sonne brennt – und in gleich vier Ostwestfalen-Gemeinden (NRW) wird der Wasserhahn zugedreht! In Hille, Hüllhorst, Bad Oeynhausen und Löhne heißt es ab sofort: Schluss mit Rasensprengen, Autowäsche und Poolauffüllen, ansonsten droht ein hohes Bußgeld.

Ordnungsämter können jetzt Bußgelder verhängen

Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ greift durch und verbietet jede unnötige Wasserverschwendung.

Heißt konkret: Wer jetzt noch sein Auto wäscht oder den Pool befüllt, riskiert ein saftiges Bußgeld von bis zu 1.000 Euro! Erlaubt ist Leitungswasser nur noch für das Nötigste – also Kochen, Trinken und die persönliche Hygiene.

Dabei hatten die Behörden zuvor an die Vernunft der Bürger appelliert. Die Warnampel stand bereits auf Rot – doch der Verbrauch blieb hoch. Die Folge: Die Wasserspeicher leeren sich immer schneller, weil mehr entnommen wird, als nachgepumpt werden kann. Sinkt der Pegel weiter, droht im schlimmsten Fall sogar ein Versorgungsengpass.

Wie lange die strengen Maßnahmen gelten, wird jetzt täglich neu entschieden. Klar ist: Die Lage ist ernst – und jede und jeder kann mithelfen, Wasser zu sparen.

Dennoch: Kein Grund zur Panik!

Trotzdem „Es liegt keine Wasserknappheit bei den Trinkwasserressourcen vor. Vielmehr ist die Situation durch das technische Versorgungssystem bedingt“, betont Berthold Niehues vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) dem „Westen“ gegenüber.

Auch landesweit gibt es laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima keinen Grund zur Panik. Flüsse und Talsperren sind gut gefüllt. Das wichtige Grundwasser verzeichnet mittlere bis sehr hohe Werte. Dank eines nassen Mais melden die Talsperren im Ruhrgebiet Reserven von über 90 Prozent.

Trotzdem fordern Expert*innen einen bewussten Umgang. „Und es macht ja auch einen Unterschied, ob ich einen 15.000 Liter Pool befülle oder mit den Kids mal in den Garten gehe und alle mit dem Wasserschlauch abspritze“, erklärt Niehues.