BakterienLegionellen durch Duschen: So kannst du dich vor einer Lungenentzündung schützen

Legionellen gehören zur Gattung der Stäbchen-Bakterien, die sich gerne in feuchten Gebieten aufhalten und eine Lungenentzündung auslösen können. Vor allem beim Duschen können die Errreger zur Bedrohung werden.

Inhalt
  1. Wer ist gefährdet an Legionellen zu erkranken?
  2. Symptome einer Legionelleninfektion
  3. Legionellen beim Duschen vorbeugen

Duschen kann tatsächlich gefährlich sein: Legionellen machen es sich nämlich gerne in Rohren, Abflüssen und den Sprühreglern von Wasserhähnen und Duschköpfen von Mietshäusern gemütlich. Die stäbchenförmigen Bakterien halten sich gerne im Süß- und Grundwasser bei Temperaturen zwischen 25 und 50 Grad auf und können sich rasch vermehren.

Allein in Deutschland gab es laut Robert-Koch-Institut 2016 knapp 1000 Erkrankungen mit Legionellen. Experten rechnen allerdings mit einer hohen Dunkelziffer von 15.000 bis 30.000 Fällen pro Jahr.

Das Gefährliche an den Bakterien: Sie können eine Lungenentzündung hervorrufen.

Wir erklären dir, wer gefährdet ist, wie die Symptome sich äußern und wie du dich schützen kannst.

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Wer ist gefährdet an Legionellen zu erkranken?

Legionellen können durch das Einatmen von beispielsweise bakterienhaltigem Wasser auf den Menschen übertragen werden. Keine Sorge: Nicht immer führt der Kontakt zu einer Infektion.

Ob es zu einer Infektion kommt, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Menge und Art der Aufnahme (durch das Trinken von bakterienhaltigem Wasser passiert bei einem intakten Immunsystem meist nichts)
  • Die Art der Legionellen, denn es gibt 57 verschiedene
  • Abwehrkräfte des Körpers
  • Alter der betroffenen Person, denn ältere Menschen erkranken häufiger.
  • Auch Rauchen oder ein hoher Alkoholkonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit an einer sogenannten Legionellose zu erkranken.

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Symptome einer Legionelleninfektion

Zu den Symptomen einer schwächeren Erkrankung durch Legionellen nach etwa zwei Tagen zählen grippeähnliche Faktoren, wie Halsschmerzen, Fieber, Schwindel, Kopf- und Gliederschmerzen. Die meisten Patienten erholen sich nach ein paar Tagen wieder. 

Bei der schwereren Form einer Legionelleninfektion der sogenannten Legionärskrankheit treten die Symptome erst nach ungefähr zwei bis zehn Tagen auf: Hohes Fieber, Schüttelfrost, Reizhusten, Brust- und Kopfschmerzen, Atemnot bis hin zu Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Aus der Legionärskrankheit kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, die bei chronisch Kranken und abwehrgeschwächten Patienten zum Tod führen kann. Bei frühzeitiger Behandlung muss es aber gar nicht so weit kommen.

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Legionellen beim Duschen vorbeugen

Erst ab einer Wassertemperatur von 60 Grad werden die fiesen Bakterien abgetötet. Deshalb ist es sinnvoll, zentrale Wassererhitzer auf diese Temperatur zu erhitzen. Regelmäßige Wasserproben geben ebenfalls Aufschluss über den Legionellen-Gehalt (frage dazu bei deinem Vermieter nach). Die Duschaufsätze und Sprühregler sollten außerdem immer mal wieder entkalkt werden, um zu vermeiden, dass Legionellen beim Duschen den Körper befallen

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