Leben

Diese geheimnisvolle Kraft haben Haustiere auf deine Gesundheit

Unsere vierbeinigen oder gefiederten Freunde bereichern nicht nur unser Leben – sie wirken sich auch positiv auf unsere Gesundheit aus...

Unsere vierbeinigen oder gefiederten Freunde bereichern nicht nur unser Leben – sie wirken sich auch positiv auf unsere Gesundheit aus...
Foto: PJPhoto69 / iStock

Gib dem Menschen einen Hund – und er wird gesund.“ Dieser Satz der berühmten Äbtissin Hildegard von Bingen zeigt, dass die Menschen schon im Mittelalter um die heilsamen Kräfte der Tiere wussten. Inzwischen bestätigen viele Studien: Tiere tun unserer Seele gut. Dabei muss es nicht einmal das eigene Haustier sein. Denn schon das Schnurren einer Katze oder das Beobachten eines Vogels entspannt, senkt den Blutdruck und macht uns weniger anfällig für Schmerzen oder Stress.

Diese Kräfte haben nur Haustiere

Hunde sind die idealen Demenz-Therapeuten

Was ebenfalls für unsere Tiere spricht: Sie nehmen uns so an, wie wir sind. Deshalb sind sie auch für therapeutische Zwecke bestens geeignet. In immer mehr Seniorenheimen werden zum Beispiel inzwischen Besuchshunde eingesetzt. Denn zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Kontakt zu Vierbeinern auch auf Demenzkranke positive Effekte haben kann.

Sie steigern unser Selbstwertgefühl

Vor allem Hunde sind wahre Meister im Lesen unserer Körpersprache. Das macht sie zum Freund und treuen Gefährten, denn sie reagieren auf uns Menschen dementsprechend einfühlsam und tröstend. Ihre Versorgung sehen viele Menschen als erfüllend und eine Art Lebensaufgabe. Das stärkt unser Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl ungemein. Denn bereits Kinder wissen genau: Ich muss mich gut um mein Tier kümmern, es braucht mich – und zwar sein ganzes Leben lang.

Sie lassen uns besser genesen

Menschen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen erfahren durch Tiere nachweislich eine Linderung oder Heilung. Ärzte aus den USA fanden heraus, dass Patienten nach dem Einsatz eines künstlichen Gelenks rund ein Drittel weniger Schmerzmittel benötigten, wenn sie nach der Operation Kontakt mit einem Vierbeiner hatten. Die Wissenschaftler führten dies auf die Glückshormone zurück, die beim Umgang mit den Tieren ausgeschüttet werden.

Sie kräftigen unser Herz

Vor allem Hundebesitzer sind viel draußen unterwegs. Das tut nicht nur der allgemeinen Fitness gut. Sondern es senkt auch das Risiko von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Eine Studie besagt zudem, dass Tierhalter nach einem Herzinfarkt deutlich bessere Genesungschancen haben als „Tierlose“. Eine weitere Studie bestätigt, dass Tiere in Stresssituationen sogar unseren Blutdruck senken können. War eine Katze bei einer für die Teilnehmer schwierigen Aufgabe anwesend, hatten diese niedrigere Blutdruckwerte. Auch Menschen, die kein Haustier besitzen, können profitieren, z. B. indem sie sich in einem Tierheim oder bei den Nachbarn als „Gassigeher“ anbieten.

Sie ermöglichen soziale Kontakte

Hunde helfen uns auch dabei, sozialen Anschluss zu finden. Wir kommen nämlich wesentlich öfter mit anderen Menschen in Kontakt, wenn wir mit unserem Tier unterwegs sind. Beim Gassigehen etwa trifft man sich oft sogar mehrmals am Tag. Und mindestens ein Gesprächsthema findet sich dann immer. Aber auch beim Besuch einer Hundeschule oder durch das Organisieren eines Tiersitters knüpfen wir im Alltag schnell neue Bekanntschaften.

Auch das alles können Tiere für uns tun!

Das Lernen wir von Tieren

Unsere Haustiere, allen voran die Katzen, beherrschen die große Kunst der Gelassenheit. Wenn sie nicht gerade auf der Jagd sind, schlafen oder fressen, liegen Katzen meist entspannt herum und beobachten ihre Umgebung. Wieso kochen wir uns also nicht eine Tasse Tee, setzen uns vor das Fenster und tun es den Katzen gleich? Probieren Sie es aus: Machen Sie es sich bequem und beobachten Sie Menschen und Tiere in Ihrer Nachbarschaft.

Sie halten uns in Bewegung

Je nach Rasse muss ein Hund drei- bis sechsmal am Tag raus in die Natur – und das bei jedem Wetter. Einer britischen Studie zufolge erreichen Halter von Vierbeinern viel leichter die wöchentlich empfohlene Einheit von 150 Minuten moderater Bewegung. Nicht allein durchs Gassigehen – die Vierbeiner von morgens bis abends zu versorgen, hält uns ebenfalls auf Trab.

Sie stärken das Immunsystem

Kinder mit einer Katze als Haustier haben ein stärkeres Immunsystem. Eine Langzeituntersuchung aus den USA hat gezeigt: Babys, die im ersten Lebensjahr mit einer Katze aufgewachsen sind, litten später nur halb so oft an einer Allergie wie Kinder, die keinen Kontakt zu Stubentigern hatten. Warum das so ist? Für den Aufbau des Immunsystems sind die ersten zwölf Lebensmonate entscheidend.

Sie schenken uns Ruhe

Das Streicheln eines befellten Vierbeiners wirkt beruhigend – das hat wohl jeder schon einmal erlebt. Forscher der Washington State Universität (USA) haben untersucht, welchen Einfluss diese Berührungen auf die Produktion von Stresshormonen in unserem Körper haben. Dafür wurde in Speichelproben von knapp 250 Studierenden der Gehalt des Stress-Hormons Cortisol gemessen – vor und nach dem Streicheln von Hunden und Katzen. Bereits nach zehn Minuten Streicheln war der Cortisol-Spiegel der Teilnehmer stark gesunken. Frühere Untersuchungen zeigten zudem, dass es schon reicht, Fische oder Vögel nur zu beobachten, um den Blutdruck zu senken.

Sie sind gut für Knochen und Muskeln

Knochenbrüche heilen schneller, wenn eine Katze auf dem Schoß des Patienten schnurrt. Das fanden österreichische Forscher heraus. Sie machten sich dies zunutze und entwickelten ein Katzenschnurr-Therapiegerät, eine Art Vibrationskissen. Beim Schnurren entstehen Vibrationen, die bis in den menschlichen Körper vordringen und dort die Knochen stärken. Damit behandelten die Ärzte erfolgreich Patienten mit Gelenkund Muskelschmerzen.

Im Video: 5 Gründe, warum dein Hund dich ableckt!

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