Sex-GeheimnisseAngelika: „Ich verdiene mein Geld mit Sex – obwohl ich verheiratet bin“

Angelika verdient ihr Geld mit Sex mit fremden Männer, ihr Ehemann managt ihre Termine. Wie die ungewöhnliche Beziehung funktioniert.

Angelika* ist seit zehn Jahren mit ihrem Mann Dirk* zusammen (* Namen von der Redaktion geändert). Die Mitte 30-Jährige trifft sich täglich mit anderen Männern und hat auch Sex mit ihnen. Viele würden sagen, dass Angelika fremdgeht, denn schließlich ist sie verheiratet. Doch für sie und Dirk ist es ein normaler Alltag, denn es ist ihr Beruf. Treue-Expertin Therese Kersten hat für Wunderweib.de mit dem Paar gesprochen, das sein Geld mit Sex verdient.

 

"Es hat seinen Reiz, Geld für etwas zu bekommen, was man ohnehin gerne macht"

Therese Kersten: Liebe Angelika, du hast mit fremden Männern Sex gegen Geld, trotz Ehe. Wie kam es dazu?

Angelika: Ich hatte bereits mit achtzehn Jahren angefangen mit fremden Männern Sex gegen Geld zu haben. Durch den falschen Umgang bin ich in diese Szene gerutscht und habe es anfangs nur aus der Not heraus gemacht. Mit der Zeit habe ich dann allerdings festgestellt, dass ich sogar Gefallen daran finde. Es hatte seinen Reiz, Geld für etwas zu bekommen, was man ohnehin gerne macht.

Dirk, du hast dann Angelika kennengelernt. Wusstest du, wie sie ihr Geld verdient?

Dirk: Anfangs wusste ich nicht, wie sie ihr Geld verdient. Sie sagte mir, dass sie in einer Bar arbeitet. Aber ich denke auch, dass man bei dem Thema nicht sofort mit der Tür ins Haus fallen muss. Als es zwischen uns ernster wurde und ich mich von meiner Frau scheiden lassen wollte, sagte sie mir dann die Wahrheit. Sie ließ mich entscheiden, ob ich das Leben mit ihr und dem Job wollte oder ob ich bei meiner Frau bleiben wollte. Es stand viel auf dem Spiel, da auch meine zwei Kinder von der Entscheidung betroffen waren.

Angelika verdient ihr Geld mit Sex mit fremden Männern - obwohl sie verheiratet ist.
Angelika verdient ihr Geld mit Sex mit fremden Männern - obwohl sie verheiratet ist.
Foto: iStock

Ihr habt euch für ein Leben zu zweit, aber nicht gegen den Job entschieden. Wieso?

Angelika: Den Job hatte ich ja bereits, bevor ich Dirk kennengelernt habe und deshalb wusste ich auch, dass ich relativ viel Geld verdiene. Das war einerseits ein Grund für mich weiter zu machen. Auf der anderen Seite ist Sex mit anderen Männer, die mich dafür bezahlen, tatsächlich nur ein Job.

Dirk: Aber das musste ich erst einmal begreifen. Anfangs war es schwer für mich. Allein die Vorstellung, dass andere sie nackt sehen, sie küssen und dann auch noch mit ihr schlafen, war furchtbar. Ich konnte erst lernen damit umzugehen, als Angelika mir tiefere Einblicke in diese Welt zeigte. Und über die Jahre wurde es dann unsere gemeinsame Welt, in der wir beide mitwirken.

Was heißt es konkret, dass der Job nun eure gemeinsame Welt ist, in der ihr beide mitwirkt?

Dirk: Angelika hat immer für sich selbst gearbeitet. Das hieß auch Anrufe entgegenzunehmen, um Termine zu vereinbaren und im Forum immer wieder neue Annoncen und Bilder zu veröffentlichen. Den Online-Part habe ich dann übernommen. Und um den spaßigen Teil kümmert sich Angelika. Aber auch den machen wir manchmal gemeinsam, da einige Kunden es wünschen, wenn sie uns zusehen können.

