LiebeslebenWarum so viele Männer ihre Frau für eine Geliebte verlassen

Inhalt
  1. Wann verlassen Männer ihre Frau für die Geliebte?
  2. Heimliche Verzweiflung und Angst vor dem Alter
  3. Bringt eine junge Partnerin die eigene Jugend zurück?
  4. Verlassen für die Geliebte: Wie solche Affären enden
  5. Ist denn ein Midlife-Drama unvermeidbar?

Verlassen für die Geliebte! Warum Männer ihre Frauen so oft für eine jüngere Frau verlassen - und es fast immer bereuen, erläutert hier Eric Hegmann, Paarberater und Parship-Coach.

Wenn Männer ihre Begeisterung für jüngere Frauen entdecken, dann geschieht dies häufig um einen runden Geburtstag herum. Er trauert seiner Jugend nach, seinen Träumen aus diesen Tagen und er fragt sich, ob er heute eigentlich erreicht hat in seinem Leben, was er sich damals erhofft hatte. Das nennt sich – je nach Alter – Midlife Crisis oder Sinnkrise und beschert Cabrio-Verkäufern gute Laune. Mit dem Wagen wird dann jedoch nicht die Ehefrau ausgeführt, die mit ihm viele Jahre lang durch dick und dünn gegangen ist, sondern eine jüngere Affäre.

Doch warum bleibt es so oft nicht bei der Affäre? Warum gehen viele Männer so weit, ihre treue Ehefrau tatsächlich für die Geliebte zu verlassen?

 

Wann verlassen Männer ihre Frau für die Geliebte?

Ein wichtiger Grund dafür, dass viele Männere ihre Frau für die jüngere Geliebte verlassen, ist die Anziehungskraft von Jugendlichkeit. Denn die steht für Fruchtbarkeit. Wer genau hinsieht, welche Attribute die Geschlechter aneinander sexy finden, kommt schnell darauf, dass Schönheit irgendwie immer mit Fortpflanzung, guter Genmischung und gesunden (und zahlreichen) Nachkommen zu tun hat.

Nun sind Menschen als vernunftbegabte Wesen zwar zur Unterscheidung von „Sie / er ist attraktiv“ und „Sie / er soll mein Lebenspartner sein“ fähig, doch dieses uralte Vermehrungsprogramm läuft parallel und manchmal drängt es in den Vordergrund. Beispielsweise wenn die Sinnkrise zum Ergebnis kommt, dass alle unerfüllten Lebensträume einzig und allein von der Partnerin zuhause verhindert wurden. Diese Bilanz ist zwar Unsinn, aber es ist für viele Menschen erheblich leichter, anderen die Schuld zu geben als sie bei sich selbst zu suchen.

 

Heimliche Verzweiflung und Angst vor dem Alter

Die Frau mit dem deutlich jüngeren Partner ist „irgendwie komisch“, der Mann mit der jüngeren Partnerin dagegen „muss etwas haben, das die Frauen anzieht“. Immer noch spiegelt die Gesellschaft dies den Männern zurück, die eine junge Partnerin an ihrer Seite haben. Das ist ein wenig die eigentlich abwertende Vorstellung einer Frau als Trophäe, um mit ihr zu beweisen, welch prachtvolles Exemplar eines Silberrückens der Mann an ihrer Seite doch ist.

Zunehmend aber spielen heute auch Gleichaltrige zurück, dass solche Partnerwahl vor allem Verzweiflung ausdrückt und Angst vor dem Lauf der Zeit, dem Älter werden.

 

Bringt eine junge Partnerin die eigene Jugend zurück?

Endlich Kite-Surfen, endlich Motorrad fahren, endlich ums Strandfeuer tanzen und in der Brandung Sex haben. Eine junge Partnerin eröffnet zunächst einen großen Strauß an bunten Möglichkeiten. All die vielen Dinge, von denen ein Mann in der Midlife-Crisis träumt, lassen sich nun erfüllen. Soweit die Theorie.

In der Realität folgt allerdings meist schnell Ernüchterung: Kite-Surfen, Motorrad fahren, Tanzen – geht alles auf die Bandscheiben und Sex in der Brandung scheitert am Sand. Zurück bleibt eine enttäuschte, junge Partnerin, die den Eindruck gewinnt, sie habe doch keinen Prachtkerl an ihrer Seite, sondern einen baldigen Pflegefall.

 

Verlassen für die Geliebte: Wie solche Affären enden

Es gibt nur eine Alternative zum Altern, das ist der Tod. Die meisten Menschen erkennen irgendwann, dass Leben Veränderung darstellt und dass es keinen Trick gibt, dies zu verhindern. Die Frau für eine jüngere Geliebte zu verlassen, macht niemanden jünger. Mit dieser Einsicht kehren viele Männer irgendwann reuevoll zurück zu ihrer früheren Partnerin – falls diese sie überhaupt wieder nimmt.

Denn wie altes Spielzeug zur Seite gelegt zu werden, um gegen etwas Neues ausgetauscht zu werden, ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

Gemeinsame Jahre und Erfahrungen, überstandene Durststrecken, weggewischt für ein kurzes Erleben eines vermeintlichen, zweiten Frühlings: das verzeiht nicht jede Partnerin. Besonders weil es hätte ja nicht so weit kommen müssen.

 

Ist denn ein Midlife-Drama unvermeidbar?

Jeder hat Wünsche, auch verrückte Wünsche. Ein Paar, das sich regelmäßig austauscht über seine Hoffnungen und seine Fantasien, kann sich in Phasen der Sinnsuche, in die jeden Menschen irgendwann treffen, gegenseitig stützen.

Ein Paar, das außerdem eine ausgewogene Mischung aus Neuem und Bewährtem lebt, wird nicht das Gefühl von Stillstand haben, sondern auf der einen Seite Geborgenheit und Sicherheit durch Rituale und auf der anderen Seite sich immer wieder neu ineinander verlieben können, wenn sie gemeinsam Dinge ausprobieren, die Sie noch nicht kennen.

Das Auseinanderbrechen einer über viele Jahre glücklichen Langzeitbiehung ist also nicht zwangsläufig, erfordert allerdings viel liebevolle Aufmerksamkeit.

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