Alle Daumen und Flossen sind gedrückt

Wal Timmy wird heute gerettet: Das ist der Plan!

Nach Tagen voller Diskussionen und wachsendem Druck fällt nun die Entscheidung: Ein neuer Rettungsversuch für Buckelwal „Timmy“ steht unmittelbar bevor.

Umweltminister Till Backhaus vor dem Mikrofon.
Vor wenigen Tagen glaubte noch nicht an eine Rettung von Timmy. Foto: IMAGO / Jürgen Heinrich
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Im Fall des gestrandeten Wals vor der Insel Poel gibt es eine überraschende Wendung. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat einem neuen Konzept zugestimmt – und damit den Weg für einen weiteren Rettungsversuch freigemacht.

Der Minister zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Ja, erstmal bin ich ein Stück weit erleichtert“, sagt er. Gleichzeitig dämpft er zu große Erwartungen: „Aber natürlich ist alles erst gut, wenn es erfolgreich abgeschlossen ist. Ein Restrisiko bleibt immer.“

Nach Einschätzung seines Ministeriums ist das Vorhaben umsetzbar. Besonders betont Backhaus, dass die Methode möglichst schonend umgesetzt werden soll: „Es ist schonend für das Tier, minimal invasiv.“ Sein Ziel formuliert er klar: „Dieses wunderbare Geschöpf erfolgreich bis in den Atlantik zu bringen – wenigstens bis in die Nordsee.“

Heftige Tage hinter den Kulissen

Der Weg zu dieser Entscheidung war alles andere als ruhig. Laut Backhaus waren die vergangenen Tage geprägt von intensiven Debatten – und persönlichen Angriffen.

„Ich habe so etwas noch nie erlebt in meinem Leben – und ich möchte es auch nicht wieder erleben“, beschreibt er die Situation. Besonders kritisch sieht er die öffentliche Diskussion: „Wenn auf dem Rücken dieses wunderbaren Tieres Politik gemacht wird“, ohne dass konkrete Lösungen angeboten werden.

Am Montagabend setzte sich der Minister schließlich mit den Entwicklern des neuen Plans zusammen. In einer mehrstündigen Videokonferenz wurden Details geprüft und hinterfragt. „Wir haben massive Nachfragen gestellt“, berichtet Backhaus. Noch in der Nacht folgten Antworten, am nächsten Vormittag lagen weitere Informationen und ein konkreter Zeitplan vor.

„Wir bündeln jetzt alle Kräfte“

Nun richtet sich der Fokus vollständig auf die Umsetzung. Backhaus betont: „Er hat es verdient, dass wir noch einmal alle Kräfte bündeln.“

Die Einsatzkräfte seien vorbereitet, Abläufe abgestimmt. Der Minister versichert: „Wir bleiben 24/7 an dem Tier dran.“ Neben ihm selbst seien auch Polizei und Feuerwehr dauerhaft im Einsatz.

Gleichzeitig nimmt er auch die Stimmung im Land wahr: „Ich bin transparent, ich kümmere mich – nicht nur um den Wal, sondern auch um die anderen Probleme, die wir lösen müssen.“

Sicherheitsmaßnahmen vor Ort verstärkt

Während die Vorbereitungen laufen, sichern Einsatzkräfte die Bucht vor Poel. Polizeiboote patrouillieren, um Störungen zu verhindern. In den vergangenen Tagen hatten sich mehrfach Menschen dem Wal genähert – teils schwimmend, trotz Verbotszonen.

Heute soll das verhindert werden, damit der Rettungsversuch möglichst reibungslos ablaufen kann.

Trotz aller Planung bleibt der Ausgang ungewiss. Viel hängt vom Zustand des Tieres selbst ab.

Backhaus formuliert es so: „Ich hoffe, dass er seine Chance nutzt.“

Quellen