Erziehungstipps

Freche und respektlose Kinder: So reagieren Eltern wirklich richtig

Zeigt sich ein Kind in der Familie, in der Kita oder in der Schule frech und respektlos stehen viele Eltern vor einem Problem. Wichtig ist es, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

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Für Experten steht fest, eine stabile und intensive Bindung an eine Bezugsperson ist unverzichtbar für die gesunde psychische und physische Entwicklung eines Kindes. Denn nur Kinder die Fürsorge und Schutz durch eine Bezugsperson erfahren, können eine selbstsichere Persönlichkeit entwickeln und offen und herzlich auf ihre Mitmenschen zugehen. 

Bindungsstörungen führen zu Verhaltensauffälligkeiten

Fehlt die enge Bindung zu einer Bezugsperson, sind meist psychische Auffälligkeiten die Folge. Diese können in unterschiedlichen Formen auftreten. Das Kind kann sich entweder völlig zurück ziehen oder sein Umfeld mit seiner frechen und respektlosen Art traktieren. Wird das Verhaltensmuster nicht unterbrochen, kann es während der gesamten Schulzeit bestehen, was nicht selten zur Folge hat, dass die betroffenen Kinder eine nicht ausreichende schulische Bildung bekommen und es später im Berufsleben deutlich schwerer haben. 

Mein Kind mobbt - Was mache ich als Elternteil?

Als dauerhafte und wirksame Maßnahme gilt es für Eltern an der nachhaltigen Verbesserung der Bindungssituation zu arbeiten. Je früher desto besser, denn die Erfolgschancen verringern sich mit dem fortschreitenden Alter des Kindes. Eltern sollten das Problem also frühzeitig erkennen und gegensteuern. Bleibt das erfolglos, ist es ratsam sich professionelle Hilfe zu suchen. 

Richtig reagieren: Tipps für Eltern mit frechen und respektlosen Kindern

Das falsche Verhalten sofort ansprechen: Benimmt sich dein Kind frech und respektlos, solltest du sofort darauf reagieren. Ignorierst du sein Verhalten, führt das nur dazu, dass sich dein Kind weiter respektlos verhält, bis es die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. 

Gib deinem Kind eine Begründung, warum sein Verhalten falsch ist: Wenn du deinem Kind einfach nur sagst, es soll aufhören, ohne ihm einen Grund zu liefern, kann es sein, dass es nicht versteht, warum es aufhören soll. Erkläre deinem Kind also warum sein Verhalten falsch ist und warum es wichtig ist, Respekt anderen Menschen gegenüber zu zeigen. 

Erkläre deinem Kind, dass schlechtes Benehmen Konsequenzen hat: Benimmt sich dein Kind auch weiterhin respektlos, obwohl du versucht hast, ihm zu erklären, warum das nicht in Ordnung ist, musst du daraus Konsequenzen ziehen. Die Härte der Strafe muss natürlich angemessen sein und nicht alle Strafen erzielen die gewünschte Wirkung. Wenn dein Kind beispielsweise mutwillig Unordnung schafft, solltest es das Chaos mit dir gemeinsam beseitigen. Erkläre ihm dabei, dass auch deine Zeit kostbar ist und das Taten Konsequenzen haben. 

Kinder bestrafen: Diese Tricks sollten Eltern kennen

Vermeide Machtkämpfe: Dein Kind sollte zwar wissen, das du das Sagen hast und es dir mit Respekt begegnen soll, dabei solltest du ihm aber auch immer respektvoll gegenüber sein. Schrei dein Kind nicht an und rede nicht in der gleichen Weise mit ihm, wie es mit dir spricht. Versuche, die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen und ihnen gerecht zu werden, anstatt ihm deine Regeln aufzuzwingen.

Erziehungsratgeber: Noch mehr Tipps für ein besseres Familienleben

Ein harmonisches Familienleben ist oft eine Herausforderung, aber mit den richtigen Tipps und Strategien lässt sich der Alltag deutlich entspannter gestalten. Erziehungsratgeber bieten dir praktische Ratschläge, die euch helfen, als Familie besser zusammenzufinden und Konflikte zu vermeiden.

Ursachen behandeln: Schlechtes Benehmen verhindern, bevor es entsteht

Vorbeugung ist manchmal die beste Erziehungsform: Versuche zu Hause ein Umfeld für dein Kind zu schaffen, im dem schlechtes Verhalten gar nicht erst entsteht. Achte auf Dinge, die bei deinem Kind Respektlosigkeit auslöst, und finde Wege, um die Situation zu verändern, damit sich dein Kind wohl und geborgen fühlt. Gerade bei kleinen Kindern werden Wutausbrüche meist durch Dinge wie Hunger, Müdigkeit, Ängste und Unverständnis ausgelöst, überlege, wie du das verhindern kannst. Und überlege auch, ob es Kompromisse gibt, die du schließen kannst, um zufünftig die Wutausbrüche deines Kindes zu vermeiden.

Ursachenforschung: Warum hat sich dein Kind gerade so benommen? Versuche dich in dein Kind hineinzuversetzen und überlege, warum es sich gerade so benimmt. Wenn dein Kind also beispielsweise, aufgebracht oder traurig ist, bring dich emotional mit ihm auf eine Ebene und frag nach: "Ich habe das Gefühl du bist wüten/traurig, warum ist das so?" Denn nur wenn du den Ursachen auf den Grund gehst, kannst du das Problem lösen.

7 verbale Tricks: So hört dein Kind auf dich!

Bringe deinem Kind Mitgefühl bei: Bei der Erziehung sollte nicht nur schlechtes Verhalten getadelt werden, sondern es geht auch darum, richtiges Verhalten zu vermitteln. Mitgefühl ist eines der wichtigsten Dinge, die du deinem Kind beibringen kannst. Erkläre ihm, warum sein Verhalten andere verletzt. Die Frage "Wie würdest du dich fühlen, wenn ..." ist dabei der beste Ansatz, um deinem Kind zu erklären, warum sein Verhalten nicht richtig ist. 

Sei ein gutes Vorbild: Lebe deinem Kind das richtige Verhalten vor. Verhalte dich so, wie du es von deinem Kind erwartest. Sei freundlich zu anderen, bleib in stressigen Situationen ruhig und gelassen und zeig deinem Kind, wie es mit Emotionen wie Wut und Trauer richtig umgehen kann. 

Fördere positives Verhalten: Eine positive Bestätigung kann helfen, das Verhalten deines Kindes zu ändern. Tadel es nicht nur für schlechtes Verhalten, sondern lobe es auch für kleine positive Veränderungen in seinem Verhalten. So lernt es schneller, welches Verhalten richtig und welches falsch ist. 

Wenn sich ein Kind also dauerhaft frech und respektlos verhält, dann gibt es dafür meistens einen Grund. Dem gilt es als Eltern auf den Grund zu gehen, nicht nur, damit zu Hause wieder Frieden herrscht, sondern vor allem, um ein dauerhaft glückliches und zufriedenes Kind zu haben, das nicht durch schlechtes Verhalten die Aufmerksamkeit seiner Eltern erregen muss. 

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