Platonische Trennung3 Wege eine Freundschaft zu beenden

Du möchtest eine Freundschaft beenden, aber weißt nicht wie? Wir verraten Dir 3 Wege, Dich zu trennen.

Inhalt
  1. Wie beende ich eine Freundschaft?
  2. Kriegserklärung oder offene Trennung im Guten
  3. Freundschaft beenden: Geordneter Rückzug
  4. Wenn auch ein Mediator nicht helfen kann: Kontakt abbrechen?
  5. Was, wenn wir uns weiter über den Weg laufen werden?
  6. Wie auch immer die Freundschaft endet…

Nicht nur Liebesbeziehungen enden – auch bei Freundschaften kann es so weit kommen, dass eine Trennung die einzige Lösung ist. Das ist oft nicht weniger schmerzlich, als wenn die Beziehung mit einem Lebensgefährten endet. Vor allem bei langjährigen Freundschaften kann ein Bruch tiefe Wunden hinterlassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Freundschaft zu beenden: Welche man wählt, hängt vor allem von der Art der Freundschaft ab, unter die ein Schlussstrich gezogen werden soll.

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Wie beende ich eine Freundschaft?

Die beste Art, eine Freundschaft zu beenden, ergibt sich aus euren Persönlichkeiten und aus der Art eurer Freundschaft. Je enger die Freundschaft, desto schwieriger ist die Trennung und desto wichtiger ist auch ein klärendes Gespräch, damit keine zu tiefen Wunden entstehen. Ob ein solches Gespräch nun für ein friedliches Ende oder einen riesigen Streit sorgt, hängt dabei natürlich von dem ab, was vorgefallen ist und davon, wie vernünftig ihr euch in schwierigen Konfliktgesprächen verhalten könnt.

Bist du zu dem Entschluss gekommen, eine Freundschaft zu beenden, stehst du also vor allem vor der Frage: Offen und ehrlich oder so unauffällig und konfliktfrei wie möglich?

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Kriegserklärung oder offene Trennung im Guten

Wie auch immer die Fronten zueinander stehen: Eine Trennungserklärung sollte auch bei einer Freundschaft im persönlichen Gespräch gemacht werden. Eine Nachricht, ob per Brief, E-Mail oder WhatsApp-Nachricht, sollte die schwierige Botschaft nur im Ausnahmefällen überbringen. Ein Freundschafts-Kündigungsgespräch ist natürlich nicht besonders angenehm und noch dazu kann es sein, dass der oder die Verschmähte verletzt oder wütend ist. In so eine Unterhaltung solltest du besser nicht unvorbereitet gehen: Überleg dir vorher, was du sagen willst – schreib es dir auch ruhig für den Fall der Fälle auf. Und ganz wichtig: Du solltest offen und ehrlich sein, aber dabei auch versuchen sachlich zu bleiben - anstatt nur Vorwürfe zu machen, solltest du aus der Ich-Perspektive sprechen (z. B. „Ich hatte das Gefühl, dass …“). Außerdem solltest du am besten immer über konkrete Situationen sprechen und Pauschalisierungen (z. B. immer, ständig usw.) vermeiden.

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Freundschaft beenden: Geordneter Rückzug

Diese Art, eine Freundschaft zu beenden, funktioniert besser, je weniger eng die Freundschaft ist. Anstatt dich „offiziell zu trennen“, ziehst du dich langsam zurück. Das bedeutet vor allem, dass du keine Initiative mehr ergreifst: Anstatt selbst anzurufen, Nachrichten zu schreiben etc. reagierst du nur noch, wenn deine (ehemalige) Freundin oder dein ehemaliger Freund sich meldet. Ist Letzteres der Fall besteht die Kunst darin, zu reagieren, ohne sich zu sehr zu engagieren. Dein eigenes Leben solltest Du nicht mehr preisgeben und dich außerdem nicht zu sehr in das Leben der oder des Ex verwickeln lassen. Die Schwierigkeit liegt darin, weder zu freundlich noch zu ablehnend, sondern möglichst neutral zu reagieren.

So funktioniert’s:

  • Nur antworten – nicht selbst melden.
  • Nicht sofort antworten – am besten von Mal zu Mal mehr Zeit verstreichen lassen.
  • Beim Antworten lieber schreiben, als anzurufen.
  • Nichts von Dir erzählen und keine Fragen stellen.

Weniger enge Freundschaften laufen so langsam aus – bei sehr langjährigen und engen freundschaftlichen Beziehungen kann diese Taktik allerdings scheitern.

Außerdem wichtig: Diesen Weg, eine Freundschaft zu beenden, empfinden manche Menschen nicht als die feine Art und am Ende ist es vor allem bei engeren Freundschaften natürlich besser, ein offenes Gespräch zu führen. Aber: Ist von einem Gespräch nichts als ein aggressiver Streit zu erwarten oder belastet dich eine Konfrontation in dem Moment zu sehr, ist es vollkommen in Ordnung, sich unausgesprochen zurückzuziehen.

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Wenn auch ein Mediator nicht helfen kann: Kontakt abbrechen?

Totaler Kontaktabbruch: Diese Form, eine Freundschaft zu beenden, solltest du nur in Ausnahmefällen durchziehen. Wenn ihr beispielsweise einfach nicht mehr respektvoll und halbwegs vernünftig miteinander sprechen könnt, haben Gespräche wenig Sinn. Wenn auch ein Mediator – also eine neutrale Person, die euer Gespräch lenkt und aufpasst, dass es fair zugeht – nicht mehr helfen kann, ist ein Kontaktabbruch wohl vorerst der einzige Weg. Manchmal braucht es dann aber auch einfach nur ein wenig Zeit, bis man sich doch aussprechen kann. Ein besonderer Fall ist eine toxische Freundschaft, in der du nur ausgenutzt wurdest und die dir Schaden zugefügt hat. In diesem Fall solltest du dich nicht scheuen, den Kontakt sofort und ein für alle Mal abzubrechen.

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Was, wenn wir uns weiter über den Weg laufen werden?

Ein gemeinsamer Freundeskreis oder Arbeitsplatz macht es natürlich sehr schwer, eine Freundschaft zu beenden. Auch in diesem Fall lautet die schwierige Frage: Offen sein oder den möglichst konfliktlosen Rückzug wählen? Geschäftlich gesprochen sollte man in diesem Fall eine Kosten-Nutzen-Analyse vornehmen: Kann mir oder dem anderen ein Konfliktgespräch überhaupt einen Vorteil bringen? Oder ist es wahrscheinlich, dass eine Aussprache nicht möglich ist, die Situation eskaliert und alles nur noch schlimmer wird?

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Wie auch immer die Freundschaft endet…

Du solltest dir Zeit geben, das Ende der Freundschaft zu verarbeiten. Tu Dir Gutes und gesteh dir zu, traurig oder wütend zu sein.

 

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