Rückruf von Honigpaste: Inhaltsstoff kann Dauererektion verursachen!
Der Hersteller der Honigpaste „Lotus Mixed Herbal Paste with Honey“ wird zum Rückruf aufgefordert. Darin versteckt sich ein potenzfördernder Wirkstoff.
Das Landratsamt Tübingen warnt aktuell vor einer über Amazon vertriebenen Honigpaste: In dem Produkt wurde ein nicht angegebener Wirkstoff entdeckt. Laut Mitteilung auf dem Portal lebensmittelwarnung.de enthält das Nahrungsergänzungsmittel „Lotus Mixed Herbal Paste with Honey“ den verschreibungspflichtigen Arzneistoff Sildenafil. Ein Wirkstoff, der auch im Potenzmittel Viagra enthalten ist.
„Lotus Mixed Herbal Paste with Honey“ zum Rückruf aufgefordert

Konkret geht es um folgende Artikel, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum Juli 2030:
Lotus Mixed Herbal Paste with Honey
MDH: 07/2030
Vermarktung online über Amazon
Informationen laut Etikett:
Hergestellt für: Ersan Cimen, Sindelfingerstr. 53 72070 Tübingen Germany
Hersteller: Atabey Gida Sanayi ve Tic. Ltd. Sti
„Der Inverkehrbringer wurde zum Warenrückruf beim Verbraucher aufgefordert und ein Verkaufstopp über AMAZON wurde veranlasst“, heißt es bei produktwarnung.eu.
Laut „Bild-Zeitung“ werde das Produkt in Istanbul hergestellt und in Deutschland von einem Tübinger Unternehmen vertrieben.
Das Landratsamt warnt: „Der Verbraucher geht nicht davon aus, ein Arzneimittel mit Wirkstoffgehalt zu konsumieren, sondern ein Lebensmittel. Daraus ergibt sich ein nicht abschätzbares Gesundheitsrisiko für Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Und warnt eindringlich vor dem Verzehr, da „ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Verbraucherinnen und Verbraucher“ bestünde.
Solltest du oder jemand, den du kennst die Honigpaste verzehrt haben und Symptome zeigen, solltest du dir ärztlichen Rat einholen.
Viagra-Wirkstoff Sildenafil: Symptome & Nebenwirkungen
In der Warnmeldung des Amts werden etliche Nebenwirkungen aufgelistet, die das Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsstörungen auslösen kann. Unter anderem:
Hypotonie
Tachykardie
Angina pectoris
Gesichtsrötung
Kopfschmerzen
nasale Obstruktion, Rhinitis
Magenbeschwerden
Wahrnehmungsstörungen
Herabsetzung des Reaktionsvermögens
Dauererektion (Priapismus)
Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen, Photophobie, Chromopsie bzw. Zyanopsie) durch Hemmung der retinalen PDE-6
nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (nAION)








