Partnerschaft11 vermeintlich gute Beziehungs-Eigenschaften, die eigentlich Beziehungskiller sind

Manchmal merken gar nicht, dass unser Verhalten gegenüber dem Partner eigentlich ein richtiger Beziehungskiller ist. Diese elf Liebes-Fallen kannst zu umgehen.

Inhalt
  1. Er ist alles für dich
  2. Reden, reden, reden
  3. Zu glauben, nicht alle Gefühle seien okay
  4. Ihn für deine Probleme verantwortlich machen
  5. Ihr versucht euch gegenseitig glücklich zu machen
  6. Ihr macht nichts zusammen oder alles gemeinsam
  7. Dem anderen alles sagen
  8. Alles gegeneinander aufwiegen
  9. Den Partner in Watte packen
  10. Luftschlösser bauen
  11. Durchhalten 

 

Er ist alles für dich

Den Partner als die wichtigste Person zu bezeichnen, mag ja ganz romantisch klingen. Allerdings schwingt da etwas Negatives mit: Abhängigkeit. Machen wir ihn zu unserem "everything", bedeutet das vor allem eins: Alles andere ist nicht so wichtig - du selbst inbegriffen. Das ist ziemlich ungesund, sollten wir uns selbst doch am meisten wert sein und uns vor lauter Liebe nicht vergessen. Und damit ist kein Narzissmus​ oder Egoismus gemeint, sondern eine gesunde Portion Selbstliebe. Denn, wenn er am Ende doch geht oder wir uns trennen - was bleibt dann, wenn wir doch eigentlich nicht ohne ihn leben können?

 

Reden, reden, reden

Natürlich ist reden absolut notwendig und wichtig, wenn du eine intakte Beziehung führen möchtest. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen "über etwas reden" und "etwas ZERreden". Manchmal ist Schweigen eben Gold und wir sollten lieber öfter mal nichts sagen, sondern Dinge einfach geschehen lassen oder sie genau einmal besprechen. Punkt.

 

Zu glauben, nicht alle Gefühle seien okay

Niemand, aber auch absolut niemand, hat das Recht dir zu sagen, was du fühlen sollst. Alle Gefühle sind berechtigt, was bedeutet: Wenn du sauer auf ihn bist, ist das okay. Drücke deine Wut nicht herunter, weil du meinst, es sei nicht angebracht. Das gilt natürlich für alle anderen Emotionen, die uns auch manchmal überkommen. Genauso, wie verschiedene Gedanken in unserem Kopf aufpoppen, die wir nicht alle laut äußern, kannst du deine Empfindungen entweder für dich behalten oder sie, wenn dir etwas wichtig ist, aussprechen.

 

Ihn für deine Probleme verantwortlich machen

Dein Partner ist nicht verantwortlich für das, womit du ein Problem hast. Bestes Beispiel sind Sätze, wie: "Deinetwegen bin ich nun zu spät", "Deinetwegen weine ich", "Wenn du nicht gewesen wärst, dann...". Es gibt einen feinen Unterschied zwischen "Den Partner unterstützen" und "Dem Partner emotional zu etwas verpflichtet sein". Er soll freiwillig entscheiden können und nicht abhängig von dir und deinen Erwartungen sein, wir er zu reagieren hat. Hast du beispielsweise einen schlechten Tag gehabt und er fängt dich nicht auf, hat das einen Grund. In erster Linie geht es darum, dass du dich selber aus deinem Loch ziehst - und nicht dafür verantwortlich machst.

 

Ihr versucht euch gegenseitig glücklich zu machen

Und damit sind nicht kleine Aufmerksamkeiten, wie Blumen oder ein Kinobesuch gemeint. Es geht vielmehr darum, mit sich selbst zufrieden zu sein. Der Philosoph Ludwig Andreas Feuerbach hat mal gesagt: "Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich." Sagt alles, oder?

 

Ihr macht nichts zusammen oder alles gemeinsam

Es gibt Paare, die treten nur noch als WIR auf - Individuen? Fehlanzeige. Dabei ist die "Ich"-Zeit unfassbar wichtig, um sich selbst und das, was man will, nicht zu vergessen. Natürlich heißt das nicht, dass "Wir"-Zeit ein genauso großer Faktor ist, allerdings sollte diese nicht nur von Einkaufen, Haushaltserledigungen und nebeneinander Fernsehen bestimmt sein. "Im Trubel des Alltags wird der Partner oft aus den Augen verloren. Weil man sich um so vieles kümmern muss, hält man den anderen für selbstverständlich", sagt die Paartherapeutin und Diplompsychologin Ursula Nuber, die hier zwischen qualitätsloser und qulitätsvoller Zeit unterscheidet. "Qualitätszeit sollte für den gegenseitigen Austausch von Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen reserviert oder einfach nur für Zärtlichkeit da sein."

 

Dem anderen alles sagen

Mal ehrlich, du willst nicht wissen, ob dein Partner die neue Kollegin heiß findet, oder? Umgekehrt sollte er vielleicht nicht wissen, dass dein Nachbar dich letztens angeflirtet hat. Es gibt Dinge, die sollten wir für uns behalten. Weil, sie a) dem Partner als Information nichts nützen und b) der Beziehung dadurch eher schaden.

Gute Beziehungs-Eigenschaften? Nein, das sind  11 wahre Beziehungskiller!
Einige Beziehungskiller merken wir gar nicht, weil wir sie als normal betrachten.
Foto: iStock
 

Alles gegeneinander aufwiegen

Kleine Alltagskämpfe gehören zu einer Beziehung dazu. Schwierig wird es nur, wenn wir alles, was der Partner macht oder eben nicht macht, mit unseren Handlungen aufwerten. So führt ihr keine Partnerschaft, sondern eher einen Boxkampf. Dabei geht es doch immer noch um das Miteinander, oder?

 

Den Partner in Watte packen

Wenn du nie sagst, was dich stört, und immer alles akzeptierst, führt das vor allem zu Unzufriedenheit. Es geht ja nicht darum, ihn anzuschreien (wir sind ja kein Arschloch), sondern ihm die Meinung zu sagen, wenn dich etwas stört oder einzufordern, dass du vielleicht einfach mal einen Abend für dich brauchst. 

 

Luftschlösser bauen

Eure Liebe ist eigentlich nicht zu retten, aber du versuchst es mit einer Reise, einem Umzug, einem Kind - um am Ende festzustellen: Der Kleber kann noch so groß sein - wenn er trocken ist, hilft nichts mehr. Außer die Reißleine ziehen.

 

Durchhalten 

Früher war es normal, den Mann nicht zu verlassen, um den äußeren Schein zu wahren. Paare blieben wegen der Kinder, des Ansehens und ganz einfach, weil man sich ja nicht trennt zusammen - auch, wenn ein Teil der Ehe tief unglücklich war. Eine Liebe, die nur von dem Wort "durchhalten" bestimmt ist, ist keine Liebe. Sondern eine Last. 

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