ErschreckendWald Apokalypse in Deutschland: Hier ist es am schlimmsten!

In den Wäldern Deutschlands ist eine dramatische Entwicklung zu beobachten. Warum die Lage jetzt besonders schlimm ist.

Inhalt
  1. Waldsterben in NRW: Borkenkäfer zerstört riesige Fläche Nadelwald
  2. Borkenkäfer-Befall: Darum ist die Situation 2020 so schlimm
  3. Borkenkäfer befallen nun auch noch andere Baumarten

In Deutschland gibt es viele Wälder – eigentlich. Denn in den letzten Jahren beobachten ein zunehmendes Waldsterben im ganzen Land. 2020 ist die Situation sogar so verheerend, dass Experten eine Wald-Apokalypse vorhersehen. Doch was steckt dahinter?

 

Waldsterben in NRW: Borkenkäfer zerstört riesige Fläche Nadelwald

Borkenkäfer stellen bereits seit geraumer Zeit ein Problem für die Fichten in Deutschland dar. Der Schädling sorgt seit 2018 für ein zunehmendes Waldsterben in Deutschland. Gerade einmal 200 der wenige Millimeter kleinen Käfer reichen aus, um eine Fichte absterben zu lassen. Ganz besonders schlimm trifft es derzeit die Wälder in Nordrhein-Westfalen.

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"Die Situation ist verheerend. Waren wir im letzten Jahr auf der Vorstufe zur Apokalypse, haben wir dieses Jahr die Apokalypse erreicht!", so Ute Kreienmeier vom Gemeindewaldbesitzerverband NRW gegenüber der "Bild"-Zeitung. In Nordrhein-Westfalen sind 11 500 Hektar Nadelwald in Gefahr. Die Gründe für die massenhafte Verbreitung sind schnell gefunden.

 

Borkenkäfer-Befall: Darum ist die Situation 2020 so schlimm

Besonders die extreme Dürre in den vergangenen Jahren macht es den Schädlingen einfach. Denn trockene Fichten bilden kein Harz – doch nur das kann sie vor den Borkenkäfern schützen. Zudem vermehrt sich der Käfer rasant. So kann aus der Population des Käfers in einem einzigen Baum 1,5 Mrd. Nachkommen für das nächste Jahr entstehen.

Aber auch der Orkan "Frederike" hat den Fichten 2018 geschadet. In den Wäldern NRWs hat dieser rund zwei Millionen Bäume umgeworfen oder abgeknickt, darunter vor allem Fichten, schreibt Landesbetrieb Wald und Holz NRW auf seiner Webseite. In eben diesen Bäumen konnten sich die Borkenkäfer danach extrem schnell vermehren.

 

Borkenkäfer befallen nun auch noch andere Baumarten

Um einen Befall anderer Bäume zu verhindern, müssen die betroffenen Fichten abgeholzt und entfernt werden. Dabei entstehen laut Schätzungen Kosten von über 2 Milliarden Euro. "Der Borkenkäfer ist für Förster und Waldbesitzer eine enorme wirtschaftliche Belastung. Sie müssen zusehen, wie in drei Jahren alles zerstört wird, was über Generationen aufgebaut wurde", erklärt Kreienmeier der "Bild".

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Und es kommt noch schlimmer, denn in der vergangenen Woche schlug der Landesbetrieb Wald und Holz NRW Alarm. Der Buchdrucker, eine Art der Borkenkäfer, begnügt sich nun nicht mehr länger nur mit Fichten, sondern fällt nun auch über andere Bäume her. So hat der Schädling versucht, seine Eier an Douglasien abzulegen, doch die Bäume produzieren viel Harz und konnten den Borkenkäfer so abwehren. Derzeit wird außerdem untersucht, ob Laubbäume durch den Borkenkäfer gefährdet sind.

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