Licht im Dunkeln!Gesunde Darmflora: Der Darm macht dick oder schick

Was deine Darmflora damit zu tun hat, wie glücklich und auch wie fit & schlank du bist? Ernährungscoach Patric Heizmann verrät hier ein paar wichtige Fakten.

Der Darm macht dick oder schick
Eine gesunde Darmflora hilft beim Abnehmen - und auch bei Glücklichsein!
Foto: TLFurrer / iStock

Vielen von uns ist das nicht bewusst, aber die Bakterien in unserem Darm sind in der Überzahl und haben uns fest im Griff. Sie machen gute Stimmung, indem sie Hormone ausschütten oder schlechte, wenn sie mehr Kalorien aus dem Essen rauspressen, die sich dann faul ins Fettbett an Bauch, Beinen, Po legen. Die Darmflora ist noch immer eine große Unbekannte. Jetzt kommt Licht ins Dunkel. Seit dem Bestseller „Darm mit Charme“ von Giulia Enders dürfen wir alle mal hinten reinschauen. Zumindest gedanklich und es lohnt sich. Denn da sitzt ein Geheimnis, das gelüftet werden will (nicht wörtlich nehmen!).

So bestimmen Darmbakterien unser Gewicht

 

Das Hirn sitzt im Bauch

Der menschliche Körper baut sich aus Billionen von Zellen auf. Das ist eine unvorstellbare Menge. Doch was der acht Meter lange Verdauungsschlauch mit seiner Gesamtoberfläche von 450 Quadratmeter aufgrund des zotteligen Aufbaus an Bakterien beheimatet, ist noch beeindruckender. Patric Heizmann setzt sich schon viele Jahre mit dem Thema auseinander, er erklärt uns: „Hauptsächlich kurz vor dem Ausgang leben ca. zehnmal(!) so viele Bakterien, wie der Körper Zellen hat. Mit einer Masse von knapp 2 Kg. Sie sind also klar in der Überzahl und haben einen mächtigen Einfluss auf unser Leben. Es gilt als gesichert, dass unser Bauch-“Hirn“ aktiver ist als bislang vermutet und unsere grauen Zellen in den Schatten stellt: Botenstoffe, wie z.B. das Glückshormon Serotonin, werden hauptsächlich mit Hilfe des Darms gebilde.“

Das Glück sitzt also auf Bauchnabelhöhe. Dort, wo es oftmals vom engen Hosenbund abgeschnürt wird. Ist das der Grund, warum viele Menschen sich nicht glücklich fühlen? Weil es dort an der Glücksbotenstoffhauptzentrale drückt oder bedrückt uns das Gewicht auf der Waage, die unter zu hoher Last zur Belastung wird? Auch hier spielt der Darm eine Hauptrolle...

 

Hyperaktive Darmflora

Die Billionen von Bakterien sind hungrig und werden von uns gefüttert. Je nachdem wie sie gefüttert werden, entwickeln sich verschiedene Bakterienstämme unterschiedlich. Unser Experte erklärt uns: Es gibt vier Bakterienstämme, von denen zwei besonders gewichtig sind. Wortwörtlich. Da sind die Bacteroidetes-Stämme und die Firmicutes. Letztere fahren völlig auf Kohlenhydrate ab und zwar auf die unverdaulichen, die Ballaststoffe, die ja eigentlich durchrutschen und somit zwar die Darmwand massieren und den Müll mit raus nehmen, aber eben nicht als Energielieferant dienen. Wenn da nicht die Firmicutes wären, die sich über die Ballaststoffe hermachen, daraus Energie, also Zusatzkalorien gewinnen, um uns dann diesen zusätzlichen Kalorienballast an die Hüfte zu packen. Dieses Plus muss nicht viel ausmachen. Doch wenn als „guter Futterverwerter“ aufgrund der höheren Firmicutespopulation nur täglich 50 Extrakalorien aus dem Essen herausgekitzelt werden, summiert sich das auf 18.000 Kalorien pro Jahr oder umgerechnet auf über 2,5 Kilogramm Fettplus in der Keksschürze - ohne auch nur eine einzige Kalorie mehr gegessen zu haben.

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Politik im Darm

Die beiden Bakterienstämme machen sich gegenseitig ihren Platz streitig. Ganz verdrängen wollen sie einander zwar nicht, aber es geht um die Vorherrschaft. Das ist wie Politik im Dunkeln und gleichzeitig täglich „wählen“ wir, wer gewinnt.Wenn die Firmicutes permanent ihr Lieblingsfutter (= Kohlenhydrate) erhalten, behalten sie auch die Mehrzahl der „Sitze“ im Parlament und damit die Regierungsfähigkeit. Die Bacteroidetes dagegen sitzen in der Opposition und schauen, dass die „Regierung“ die Macht nicht völlig an sich reißt. Kohlenhydratreduzierte Ernährung hilft demnach, den Firmicutes etwas den Nährboden zu entziehen, was sie durchaus dezimiert und den Bakteroidetes mehr Platz verschafft. Denn mit der Reduktion der Kohlenhydrate reduziert sich die Anzahl der „Regierungsmitglieder“.

 

Genetisch bedingt? Die Mama macht’s...

Wie sich die Darmflora aufbaut, entscheidet sich sehr früh. Als Baby in Mamas Bauch ist der Darm noch frei von Bakterien. Die siedeln sich erst an, und zwar rasant, wenn der kleine Racker schlüpft und dann an Mamas Milch hängt bzw. Kontakt zur Umwelt aufnimmt (z.B. mit Mamas Haut). Gene machen dann weniger den Unterschied als das Essverhalten der Mutti. Medizinische Spezialitäten wie Antibiotikakuren sind gerade beim Kleinkind zum Beispiel gut abzuwägen, weil der Kampf in den Gedärmen um den Spitzenplatz bei den ganz Kleinen noch offen ist. Hier einzugreifen hat gewichtige Folgen: Wer ständig mit der medizinischen Flächenbombe auf üble Einzeltäter schießt, holt sich Krankheiten und auch Übergewicht ins Haus. Zumindest entsteht das Problem „im Ausgang“ des Organismus.

 

Die Lösung?

Nach Antibiotikakuren sollte dringend Wert auf einen sorgfältigen Wideraufbau der gesunden Darmbakterien mittels einer Darmkur gelegt werden! Und wer sich selbst als „guten Futterverwerter“ bezeichnen würde, sollte sich einmal mit einer Darmsanierung und natürlich einer Ernährungsumstellung auseinandersetzen. Welche Stämme das Sagen haben, kann durch eine Stuhlprobe von einem guten Heilpraktiker analysiert werden (trefflich, dass hier das Wort „anal“ drinsteckt). Und der weiß dann auch (hoffentlich), was zu tun ist. Ein spannender Nebeneffekt: Allergien könnten dann ebenfalls plötzlich den Rückzug antreten. Sich mit dem Darm und seiner Flora zu beschäftigen, lohnt sich also für viele doppelt!

Falls du deinen Darm wieder fit machen möchtest und Interesse an einer Ernährungumstellung hast, raten wir dazu am kostenlosen Online Seminar  Patric Heizmann teilzunhemen. Der Experte erklärt dort in komprimierter aber unterhaltsamen Form wichtige Fakten für eine schlanke & vitale Gesundheit.  

 
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