Gute FrageWas bringt eine Grippe-Impfung?

Wann ist eine Grippe-Impfung sinnvoll und welche möglichen Nebenwirkungen gibt es? Das erfahrt ihr hier.

Inhalt
  1. Was spricht für eine Grippeschutzimpfung?
  2. Wie sicher schützt die Grippe-Impfung vor der Krankheit?
  3. Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?
  4. Wie oft muss der Schutz erneuert werden?
  5. Gibt es bei der Grippe-Impfung Nebenwirkungen?
  6. Kann ich mich gegen Grippe impfen lassen, wenn ich erkältet bin?
 

Was spricht für eine Grippeschutzimpfung?

Die sogenannten Influenza-Viren, die eine Grippe auslösen, greifen den Körper heftiger an als eine Erkältung - auch bekannt als grippaler Infekt. Gesunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter 60 Jahren überstehen eine Grippe im Normalfall gut, weil ihr Immunsystem die Erreger erfolgreich bekämpft. Für Menschen mit geschwächter Abwehr kann eine Influenza jedoch lebensgefährlich werden. Ihnen bietet eine Impfung Schutz. Der Wirkstoff wird gespritzt.

Auch für Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören, kann eine Grippeschutzimpfung sinnvoll sein. Wer geimpft ist, wird mit geringerer Wahrscheinlichkeit krank - und wenn doch, verlaufen die Symptome bei Geimpften häufig milder.

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Wie sicher schützt die Grippe-Impfung vor der Krankheit?

Einen 100-prozentigen Schutz bietet die Influenza-Impfung nicht - deswegen kann es auch bei Geimpften zu einer Erkrankung kommen. Dies kann passieren, wenn man mit dem Virus in Kontakt gekommen ist, bevor die Impfung vorgenommen wurde oder ihre Wirkung entfalten konnte.

Außerdem schützt die Grippe-Impfung nicht vor Erkältungen - das heißt, Husten, Schnupfen und Co., die von den Rhinoviren ausgelöst werden, können dich leider trotzdem ereilen.

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Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt für folgende Risikogruppen eine Grippe-Impfung:

  • Menschen über 60 Jahre
  • Schwangere ab der 14. Schwangerschaftswoche, bei besonderer gesundheitlicher Gefährdung auch davor.
  • chronisch Kranke (etwa Patienten mit Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankungen)

Außerdem sollten sich auch Ärzte, Kranken- und Altenpfleger sowie alle anderen, die Personen aus den genannten Risikogruppen anstecken und gefährden könnten, gegen Grippe impfen lassen. Also zum Beispiel auch jeder, der im öffentlichen Dienst tätig ist oder sonst von Berufs wegen oder in seiner Freizeit viel Kontakt zu anderen Menschen hat. Das können beispielsweise Bus- und Bahnfahrer, Lehrer, Kindergärtner oder Verkäufer sein.

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Wie oft muss der Schutz erneuert werden?

Es gibt viele verschiedene Influenza-Viren, die die Grippe auslösen können, und sie verändern sich auch noch ständig. Daher wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt, der genau auf das aktuell gefährliche Virus abgestimmt ist.

Die STIKO empfiehlt, sich jeden Herbst (Oktober oder November) impfen zu lassen, um vor der Grippewelle im Winter geschützt zu sein. Doch auch später kann eine Impfung noch sinnvoll sein - frag dazu einfach deinen Arzt um Rat. Nach der Spritze dauert es zwei Wochen, bis sich der vollständige Schutz vor den Erregern im Körper aufgebaut hat.

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Gibt es bei der Grippe-Impfung Nebenwirkungen?

In der Regel ist der Wirkstoff gut verträglich. Manche Patienten reagieren mit vorübergehenden Erkältungssymptomen. Es kann auch zu einer leichten Rötung und Schwellung an der Impfstelle kommen. Die Beschwerden sind ungefährlich und klingen nach ein bis zwei Tagen wieder ab.

Vorsicht: Bei einer schweren Allergie gegen Hühnereiweiß können manche Impfstoffe gefährlich werden! Inzwischen gibt es jedoch auch für Allergiker geeignete Impfstoffe gegen Grippe - besprich das am besten mit deinem Arzt.

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Kann ich mich gegen Grippe impfen lassen, wenn ich erkältet bin?

Lieber nicht. Dein Immunsystem hat mit der Bekämpfung der Erkältung genug zu tun, um den Impfstoff richtig zu verarbeiten und Antikörper gegen die Influenzaviren zu entwickeln. Das gilt auch für andere Infektionskrankheiten. Warte besser ab, bis du wieder gesund bist, um dich gegen Grippe impfen zu lassen.

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