Gesunde ErnährungKokosmehl: Die gesunde Mehl-Alternative hilft beim Abnehmen

Inhalt
  1. Wie wird Kokosmehl hergestellt?
  2. Wie gesund ist Kokosmehl?
  3. Wie hilft Kokosmehl beim Abnehmen?
  4. Wofür kann ich Kokosmehl verwenden?
  5. Kokosmehl vs. herkömmliches Mehl: Was ist besser?

Kokosmehl ist ballaststoffreich, arm an Kohlenhydraten, gluten- und cholesterinfrei und lässt sich einfach verarbeiten. Es schont das Verdauungssystem und unterstützt beim Abnehmen.

 

Wie wird Kokosmehl hergestellt?

Zur Herstellung von Kokosmehl wird das Fruchtfleisch von frischen Kokosnüssen zunächst getrocknet. Anschließend wird es stark entölt und zu Mehl gemahlen. Das gewonnene Kokosöl wird weiterverkauft, ebenso das Kokosmehl.

Zum Vergleich: Kokosflocken und -raspeln enthalte noch viel Kokosöl und sind somit fettreicher.

 

Wie gesund ist Kokosmehl?

Kokosmehl ist sehr nährstoffreich. Es enthält z.B. Vitamin C, Vitamin B6 und B2. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Phosphor, Kalzium, Eisen, Mangan und Zink. Zudem ist Kokosmehl reich an Aminosäuren und mittelkettigen Fettsäuren, welche die Aufnahme von Mineralien (u.a. Magnesium und Kalzium) fördern. Die sind wiederrum wichtig für die Funktion von Muskeln und die Dichte von Knochen.

Kokosmehl ist geeignet für Menschen, die an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden, da es von Natur aus glutenfrei ist. Auch Menschen mit einem empfindlichen Verdauungssystem können auf Kokosmehl umsteigen. Der große Ballaststoffanteil im Kokosmehl fördert die Darmgesundheit, bindet Gifte im Körper und senkt die Blutfettwerte. Somit reguliert Kokosmehl den Cholesterinspiegel - eine ideale Alternative zum herkömmlichen Weißmehl, das den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt.

Zudem ist Kokosmehl basisch und beugt so der Bildung von Nierensteinen vor (die häufig durch die Übersäuerung des Körpers hervorgerufen werden).

 

Wie hilft Kokosmehl beim Abnehmen?

Kokosmehl ist nicht nur die gesündere Alternative zu herkömmlichen Mehl, sondern hilft auch beim Abnehmen - und zwar in vielerlei Hinsicht:

  • Kokosmehl hat wenige Kalorien: 100 g Kokosmehl enthalten 320 Kalorien (100 g Weizenmehl dagegen 337 Kalorien)
  • Kokosmehl ist eiweißreich: es besteht zu rund 20 Prozent aus Eiweiß und eignet sich somit auch bei einer Low-Carb-Ernährungsweise
  • Kokosmehl hat nur wenige Kohlenhydrate: auf 100 g kommen gerade mal 8,9 g Kohlenhydrate
  • Kokosmehl hat wenig Fett: da das Kokosfleisch vor dem Mahlen stark entölt wird, enthält das fertige Kokosmehl nur noch 11,8 g Fett pro 100 g (und gilt somit als fettarmes Lebensmittel)
  • Kokosmehl regt den Stoffwechsel an: es ist leicht bekömmlich und die mittelkettigen Fettsäuren regen den Stoffwechsel an
  • Kokosmehl enthält viele Ballaststoffe: und zwar 30 bis 50 Prozent (je nach Hersteller)
  • Kokosmehl ist per se süßlich: ergo benötigt man weniger zusätzlichen Zucker beim Backen
 

Wofür kann ich Kokosmehl verwenden?

Kokosmehl eignet sich sowohl zum Kochen als auch zum Backen (Brot und Brötchen, Kuchen und Muffins, Pfannkuchen und Waffeln, Kekse und Feingebäck etc.). Wer mit Kokosmehl backt sollte allerdings beachten, dass es ziemlich saugfähig ist. Es bietet sich an, dementsprechend mehr Flüssigkeit (Milch oder Wasser) in ein Rezept hinzuzufügen, wenn man vorgegebenes Weizenmehl durch Kokosmehl ersetzt.

Oder man beachtet folgende Umrechnungsregel und verzichtet auf zusätzliche Flüssigkeit: 100 g bis 125 g Kokosmehl ersetzen 500 g Weizenmehl. Oder anderes gesagt: Das Verhältnis Kokosmehl:Weizenmehl beträgt 1:5.

Aber auch Sorbets und Milchshakes lassen sich mit dem Mehl der Kokosnuss zubereiten. Auch als Zugabe für Müslis und Joghurts ist Kokosmehl geeignet.

Zudem ist Kokosmehl ein hervorragendes Bindemittel, etwa für Suppen, Eintöpfe, Cremes oder Soßen. Aber Achtung: Kokosmehl hat einen leichten Kokosgeschmack und ist etwas süßlich.

Kokosmehl ist bis zu einem Jahr haltbar. Es muss trocken im Kühlschrank oder Gefrierfach gelagert werden. Zu kaufen gibt es Kokosmehl in Naturkost- und Bioläden, großen Supermärkten und in einigen Online-Shops.

 

Kokosmehl vs. herkömmliches Mehl: Was ist besser?

Die meisten Menschen verwenden beim Backen und Kochen nach wie vor am häufigsten Weizenmehl, alternativ auch Roggen-, Hafer-, Gersten- oder Dinkelmehl. Doch fast alle Mehle enthalten Gluten, bestehen zum Großteil aus Kohlenhydraten und weisen kaum Vitamine auf.

Während man für 1.000 g (also 1 kg) herkömmliches Weizenmehl (Typ 405) maximal 1,50 Euro bezahlt, gibt es gleich viel Kokosmehl für etwa 12 Euro.

 

(ww7)

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