Fellnasenfest

Darf mein Haustier Weihnachten feiern?

Um die Festwochen mit unseren Lieblingen entspannt genießen können, gilt es ein paar Dinge zu beachten

Haustier Weihnachten
Foto: mixetto/iStock
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Weihnachten ist ein ganz besonderes Fest – und zwar für die ganze Familie! Und zu der gehören nicht nur Eltern, Kinder, Oma, Opa & Co., sondern natürlich auch unsere tierischen Freunde. Trotzdem gelten für Hund und Katze andere Regeln in der Adventszeit als für uns, und manchmal ist auch Vorsicht geboten. Tierärztin Dr. Ursula von Einem vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte sagt, worauf es jetzt ankommt.

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Ein Plätzchen für Bello?

Die süßen Leckereien können für Hund und Katze zu einer echten Gefahr werden. Schokolade enthält nämlich Theobromin, einen koffeinähnlichen Stoff, der bei Hunden schon in geringen Mengen zu Krämpfen und Herzrhythmusstörungen führen kann.

Auch Stollen sind wegen der Rosinen gefährlich. Dr. Einem: „Sie verursachen bei Hunden und Katzen ernsthaften Magen-Darm-Probleme.“

Ein Stückchen Gänsebraten, Mieze?

Grundsätzlich gilt: Hunde und Katzen sollten nichts fressen, was für Menschen gekocht ist. Gewürze wie zum Beispiel Muskat und Bittermandel können den Vierbeinern auf den Magen schlagen. Geflügel und Fisch sind zudem tabu, weil die feinen Knochen beziehungsweise Gräten innere Verletzungen verursachen können.

Lichterglanz am Tannenbaum

Dr. Ursula von Einem: „Am besten wäre es, wenn der Weihnachtsbaum in einem Zimmer aufgestellt wird, das für das Tier nicht zugänglich ist. Ansonsten sollte möglichst immer jemand dabei sein, wenn Tier und Weihnachtsbaum zusammenkommen.“

Denn ein geschmückter Baum kann einige Gefahren bergen, u.a. Lichterketten, Kugeln und andere Dekorationen. Hund und Katze können sich verfangen oder verletzten, wenn die Dekoration – etwa durch das Spiel eines neugierigen Tieres – hinabfällt und zerbricht.

Welches Weihnachtsgrün ist gefährlich?

Stechpalmen, Misteln und Weihnachtssterne gehören zu den beliebtesten Pflanzen in der Weihnachtszeit und sind leider auch allesamt giftig. Falls Hund oder Katze davon ein Blatt verschluckt haben, ist laut Dr. Ursula von Einem „nicht unbedingt Handlungsbedarf gegeben, da diese Pflanzen nur leicht giftig sind“.

Wenn jedoch Vergiftungssymptome wie Erschöpfung, Erbrechen oder Muskelzittern länger anhalten sollten, empfiehlt die Tierärztin, einen Tierarzt aufzusuchen.

Martin Rütter: „Tiere unter'm Weihnachtsbaum? Bloß nicht!“

Eine Fellnase als Geschenk? Experte Martin Rütter (derzeit auf Tour mit seiner Show „Der will nur spielen!“) rät davon ab: „Ein Hund unter dem Tannenbaum, das ist das Schlimmste, was man tun kann.“ Der Vierbeiner wäre mit dem Fest-Trubel total überfordert.

Soll jedoch anläßlich Weihnachten ein Hund verschenkt werden, rät er: „Entscheide dich für einen aus dem Tierheim und gebe so einem Vierbeiner eine zweite Chance. Viele Menschen glauben noch immer zu Unrecht, dass Welpen vom Züchter weniger Probleme haben.“

Im Video: 5 Dinge solltest du unbedingt beachten, wenn du mit deinem Hund in den Urlaub fährst!

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Artikelbild und Social Media: mixetto/iStock

Zur Expertin

Dr. Ursula von Einem ist Tierärztin beim Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V..