Eltern aus Berufung

Großes Herz für Pflegekinder: Hier zog das Glück gleich sechsmal ein!

Beim Ehepaar Lederer finden sechs Kinder, die nicht bei ihren Eltern sein können, ein liebevolles Zuhause...

Beim Ehepaar Lederer finden sechs Kinder, die nicht bei ihren Eltern sein können, ein liebevolles Zuhause...
Foto: Sybill Schneider für auf einen Blick
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Als sich die Haustür bei Familie Lederer öffnet, schauen mich gleich mehrere freundliche Gesichter an: die 15-Jährige Anna mit Nesthäkchen Ilse* (1) auf dem Arm, dazu Mama Kathrin und der kleine Max* (3), der sich hinter ihren Beinen versteckt. Und es ist noch mehr Leben in dem Haus in Delmenhorst (Niedersachsen): Insgesamt sechs Schützlinge haben Kathrin und Frank Lederer aufgenommen. „Es gibt so viele Kinder, die ein liebevolles Zuhause brauchen. Wir wollen für einige davon da sein“, sagt die Sozialpädagogin zu auf einen Blick.

Pflegeeltern aus Berufung: „Heute glaube ich, dass das unsere Aufgabe sein sollte"

„Heute glaube ich, dass das unsere Aufgabe sein sollte.
Foto: Sybill Schneider für auf einen Blick

Wer sie und ihren Mann kennenlernt, die zu Hause natürlich „Mama“ und „Papa“ gerufen werden, der zweifelt nicht daran, dass dieses Leben für alle das große Glück ist. Dabei war eine Großfamilie zunächst nicht der Plan des Paares: Als vor etwas mehr als 20 Jahren der Wunsch nach einer Familie aufkam, Kathrin aber nicht direkt schwanger wurde, beschlossen sie, es zwei Jahre lang zu versuchen. Sollte sich kein Baby ankündigen, würden sie ein Pflegekind aufnehmen, das nicht bei seinen leiblichen Eltern bleiben kann. „Heute glaube ich, dass das unsere Aufgabe sein sollte, denn laut der Ärzte gab es keinen Grund, warum es nicht klappte.“

Die Kinder eint eine schwere Vergangenheit - und jetzt ein liebevolles Zuhause

Jeder hat andere Bedürfnisse und wird so gefördert und geliebt, wie er ist.
Foto: Sybill Schneider für auf einen Blick

Also wurden Kathrin und Frank ohne Schwangerschaft die Eltern des damals 14 Monate alten Benjamin (heute 19). Und weil noch Platz im Haus und den Herzen war, folgten Anna, Lena, Tyson, Max und Ilse. Sie sind – so unterschiedlich sie sein mögen – zu einer echten Geschwisterbande zusammengewachsen. „Das Beste ist, dass man immer jemanden zum Spielen hat“, sagt Lena, die kurz darauf wie zum Beweis drei Mitspieler für eine Runde am Kickertisch findet. Doch die Kinder wissen auch, dass ihre jetzige Familie noch viel mehr wert ist.

„Alle sind aus einem guten Grund nicht mehr in ihren Ursprungsfamilien“, sagt Kathrin, die nicht über Details der schweren Vergangenheit der Kinder redet – aus Respekt. „Das schließt die leiblichen Eltern ein. Ihnen verdanken wir es schließlich, so tolle Kinder beim Aufwachsen begleiten und unterstützen zu dürfen“, sagt sie.

Und Unterstützung ist bei so vielen Kindern eine abwechslungsreiche Aufgabe: Benjamin und Anna haben eine leichte geistige Behinderung, Ilse hat gerade laufen gelernt… Jeder hat andere Bedürfnisse und wird so gefördert und geliebt, wie er ist. Was für eine tolle Familie!

Mehr über die bunte Familie und ihr Leben gibt es auf ihrem Blog "Herzeltern"!

*Namen zum Schutz der Kinder geändert

Die Kinder eint eine schwere Vergangenheit - und jetzt ein liebevolles Zuhause.
Foto: Sybill Schneider für auf einen Blick

Im Video: Wann sollten Kinder ein eigenes Smartphone bekommen?

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Artikelbild & Social Media: Sybill Schneider für auf einen Blick