BewerbungVorstellungsgespräch: 3 Tricks zur optimalen Vorbereitung

Die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch ist wahnsinnig wichtig. Schließlich geht es darum zwischen der hohen Konkurrenz hervorzustechen. Business Coach Dipl. Ök. Petra Barsch hat uns drei Tricks verraten, mit denen du dich optimal vorbereiten kannst.

Inhalt
  1. Wie kann ich mich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?
  2. Was kann ich tun, wenn ich total nervös bin?
  3. Sollte ich aus Übungszwecken auch zu Vorstellungsgesprächen gehen, wenn ich nicht auf Jobsuche bin?

Du hast die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen? Dann erst einmal herzlichen Glückwunsch! Damit hast du es schon mal unter die Top-Kandidaten für den Job geschafft. Doch nach der ersten Freude kommt die große Frage "Wie kann ich mich denn möglichst gut auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten?" Das erklärt uns Dipl. Ök. Petra Barsch, die als Business Coach regelmäßig Unternehmen und Arbeitnehmer berät.

 

Wie kann ich mich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?

Achte darauf, wer das Gespräch mit dir führt. Handelt es sich um Mitarbeiter aus der Personalabteilung oder Fachverantwortliche? Je nachdem werden die Fragen eine unterschiedliche Gewichtung haben. 

"Sind es Vertreter aus der Personalabteilung muss ich mich auf die klassischen Fragen vorbereiten, wie zum Beispiel Was sind meine Stärken und Schwächen, wo sehe ich mich in fünf Jahren? Warum habe ich mich hier beworben? Sobald ein Personaler im Vorstellungsgespräch sitzt, arbeitet dieser den klassischen Fragenkatalog ab. Da hat sich in den letzten 20 Jahren nichts geändert", erklärt Petra Barsch.

Bei den Fachvorsitzenden liegt der Schwerpunkt woanders. "Wenn ein Fachvorsitzender das Gespräch führt, dann geht es mehr um fachliche Inhalte, um Weiterentwicklung des Unternehmens und der Aufgabe. Dann muss man sich eher auf diese Sachen vorbereiten, nachschauen, was die Interessen des Unternehmens sind, was kann ich mitbringen? Wo will ich mich selber weiterentwickeln?" Der Business Coach ist sich sicher: "Es klafft eine riesige Schere zwischen Personal- und Fachgespräch."

Da die Schwerpunkte des Vorstellungsgesprächs vom Tätigkeitsbereich des Gesprächspartners abhängen, ist es so wichtig, zu wissen, mit wem du das Bewerbungsgespräch führst. Dann kannst du dich auf die möglichen Fragen optimal vorbereiten.

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Was kann ich tun, wenn ich total nervös bin?

Jeder ist vor dem Vorstellungsgespräch aufgeregt - und das gehört auch dazu. Wenn die Nervosität allerdings die Oberhand gewinnt, kann es natürlich zu Blockaden führen. Um es nicht so weit kommen zu lassen, hat Petra Barsch einen ganz simplen Trick, es geht nämlich darum seine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken: "Am besten ist es, das Ganze nicht als Vorstellungsgespräch zu betrachten, sondern als gegenseitiges Kennenlernen, entweder es passt oder es passt nicht. Der Druck, ich muss mich jetzt präsentieren und ich muss mich jetzt verkaufen, behindert einen. Aber man verkauft sich nicht. Beide Seiten haben das gleiche Recht auch nach dem Gespräch zu entscheiden, dass es nicht passt. Das verlieren leider viele Bewerber aus dem Blick. Sie denken immer, sie müssen sich unterordnen und es ist kein Gespräch auf Augenhöhe, aber genau das sollte es sein. Und dann fühlt man sich auch wohler damit. Es hilft, sich immer wieder ins Bewusstsein zu holen, dass ich das Unternehmen auch nur kennenlernen möchte."

Auch wenn du dich auf deinen absoluten Traumjob bewirbst, solltest du das nicht aus dem Blick verlieren. "Selbst wenn es mein absoluter Traumjob ist von allem her, was ich gelesen habe, weiß ich ja nicht, ob ich den Job auch in DER Firma haben will", erklärt der Business Coach.

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Sollte ich aus Übungszwecken auch zu Vorstellungsgesprächen gehen, wenn ich nicht auf Jobsuche bin?

Grundsätzlich ist es aus Übungszwecken nie verkehrt, sich in Vorstellungsgespräche zu begeben, denn man wird immer selbstsicherer, je öfter man in der Situation ist. Petra Barsch sieht aber noch einen ganz anderen Vorteil darin, regelmäßig zu Bewerbungsgesprächen zu gehen: "Ich würde es auf jeden Fall raten, um zu gucken, wie ich mich entwickeln kann. Da sich grundsätzlich eh bald viele Jobs verändern werden, ist es gut, zu gucken, ob sich die Jobs in anderen Unternehmen schon verändert haben und zu erfahren, was andere Unternehmen von mir als Bewerber erwarten. So kann ich up zu date bleiben für den Arbeitsmarkt."

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Schaue dir als Vorbereitung also genau an, wer dich zum Vorstellungsgespräch einlädt und denke daran, dass sich das Unternehmen ebenfalls vor dir beweisen muss. Gehe zudem, wenn es dir möglich ist, ab und an zu einem Vorstellungsgespräch, um Routine zu bekommen und auf dem Laufenden zu bleiben.

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