Mama-Blog5 Dinge, die dir keiner über die Zeit nach der Geburt erzählt

Die erste Zeit als Mutter ist nicht immer traumhaft schön. Was kaum einer über die Zeit nach der Geburt erzählt.
Die erste Zeit als Mutter ist nicht immer traumhaft schön. Was kaum einer über die Zeit nach der Geburt erzählt.
Foto: iStock
Inhalt
  1. # Völlige Überforderung: Nach der Geburt wieder zu Hause
  2. # Alpträume, wie ich sie noch nie hatte
  3. # Einsamkeit trotz ständiger Gesellschaft
  4. # Kinder schlafen nicht zwangsläufig nach sechs Monaten durch
  5. # Stillen ist kein Garant für Gewichtsabnahme

Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Baby sind meist ganz anders als erwartet. Mama-Bloggerin Timea über die ersten Monate als Mutter.

Mit der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit danach ist es wie mit allen anderen Ereignissen im Leben: jeder macht seine ganz eigenen Erfahrungen. Doch wir Mamas sitzen alle im gleichen Boot und sollten uns austauschen.

Babys schreien nie, sie schlafen von Anfang an durch, Beruf und Familie lässt sich wunderbar vereinbaren - wenn du sowas hörst, dann ist es bestimmt ein Aprilscherz.

Denn Schönreden hilft nichts: Es kann verdammt schwer sein als Mutter. Auf Vieles, was auf dich zukommt, kannst du dich einfach nicht vorbereiten:

 

# Völlige Überforderung: Nach der Geburt wieder zu Hause

Es gibt angeblich diese „geborenen Mütter“ - und dann gibt es solche wie mich. Als ich nach drei Nächten das Krankenhaus verlassen durfte und endlich wieder zu Hause war, kam der Schock: „Das Baby ist da, und nun?!“ Ich war zwar froh, trotz Kaiserschnitt und Frühchen das Krankenhaus so früh wieder verlassen zu dürfen, aber man gibt in dem Moment auch eine Art Sicherheitsnetz auf, denn zuhause ist man auf sich gestellt.

Ich denke, ich habe mich in meinem ganzen Leben selten so hilflos und überfordert gefühlt. Da ist es nun, dieses kleine süße - ständig schreiende - Wesen, das du so unendlich liebst, aber nicht verstehst. Wo ist bitte die Bedienungsanleitung?

 

# Alpträume, wie ich sie noch nie hatte

In den ersten Wochen nach der Geburt hatte ich in diesen kurzen Schlafphasen, die mir vergönnt waren, so starke Alpträume, wie noch nie in meinem Leben. Es waren grausame Angsträume, die sich meist um den Tod meines Neugeborenen oder meiner selbst drehten.

Gerade in den ersten Tagen, verschlimmerten sich diese Träume so stark, dass ich tatsächlich Angst hatte wieder einzuschlafen.

Die Verantwortung, die man als Mutter trägt, ist für Frauen ohne Kinder kaum vorstellbar. Nach der Geburt häufen sich die Ängste und Sorgen und lassen dich zuweilen nicht gut schlafen. Nach jedem Alptraum beruhigte mich ein Blick auf meine wundervolle, kleine Tochter. Zwar lassen die Alpträume wieder nach, aber die Sorgen als Mutter bleiben wohl ein ganzes Leben lang.

 

# Einsamkeit trotz ständiger Gesellschaft

Noch nie fühlte ich mich so einsam, wie im ersten Jahr nach der Geburt. Natürlich kann man Krabbelgruppen besuchen, Freundinnen treffen etc. Aber das klappt nicht jeden Tag und nicht den ganzen Tag. Vor allem wenn man ein Baby hat, das eher in die Kategorie „Schreibaby“ fällt und nicht ruhig vor sich hinschlummert, während Mami Yoga macht oder mit Freundinnen Kaffee trinkt.

Die Wahrheit ist, dass man die meiste Zeit alleine mit seinem Nachwuchs verbringt. Vor der Geburt sah ich täglich meine Kollegen. Nach der Arbeit unternahm ich meist etwas oder verbrachte mit meinem Mann die Zeit. Wenn das Baby da ist, fehlen dir von heute auf morgen soziale Kontakte, die du vorher für selbstverständlich gehalten hast. Ich konnte es jeden Tag kaum erwarten, dass mein Mann nach Hause kam. Einsamkeit kann wirklich bitter sein.

 

# Kinder schlafen nicht zwangsläufig nach sechs Monaten durch

Keiner redet so viel über das Schlafen, wie frischgebackene Mütter, das lernt man schnell nach der Geburt. Es ist dieses heißbegehrte Etwas, wonach du dich so sehr sehnst und was du nicht bekommst. Neid erfüllt dich automatisch, wenn du von Babys hörst, die nach magischen sechs Wochen angeblich durchschlafen. Ratgeber und diverse Baby-Newsletter informieren dich, dass Babys in der Regel nach sechs Monaten durchschlafen sollten. Die ersten sechs Monate vergehen, du kannst kaum noch klar denken, aber es ändert sich einfach nichts. Meine Tochter hat 13 Monate gebraucht, bis sie endlich durchschlafen konnte.

Ich höre immer wieder von Müttern, bei denen das Stillen so einfach funktioniert, dass sie gar nicht mitbekommen, wenn der Nachwuchs nachts wach wird. Kurz andocken und weiterschlafen - fertig. Das hat bei uns nie funktioniert. Meine Tochter ist jede Nacht bis zu fünf Mal schreiend wach geworden und wollte im Arm gehalten werden. Schlafentzug ist ein Monster und macht keinen Spaß.

 

# Stillen ist kein Garant für Gewichtsabnahme

Direkt nach der Geburt verlor ich sofort 8 Kilo von den satten 16 Kilo, die ich in der Schwangerschaft zugenommen hatte. Aber nein, ganz von alleine gehen die restlichen Babypfunde nicht runter. Man hört vieles über das Stillen: Deine Menstruation soll angeblich ausbleiben, solange du stillst und du nimmst automatisch ab. Bei mir traf beides nicht zu. Bereits nach etwa zwei Monaten war Rotkäppchen wieder da und meine einzigen Hilfsmittel gegen Übergewicht sind Joggen und weniger essen. Da ich beides nur sporadisch einhalten kann, sind meine „Babypfunde“ weiterhin treue Begleiter meines Körpers - selbst nach zwei Jahren.

Wie sind Eure Erfahrungen als Neu-Mamas?

Liebe Grüße,
Eure Timea

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