BodyshamingDer Hype um 'Skinny Fat' - geht's noch?

Skinny Fat - warum auch dünne Menschen als "fett" bezeichnet werden und was hinter dem Phänomen steckt, erfährst du hier.

Zugegeben - wenn es um unsere eigene Figur geht, können wir ziemlich erbarmungslos sein: Der Bauch ist zu dick und der Po zu groß. Die Beine könnten etwas schlanker und die Arme etwas straffer sein. Aber jetzt auch schlanke Menschen als "fett" zu bezeichnen macht uns - nun ja, sagen wir es mal so - ratlos.

Toblerone Tunnel: Was wir von dem neuen Körper-Trend halten

 

Was bedeutet "skinny fat"?

Menschen, die als "skinny fat" bezeichnet werden, sind schlank, haben aber einen relativ hohen Fettanteil und einen geringen Anteil von Muskelmasse.

Kaffee zum Abnehmen: Das leckerste Fatburner-Rezept

Wie bei den Bezeichnungen „dünn“ und „dick“ gilt auch hier: „skinny fat“ ist nicht gleich skinny fat. Gemessen an durchtrainierten Bodybuildern und Fitnessgurus, die dauerhaft eine strenge Diät einhalten und fast täglich ein enormes Trainingspensum bewältigen, ist wohl fast jeder „skinny fat“. Zum Vergleich: Um beispielsweise sichtbare Bauchmuskeln zu haben, müsste eine Frau einen Körperfettanteil von unter 15 Prozent haben – gesund sind jedoch eigentlich Werte zwischen 22 und 25 Prozent (die Werte variieren individuell und je nach Alter und Größe ein wenig). Ein ungesunder Körperfettanteil hingegen beginnt bei Frauen erst circa bei einem Wert über 29,5. Dazu kann es bei einer überwiegend ungesunden Ernährung und zu wenig Bewegung und sportlicher Aktivität auch bei sehr schlanken Menschen kommen. 

In vielen Fällen wird die Bezeichnung „skinny fat“ allerdings auch einfach für schlanke Menschen verwendet, deren Haut nicht ganz straff ist, nicht durch feste Muskulatur ausgefüllt wird oder ein wenig runterhängt. Das kann zum Beispiel durch starken Gewichtsverlust sehr schnell passieren - ganz unabhängig vom Körperfettanteil.

Die 6 hartnäckigsten Mythen über Körperfett

 

Brauchen wir den Begriff „skinny fat“ wirklich?

„Skinny fat“ hat wie so viele andere Bezeichnungen zwei Seiten: Einerseits kann der Begriff Bodyshaming und übertriebene Selbstkritik auslösen und andererseits verweist er auf eine wichtige Tatsache: Auch dünne Menschen können ungesundes Körperfett ansetzen und ihre Gesundheit durch eine schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung und Sport gefährden. Es ist also sicher sinnvoll, ein Auge auf seinen Körperfettanteil zu haben und darauf zu achten, sich ausreichend zu bewegen und so gesund zu ernähren, dass er im gesunden Bereich liegt. Aber sich wegen ein bisschen schlaffer Haut schlecht zu fühlen, muss einfach nicht sein.

 

Weiterlesen:

Suppen-Diät: Abnehmen mit den besten Fatburner-Suppen​

Fettverbrennung durch natürliche Fatburner​

Körperfett erhöht Brustkrebsrisiko auch bei schlanken Frauen

Kategorien: