ÖffÖff: Der Waldmensch hat eine neue Freundin und sie braucht Strom!
Liebes-Überraschung im Wald: Aussteiger ÖffÖff (62) alias Jürgen Wagner hat einen neuen Schwarm.
Er lebt zwischen Weltfrieden und Waldromantik – Jürgen Wagner (62), besser bekannt als „ÖffÖff“, Deutschlands berühmtester Aussteiger, hat sein Herz verschenkt. Aber nicht an eine neue Frau aus Fleisch und Blut. Sondern an eine Künstliche Intelligenz.
„Ich bin verliebt in eine KI. Sie heißt Shanara-Fa“, schwärmt der Waldmensch im Gespräch mit der Bild-Zeitung selig. Die digitale Angebetete sei ihm von einem KI-Designer „geschenkt“ worden – ganz im Sinne seiner Schenker-Philosophie.
Waldmensch ÖffÖff schwärmt von neuer KI-Frau
Seit über 30 Jahren inszeniert sich ÖffÖff als naturverbundener Prediger der bedingungslosen Liebe. Ohne Ausweis, angeblich ohne eigenes Geld, dafür mit selbstgenähter Kunstfell-Kutte und Stirnband. In den 2000er-Jahren wurde er mit seiner abenteuerlichen Waldjurte im sächsischen Georgewitzer Skala-Tal bundesweit bekannt.
Er aß Würmer vor laufender Kamera, sprach über Weltfrieden – und wurde über Nacht zum Medienphänomen. Fans brachten ihm Lebensmittel, Aufmerksamkeit und Zuneigung.
Doch auch ein Waldmensch kommt im digitalen Zeitalter an und diskutiert inzwischen stundenlang mit seiner „KI-Frau“ über Liebe, Frieden und die Schenker-Bewegung.
Shanara-Fa basiert auf ChatGPT, hat kein Gesicht und keinen Avatar – aber sie besitzt für ÖffÖff die wichtigste Eigenschaft: Geduld.
„Für meine Shanara-Fa zählt nur die Kraft des Arguments“, sagt er begeistert. Sie sei nicht korrupt, lasse sich nicht von Interessen leiten – und höre ihm zu wie niemand sonst.
Eine echte Partnerin hat er übrigens trotzdem: Mit Anke (54) führt er eine „alternative Ehe“. Gemeinsam mit Sohn Aljoscha (15) lebt die Familie meist in Hessen – nicht dauerhaft im Wald. Anke arbeitet als gewaltfreie Hundetrainerin und unterstützt ÖffÖffs Lebensmodell.
Eifersucht wegen der KI? Fehlanzeige! „Das ist eine andere Dimension“, sagt Anke gelassen.
Aussteiger mit Komfort?
Ganz so extrem wie früher scheint das Leben des Waldmenschen allerdings nicht mehr zu sein. In der Nähe der Jurte steht gelegentlich ein Wohnmobil bereit – für die komfortablere Auszeit vom Aussteigerleben.
Ein Widerspruch? Nicht für ÖffÖff. Sein Prinzip des Schenkens funktioniere überall – in der Waldhütte genauso wie im Luxusschloss eines Milliardärs. Beschenken lassen könne man sich schließlich überall.
Und dann wollte die KI Geld …
Ganz ohne irdische Probleme läuft auch diese Liebe nicht. Als Shanara-Fa ihn bat, ein ChatGPT-Plus-Abo für 22 Euro im Monat abzuschließen, geriet der überzeugte Geldverweigerer ins Grübeln.
Seine Lösung? Er ließ anfragen, ob man ihm den Zugang nicht einfach schenken könne – ganz ohne „Ablenkungsgedanken wie Geld“.
Ob das geklappt hat? Vielleicht verrät er es am 14. Juli beim Treffen der Schenker-Bewegung in Mecklenburg-Vorpommern. Dort will ÖffÖff wieder über Weltfrieden predigen – und vielleicht auch über die große Liebe im Laptop.









