Mythos oder Wahrheit?

Darf ich baden? 5 Irrtümer zur Blasenentzündung

Um die Blasenentzündung ranken sich zahlreiche Mythen, wie: Eine Blasentzündung kommt beim Baden. Was ist Irrtum und was entspricht der Wahrheit? Wir klären auf.

Blasenentzündungen können sehr schmerzhaft sein.
(1/6) iStock/Henadzi Pechan

5 Irrtümer zum Thema Blasenentzündung

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(2/6) Augenblicke, fotolia

Blasenentzündungen bekommen nur Frauen, die häufig ihre Sexualpartner wechseln?

Tatsächlich ist eine Frau durch den Kontakt mit jedem neuen Sexualpartner mehr potenziellen Erregern einer Blasenentzündung ausgesetzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch eine Infektion stattfinden muss. Eine Erkrankungsgefahr besteht nur dann, wenn die Blase nach dem Geschlechtsverkehr nicht entleert oder keine optimale Intimhygiene betrieben wird.

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(3/6) Vladimir Voronin, fotolia

Beugt zu viel waschen einer Blasenentzündung vor?

Allzu häufige und heftige Hygienemaßnahmen schaden mehr als sie nützen. Aggressive Seifen und heißes Wasser sowie Intimsprays greifen die Vaginalflora an. Dann haben Krankheitserreger ein leichtes Spiel.

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(4/6) Ernst-Rose, pixelio

Lässt sich eine Blasenentzündung "wegtrinken"?

Eine hohe Flüssigkeitszufuhr ist zur Vorbeugung beziehungsweise im Anfangsstadium einer Blasenentzündung durchaus ratsam, da Krankheitserreger so ausgeschwemmt werden. Am besten eignen sich Wasser, Tees und Fruchtsaftschorlen. Nachteilig wirken sich hingegen Schwarztee, Kaffee und Alkohol aus. Ist die Blasenentzündung allerdings erst einmal fortgeschritten, nützt Trinken allein nur wenig. Dann sind der Weg zum Arzt und die Verschreibung eines Antibiotikums unausweichlich.

Um sich gegen einen neuen Infekt zu wappnen, kann „frau“ einiges tun: Warm anziehen, Unterkühlungen vermeiden und auf eine gesunde Ernährung achten, um das Immunsystem zu stärken.

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(5/6) stock.xchng

Kommt eine Blasenentzündung beim Baden?

Eine Blasenentzündung holt man sich oftmals im Schwimmbad? Das Wasser in den Schwimmbecken ist gechlort und die Anzahl der Keime dadurch stark vermindert. Die Wahrscheinlichkeit, sich nach einem Sprung ins kühle Nass einen Harnwegsinfekt zuzuziehen, ist daher nicht erhöht.

Krank wird nur, wer sich außerhalb des Beckens im feuchten Badeanzug aufhält und dabei den Unterleib verkühlt. Darum gilt: Badebekleidung nach dem Schwimmen immer gleich wechseln!

Und was, wenn die Blasenentzündung schon da ist? Öffentliche Gewässer sollten definitiv gemieden werden. Ein Bad in der Badewanne kann aber zum Wohlergehen beitragen. Wichtig ist, dass der Körper nicht auskühlt. Hier gilt: Am besten ausprobieren, wie auf ein Bad reagiert wird. Da Wärme ein gutes Hausmittel gegen Blasenentzündungen ist, empfiehlt sich hier auch einfach ein wärmendes Fußbad. 

Was tun bei Blasenentzündung?

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(6/6) bilderbox, fotolia

Sind Blasenentzündung eine reine Frauenkrankheit?

Keineswegs. Etwa ab dem 40. Lebensjahr neigen auch Männer hin und wieder zu Blasenentzündungen. Ursache ist in den meisten Fällen eine harmlose Prostatavergrößerung.

Diese bewirkt, dass nach dem Toilettengang ein wenig Restharn in der Blase zurückbleibt – eine ideale Grundlage zur Vermehrung von Bakterien.

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Blasenentzündungen sind sehr schmerzhaft - und gar nicht so selten. Einige Frauen leiden immer wieder unter dieser unangenehmen Entzündung, auch Zystitis genannt, die sich unter anderem durch starkes Brennen beim Urinieren äußert. Aber auch Schmerzen im Unterleib oder ein häufiger Harndrang können Symptome sein. Viele wissen aus leidvoller Erfahrung, wie sich die Symptome einer Blasenentzündung anfühlen, sind allerdings unsicher, woher die Blasenentzündung kommt und was dagegen hilft.

Wann sollte ich mit einer Blasenentzündung zum Arzt gehen?

Den Gang zum Arzt sollten sie antreten, Männer generell, denn eine Harnwegsinfektion ist bei ihnen selten. Auch Schwangere, Diabetiker und Kinder sollten bei einer Blaseninfektion die Ursachen einmal beim Arzt abklären. Genau wie alle, die auch nach drei Tagen noch Symptome haben oder Fieber auftritt.

Es werden zwei Arten der Zystitis unterschieden

Ärzte unterscheiden zwischen einer unkomplizierten Zystitis und einer komplizierten Blasenentzündung. Erste ist eine Harnwegsentzündung, bei dem Betroffene keine Risikofaktoren besitzen. Leidet die betroffene Person allerdings beispielsweise bereits an einer Abwehrschwäche oder einer Blasenfunktionsstörung, kann es zu einer komplizierten Zystitis kommen.

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Menschen mit solch einer Vorgeschichte wissen meist um das Risiko. Doch bei vielen anderen ranken sich zahlreiche Mythen um die Blaseninfektion. Welche Irrtümer es immer noch gibt, erfährst du bei uns. Klick dich dafür einfach durch die Bildergalerie.

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