Zukunftssorgen

Marianne Sägebrecht: Traurige Renten-Beichte

Marianne Sägebrecht arbeitet hart, denn ihre Rente reicht nicht. Dennoch ist ständiges Dazulernen ist viel wichtiger als viel Geld und Erfolg, findet die Schauspielerin.

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Marianne Sägebrecht: „Ich habe insgesamt etwas über 800 Euro Rente – das reicht nicht“

Viele denken, Schauspieler schwimmen im Geld. Müssen sich keine Sorgen um die Zukunft machen. Die Realität sieht oft anders aus. „Ich habe insgesamt etwas über 800 Euro Rente – das reicht nicht“, erzählt Marianne Sägebrecht. Sie muss dazuverdienen. Hält Lesungen, schreibt Bücher, hat kleine Theaterauftritte. Trotzdem würde sie nie eine Rolle annehmen, hinter der sie nicht steht. Ihre Moral: „Für mich gibt es keine Lüge, keinen Betrug, und Nächstenliebe muss jeden Tag gelebt werden. Dazulernen ist wichtiger als Geldverdienen und Erfolg.“

Marianne Sägebrecht: „Angst habe ich nicht im Programm“

Im August wird die warmherzige Schauspielerin 75 Jahre alt. Kein Problem für die Bayerin, die ihr Herz auf der Zunge trägt: „Ich lebe im Jetzt und Heute. Ich habe viele Vorahnungen, die belasten mich aber nicht. Denn ich habe das große Glück, dass ich Angst nicht im Programm habe.“

Marianne Sägebrecht kennt keine Angst vor dem Tod

Mit 13 hatte Marianne Sägebrecht eine Nahtoderfahrung

Sie hat ganz einfach keine. Weder vor Krankheit noch vor dem Tod. Denn sie ging schon einmal hinüber, hatte in ihrer Jugend eine Nahtoderfahrung, wie sie sagt. „In meinem Fall, das habe ich mit 13 schon erlebt, ist da ein Tunnel, durch den die Seele geht und das Leben noch mal vorbeigeht“, erinnert sie sich. „Dann kommt man zum Licht.“ Das sei alles andere als beängstigend: „Da taucht man ein in eine große Liebe und ein großes Gefühl.“ So gesehen freut sie sich auf alles, was kommen wird. „Man hat keine Angst mehr vor dem Hinübergehen auf die andere Seite.“

„Ich bin eben als ,alte Seele‘ geboren“

Schon mit 19 trat sie vor den Traualtar. Mit 31 war sie geschieden – und ist seitdem Single. „Und das ist auch gut so. Natürlich gab es Lieben. Auch große Lieben. Aber ich habe alles, was ich zum Glücklichsein brauche: meine Familie, Freunde, meinen Beruf.“ Dabei denkt Marianne immer auch an andere. Auf eine Welt-Karriere verzichtete sie z. B., weil sie ihre Enkelin Alina (28) aufwachsen sehen wollte. Außerdem engagiert sie sich schon seit Jahren im Hospiz und begleitet Sterbende auf ihrem letzten Weg. „Ich bin eben als ,alte Seele‘ geboren. Das hat mir als Kind schon der Pfarrer gesagt, als ich mit acht Jahren der sterbenden Bäuerin nebenan die Hand hielt.“

Artikelbild & Social Media: IMAGO / Eibner

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