Spaß mit KindernBlätter pressen: So holst du dir den bunten Herbst ins Haus

Wer hat das in der Kindheit nicht auch selbst gemacht? Blätter pressen gehört zum Herbst einfach dazu wie raschelndes Laub. Aber wie ging das nochmal?

Inhalt
  1. Blätter pressen: Erstmal raus in die Natur
  2. Verschiedene Techniken zum Blätter pressen und trocknen
  3. Was du mit den gepressten Blättern machen kannst

Die faszinierenden Formen der Blätter betrachtet man als Kind ganz erstaunt – und dann nimmt man die schönen bunten Blätter mit nach Hause, um sie zu pressen. Doch das ist lange her. Wie du Blätter richtig presst und deinen Kindern wunderschöne Erinnerungen bescherst, erfährst du hier.

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Blätter pressen: Erstmal raus in die Natur

Blätter zu pressen ist eine ganz besonders gute Sache – die Kinder haben Spaß, kommen an die frische Luft und lernen auch noch etwas dabei. Und du selbst kannst an deine eigenen Kindheitserinnerungen zurückdenken.

Gerade im Herbst gibt’s für die Kids besonders viel zu entdecken. Sie können mit bunten Blättern spielen, im Laub toben, Tiere beobachten oder einfach sammeln, was die Natur so hergibt: Eicheln, Äpfel, Birnen, Bucheckern, Kastanien oder auch schöne Blätter, die dann gepresst werden.

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Verschiedene Techniken zum Blätter pressen und trocknen

Es gibt verschiedene Wege, die Blätter zu trocken. Je nach Technik geht es recht flott oder dauert dann eine Weile – aber das schmälert den Begeisterungsgrad bei den Kindern nicht, denn das Warten hat ja auch was Schönes, wie wir zum Beispiel aus der Weihnachtszeit wissen.

Hier nun die verschiedenen Techniken zum Blätter pressen:

  1. Pflanzenpresse: Dieses Instrument wurde extra für den Zweck des Pressens von Blättern, Blumen und anderen Pflanzen erfunden. Es besteht aus zwei Holzbrettern, die mit vier Schrauben an jeder Ecke zusammengepresst werden. Dazwischen legt man das Blatt zwischen Lösch-, Küchen- oder Zeitungspapier, damit die Feuchtigkeit aus dem Blatt gesaugt wird. Nach einem Tag kontrollierst du, ob das Papier feucht ist. Wenn ja, wechselst du es.
  2. Zwischen schweren Büchern: Die klassische Methode: einfach zwei schwere Bücher zur Hand zu nehmen, die größer als das Blatt sind. Du legst sie einfach aufeinander – das Blatt liegt dann dazwischen. Auch hier kannst du Lösch-, Küchen oder auch Zeitungspapier nehmen, um das Blatt dazwischen zu legen. Auch hier nach einem Tag das Papier kontrollieren.
  3. In sehr schweren Büchern: Hast du einen richtig dicken Schmöker daheim rumliegen, kannst du die Blätter auch einfach zwischen die Seiten legen. Hierbei solltest du aber zwei Seiten Papier um das Blatt herumlegen, damit die Seiten nicht dreckig werden. Am besten packst du das Buch dann unten in einen Stapel, damit es richtig zusammengedrückt wird.
  4. Mikrowellen-Trick 1: Mit dieser Variante geht es besonders schnell, allerdings ist sie auch etwas unromantisch. Einfach zwei Stück Küchenpapier nehmen und das Blatt dazwischen legen. Das kommt dann zusammen mit einer Tasse Wasser in die Mikrowelle – denn du willst das Blatt ja nicht grillen. Den Timer stellst du auf 10 Sekunden – danach wird gecheckt, ob das Blatt schon trocken ist. Ist das nicht der Fall, kannst du das Prozedere einfach wiederholen.
  5. Mikrowellen-Trick 2: Vielleicht ist es dir ja schon aufgefallen – richtig gepresst werden die Blätter wie oben beschrieben in der Mikrowelle nicht. Willst du die Blätter pressen, kannst du sie auch mit einem Gummi zwischen zwei Fliesen spannen, wie Plantopedia schreibt. Dafür brauchst du neben Küchenpapier auch Pappe. Zuerst legst du eine Fließe mit der glasierten Seite nach oben auf den Tisch. Darauf kommen Pappe und eine Lage Papier. Danach das Blatt drauflegen, dann wieder Papier, Pappe und die zweite Fliese. Die ganze Konstruktion wird mit zwei Gummibändern umspannt und für 60 Sekunden auf höchster Stufe in die Mikrowelle gegeben. Danach kontrollieren, ob die Blätter trocken sind, sonst einfach wiederholen. VORSICHT: Die Fliesen werden heiß, also besser Topflappen nehmen.
  6. Bügeln: Diese Methode funktioniert ähnlich wie eine andere Kindheitserinnerung: die Bügelperlen. Hierfür brauchst du zwei Stück Wachspapier und ein altes Handtuch. Das trockene Blatt legst du zwischen das Papier, das Handtuch kommt einfach drüber. Dann bügelst du, bis die gebügelte Seite des Blattes trocken ist und machst das ganze nochmal von der anderen Seite. Damit werden die Blätter schön glatt und das Wachs sorgt dafür, dass auch die schönen Farben erhalten bleiben.
  7. Ab ins Salzbad: Du kannst die Blätter natürlich auch mit dem guten alten Hausmittel Salz trocknen. Dafür füllst du Salz in eine Dose, legst ein Blatt darauf, füllst die nächste dicke Schicht Salz darauf und verschließt die Dose. Das Salz entzieht dem Blatt nun vier Tage lang Wasser – danach sollte es aber nicht mehr verwendet werden, daher ist diese Methode nicht nachhaltig. Alternativ kannst du auch Katzenstreu oder Waschmittel nehmen, wie Hausgarten.net schreibt.

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Was du mit den gepressten Blättern machen kannst

Die gepressten oder auch getrockneten Blätter kannst du nun vielfältig verwenden. Zum einen kannst du ein Herbarium anlegen. Dann lernen deine Kleinen noch viel mehr über die Blätter und Pflanzen, die sie gesammelt haben.

Ihr könnt aber auch gemeinsam basteln. Die Blätter können beispielsweise in einen Bilderrahmen gepackt und an die Wand ins Kinderzimmer gehangen werden. Du kannst die Blätter aber auch zusammen mit den Kids mit Fäden an einen Ast binden und das kleine Kunstwerk ins Kinderzimmer hängen.

Noch kreativer können die Kinder aber sein, wenn sie das gepresste Blatt auf Papier legen und dann drumherum ein Bild malen – beispielsweise mit Wasserfarben.

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