Depot: Zum 2. Mal insolvent – So viele Läden müssen schließen!
Die beliebte Deko-Kette ist erneut insolvent. Jetzt schließt Depot Filialen – diese Städte sind betroffen.
Schock für Deko-Fans und Mitarbeiter gleichermaßen: Nur wenige Wochen nach der Bekanntmachung der Insolvenz gibt Depot die nächste bittere Entscheidung bekannt. Ganze 66 Filialen der beliebten Wohn- und Deko-Kette werden geschlossen. Wie viele der aktuell rund 1500 Beschäftigten ihren Job verlieren, ist bislang nicht bekannt.
Bereits im Mai hatte das Unternehmen aus dem bayerischen Großostheim zum zweiten Mal Insolvenz beim Amtsgericht Aschaffenburg angemeldet. Schon 2024 musste Depot im Zuge eines ersten Verfahrens drastisch schrumpfen: 250 Filialen wurden damals dichtgemacht, rund 2000 Mitarbeiter verloren ihre Stelle. 155 Standorte blieben bestehen, doch nun folgt der nächste Einschnitt.
Räumungsverkauf
Auf der Unternehmenswebsite ist inzwischen eine Liste mit allen betroffenen Standorten veröffentlicht. Konkrete Schließungstermine nennt Depot allerdings nicht. Klar ist nur: In vielen Schaufenstern wird bereits mit großen Plakaten für den Abverkauf geworben. Kund*innen erhalten derzeit 40 Prozent Rabatt auf fast das gesamte Sortiment – auch im Online-Shop.
Diese 66 Depot-Filialen schließen
Hessen
Frankfurt am Main, Borsigallee 26 (Hessen-Center)
Frankfurt am Main, Kaiserstraße 6
Sulzbach (Taunus), Main-Taunus-Zentrum 47a
Wiesbaden, Marktstraße 4a
Viernheim, Robert-Schuman-Straße 1
Baden-Württemberg
Backnang, Grabenstraße 20
Baden-Baden, Gewerbepark Cité 7
Bühl, Hauptstraße 83
Friedrichshafen, Ailinger Straße 126
Göppingen, Bleichstraße 15–25 (Agnes Center)
Karlsruhe, Karl-Friedrich-Straße 26 (Ettlinger Tor)
Konstanz, Kanzleistraße 2–4
Sindelfingen, Tilsiter Straße 15
Stuttgart-Feuerbach, Stuttgarter Straße 90
Ulm, Bahnhofsstraße 10
Weinheim, Dürrestraße 2
Bayern
Bayreuth, Maximilianstraße 62
Coburg, Markt 12–13
Erlangen, Nürnberger Straße 7 (Arcaden)
Kaufbeuren, Mindelheimerstraße 19 (Märzenpark)
Kempten, August-Fischer-Platz 1 (Forum Allgäu)
München, Sendlinger Straße 12 (Hofstatt Quartier)
München, Willy-Brandt-Platz 5 (Riem Arcaden)
Passau, Bahnhofstraße 1
Pfarrkirchen, Max-Lanz-Straße 2D
Rothenburg o. d. Tauber, Schlachthofstraße 37
Berlin
Wiltbergstraße 23
Marzahner Promenade 1A (Eastgate-Center)
Bahnhofstraße 33–38 (Forum Köpenick)
Brandenburg
Brandenburg, Hauptstraße 27
Cottbus, Spremberger Straße 13–15
Dallgow, Döberitzer Weg 3 (Havelpark)
Ludwigsfelde, Potsdamer Straße 54H
Potsdam, Babelsberger Straße 16 (Bahnhofspassagen)
Wildau, Chausseestraße 1
Bremen
Sögestraße 31–33
Hamburg
Eppendorfer Landstraße 77
Osdorfer Landstraße (Elbe Einkaufszentrum)
Ottenser Hauptstraße 10 (Mercado Center)
Tibarg 42
Nordrhein-Westfalen
Bielefeld, Niedernstraße 12
Bonn, Münsterplatz 23
Kamen, Weststraße 17
Lippstadt, Lange Straße 22
Mülheim an der Ruhr, Humboldtring 13
Neuss, Breslauer Straße 2–4
Paderborn, Pohlweg 110 (Südring-Center)
Wesel, Hohe Straße 58–60
Niedersachsen
Braunschweig, Platz am Ritterbrunnen 1 (Schloss Arkaden)
Hannover, Ernst-August-Platz 2
Posthausen, Hintzendorf-Mitteldorf 5–11 (Dodenhof)
Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin, Marienplatz 3
Sachsen
Dresden, Altmarkt 25 (Altmarkt-Galerie)
Leipzig, Paunsdorfer Allee 1 (Paunsdorf-Center)
Leipzig, Grimmaische Straße 9–11
Zwickau, Innere Plauensche Straße 29a
Sachsen-Anhalt
Blankenburg, Lerchenbreite 1–5 (Nordharz-Center)
Günthersdorf-Leuna, Nova Eventis Straße
Halle (Saale), Leipziger Straße 7
Magdeburg, Salbker Chaussee 67–71 (Börde Park)
Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 11 (Allee-Center)
Schleswig-Holstein
Flensburg, Langberger Weg 4 (Citti Park)
Lübeck, Dänischburger Landstraße 79
Thüringen
Erfurt, Anger 21
Gera, Heinrichstraße 30 (Arcaden)
Was ist aus „Depot 2.0“ geworden?
Nach der ersten Insolvenz hatte Geschäftsführer Christian Gries gegenüber der „Bild-Zeitung“ noch einen Neustart angekündigt. „Depot 2.0“ sollte mit günstigeren Preisen, schnell wechselnden Trendartikeln und einem moderneren Konzept zurück in die Erfolgsspur führen. Doch offenbar reichte das nicht aus.
Als Gründe für die erneuten finanziellen Schwierigkeiten gelten unter anderem gestiegene Importzölle sowie der wachsende Druck durch asiatische Online-Plattformen, die ähnliche Produkte deutlich günstiger anbieten. Zudem hat sich das Kaufverhalten vieler Kund*innen verändert, die Nachfrage im stationären Handel ist spürbar zurückgegangen.








