„Das passiert in der Natur nicht selten“

Buckelwal Timmy: Jetzt spricht Sarah Connor ein Machtwort zum Ostsee-Drama!

Sarah Connor sorgt im Fall von Buckelwal Timmy mit klaren Worten statt Rettungsversprechen für hitzige Diskussionen.

Collage: Links Sarah Conner mit Mikro vor dem Körper, rechts Timmy im Wasser.
Sarah Connor setzt sich für Tiere ein, aber an ein Happy End für Timmy glaubt sie nicht. Foto: IMAGO / APress / Marc Stinger
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Seit Tagen bewegt das Schicksal des Buckelwals Timmy die Öffentlichkeit. Das Tier steckt in der Bucht vor Poel fest – und viele hoffen auf Hilfe. Besonders eine Stimme wurde immer wieder eingefordert: die von Sarah Connor. Die Sängerin, die sich seit Jahren für den Schutz von Meeressäugern engagiert, hat sich nun ausführlich geäußert. Ihre Botschaft sorgt allerdings für heftige Reaktionen.

Connor, die unter anderem eine Stiftung zum Schutz von Orcas gegründet und Expeditionen begleitet hat, macht direkt klar, wie groß die Erwartungen an sie sind. „Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Super-Woman-Cape umwerfe und den Wal rette.“ Doch genau das weist sie entschieden zurück.

„Ich kann ihm nicht helfen“

In ihrer Stellungnahme beschreibt Connor, wie viele Nachrichten sie täglich erreichen. Gleichzeitig betont sie, dass sie sich mit Fachleuten austauscht, die Erfahrung mit solchen Situationen haben. Dennoch kommt sie zu einem ernüchternden Schluss: „So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde: Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr.“

Ein zentraler Punkt ihrer Argumentation ist die Unsicherheit rund um den Zustand des Tieres. Viele entscheidende Fragen seien unbeantwortet: Warum hat der Wal die Orientierung verloren? Ist er krank? Welche Rolle spielt das Netz in seinem Maul? Connor erklärt, dass genau dieses Netz ein großes Risiko darstellt. Es sei unklar, ob Teile bereits verschluckt wurden oder sich um innere Organe gelegt haben. „All das sind Dinge, die die Überlebenschancen zusätzlich senken.“

Hinzu kommt die schwierige Lage vor Ort. In dem flachen Wasser könne der Wal sein Maul nicht öffnen, wodurch eine Untersuchung oder Hilfe massiv erschwert werde. Selbst ein Befreiungsversuch könnte laut Connor mehr Schaden als Nutzen bringen.

Natur oder menschengemachtes Problem?

Connor ordnet das Geschehen auch grundsätzlich ein. Sie weist darauf hin, dass Strandungen bei Walen keine Seltenheit sind: „Ich habe schon mehrfach gestrandete und verendete Wale gesehen, Orcas, Grau- und Buckelwale. Das passiert in der Natur nicht selten.“ Gleichzeitig stellt sie die entscheidende Frage nach den Ursachen.

Dabei rückt sie den Einfluss des Menschen in den Fokus. Lärm durch Schifffahrt, mögliche Vorerkrankungen oder vor allem sogenannte Geisternetze könnten eine Rolle spielen. Diese Überreste der Fischerei treiben oft unkontrolliert im Meer und werden für viele Tiere zur tödlichen Falle. Für Connor ist Timmy daher nicht nur ein Einzelfall, sondern auch ein Symbol: für die Belastung der Ozeane durch den Menschen.

Appell an die Öffentlichkeit

Statt auf spektakuläre Rettungsaktionen setzt Connor auf langfristige Veränderungen. Ihr Appell richtet sich direkt an ihre Follower: „Esst weniger oder am besten gar keinen Fisch, reduziert euren Konsum.“ Außerdem ruft sie dazu auf, sich über die Herkunft von Fisch zu informieren und nachhaltige Alternativen zu unterstützen.

Für sie liegt die Verantwortung nicht nur bei Behörden oder Experten, sondern auch bei jedem Einzelnen. Die zentrale Frage sei: Was könne man aus diesem Fall lernen? Ihr Fazit: Wenn Timmy nicht umsonst sterben soll, müsse man die Ursachen bekämpfen – nicht nur die Symptome.

Heftige Kritik aus den sozialen Medien

Doch nicht alle reagieren verständnisvoll auf Connors Aussagen. In den sozialen Medien hagelt es Kritik. Einige Nutzer werfen ihr fehlende Fachkenntnis vor: „Daran merkt man, dass du absolut keine Ahnung hast. Du warst nicht vor Ort und laberst alles nach, was die Medien dir vorgeben.“

Andere zeigen sich enttäuscht: „Und ich dachte, du hast ein Herz für Wale, traurig!

Besonders scharf fällt ein weiterer Kommentar aus: „Ai ai ai Sarah,daran merkt man das du absolut keine Ahnung hast...du warst nicht vor Ort und laberst alles nach was die Medien dir vorgeben....wir sind Menschen die sehen was wirklich passiert, nämlich das Timmy gequält wird, er wäre wahrscheinlich schon im Meer nein aber der ach so tolle Minister lehnt jede Rettung ab. Ein sterbendes Tier Frau Connor zeigt nicht so viele Aktivitäten, also bitte klappe halten oder was zur Rettung beitragen☝️“

Auch ein bekanntes Zitat wird gegen sie verwendet: „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“