Hochansteckende Kinderkrankheit breitet sich rasant aus: Diese Region ist betroffen
Tausende Fälle von Windpocken in NRW: Diese Region ist besonders schwer betroffen.
Immer wieder tauchen in Kitas und Grundschulen Fälle von Windpocken auf. Nach einem deutlichen Rückgang von Infektionsfällen während der Corona-Jahre steigen die Fälle nun wieder in NRW. Im vergangenen Jahr wurden im viert größten deutschen Bundesland 3.831 Fälle gemeldet. 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, waren es fast genauso viele.
Windpocken: Infektionszahlen steigen seit 2023 in NRW rasant an
Westfalen-Lippe ist mit 2.027 Fällen besonders betroffen und zeigt, wie stark die Infektionszahlen angestiegen sind. 2021 wurden in ganz Nordrhein-Westfahlen lediglich 937 Fälle gemeldet. Doch seit 2023 steigt die Kurve wieder nach oben: Das RKI meldete in dem Jahr 2.956 Fälle. Bei aktuell 3.831 Infektionsfällen liegen die Zahlen in NRW fast beim Vor-Corona-Niveau mit 4.094 Fällen (2019). Und nicht nur Windpocken breiten sich Nordrhein-Westfahlen rasant aus, auch das hochansteckende Noro-Virus.
Wie erkenne ich Windpocken?
Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind extrem ansteckend. Ausgelöst werden Windpocken durch das Varizellen-Zoster-Virus. Laut dem Robert-Koch-Institut breitet sich das Virus über Tröpfchen in der Luft aus.
Die Ansteckungsgefahr beginnt bereits einen Tag vor dem typischen Hautausschlag mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie leichtem Fieber. Dann folgt der Hautausschlag mit den roten Flecken, die sich in stark juckende Hautbläschen verwandeln. Für gesunde Kinder verlaufen Windpocken meist unkompliziert. Wenn Bläschen aufgekratzt werden und sich Bakterien einnisten, können jedoch schwere Hautinfektionen entstehen.
Für Schwangere, Neugeborene und Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann eine Erkrankung mit Windpocken schnell gefährlich werden. Der Krankheitsverlauf bei Erwachsenen verläuft auch häufig schwerer.
Den wirksamsten Schutz bietet immer noch eine Impfung
In Deutschland besteht keine allgemeine gesetzliche Impfplicht gegen Windpocken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt jedoch zwei Impfungen im Kleinkindalter. Die Vakzination erfolgt in zwei Dosen: Die erste im Alter von 11 bis 14 Monaten, die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten.
Vorstandschef Tom Ackermann, von der Krankenkasse AOK NordWest betont: „Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind impfen lassen, kann ihnen niemand abnehmen. Es ist jedoch wichtig, dass sich Eltern mit diesem Thema auseinandersetzen, um gut informiert im Sinne ihres Kindes zu handeln.“ Versäumte Schutzimpfungen können jederzeit nachgeholt werden.