Wie laufen solche Treffen bei Euch ab?

Angelika: Der Kunde vereinbart einen Termin und kommt dann zu uns nach Hause. Dirk sitzt meistens im Wohnzimmer und schaut Fernsehen und ich gehe in unser zweites Schlafzimmer. Ich fühle mich einfach sicherer, wenn ich weiß, dass Dirk in meiner Nähe ist und er jederzeit eingreifen kann, falls etwas ist. Ich mache dann das, was der Kunde wünscht. Manche wollen nur Oralsex, andere wollen romantische Stunden mit Kerzenschein und andere wollen nur eine schnelle Nummer. Ich versuche bereits im Vorfeld mit dem Kunden abzusprechen, was er wünscht, um alles vorzubereiten und mich auch dementsprechend zu kleiden. Nach dem Spaß verabschieden wir uns, ich gehe duschen und es kommt ein neuer Kunde oder ich habe Freizeit.

Angelika, gefällt es dir, neben Dirk auch noch mit anderen Männern zu schlafen?

Angelika: Ja natürlich. Ich selbst könnte den Job gar nicht machen, wenn ich an Sex kein Gefallen hätte. Natürlich hat man manchmal Kunden, die einem vielleicht nicht so gefallen oder die Vorlieben haben, die man selbst nicht so mag. Aber das kommt ja auch nicht jeden Tag vor. Wichtig ist es in erster Linie, dass die Männer gepflegt sind und dass sie keine Sachen verlangen, die ich absolut nicht machen würde, wie z. B. Sex ohne Kondom.

 

"Mich macht es heiß, wenn ich meine Frau nebenan stöhnen höre"

Dirk, gefällt es dir, dass Angelika mit anderen Männern Sex hat? Wie ist es für dich, wenn sie z. B. nach einem Kunden mit dir Sex hat?

Dirk: Mir gefällt es, dass Angelika Sex mit anderen Männern hat. Sehen möchte ich jetzt nicht unbedingt, aber in meiner Fantasie ist es durchaus eine erotische Vorstellung. Wenn ich im Wohnzimmer sitze und sie gerade einen Kunden hat, dann höre ich sie auch öfters stöhnen und das macht mich heiß, weil ich weiß, dass sie ihren Spaß hat und es ihr gefällt. Um ehrlich zu sein, haben wir an den Tagen, an denen sie Sex mit Kunden hat, keinen Sex. Sie hat zwei Tage in der Woche quasi frei und das sind dann die Tage an denen wir unser Sexleben ausleben.

Angelika, ich meine du magst es ja gerne Sex zu haben, wie du selbst sagst, aber wird es manchmal nicht auch ein wenig zu viel?

Angelika: Ja manchmal ist es auch zu viel des Guten. Ich habe im Durchschnitt drei bis fünf Mal am Tag Sex und das fünf Mal die Woche. An meinen zwei freien Tagen gibt es dann durchaus mal einen Tag, an denen ich absolut nichts über Sex hören will, geschweige denn, dass ich es tun will.

Angelika, plagt dich kein schlechtes Gewissen, dass zum einen oft vergebene Männer deine Dienste in Anspruch nehmen und du eigentlich auch selbst fremdgehst?

Angelika (lacht): Es ist ja nicht so, dass ich auf die Männer zugehe und sie erst um den Finger wickeln muss, damit sie mit mir schlafen. Sie kommen von allein und haben sich sicher vorher ihre Gedanken gemacht, ob es für sie moralisch vertretbar ist oder nicht. Das ist ganz allein deren Entscheidung, wieso, weshalb, warum sie es tun. Und ich habe deshalb auch kein schlechtes Gewissen. Genauso habe ich Dirk gegenüber kein schlechtes Gewissen. Für mich ist das, was ich tue, ein Job. Nur weil ich mich körperlich auf etwas einlasse, heißt es nicht, dass ich es gefühlsmäßig auch tue.

Dirk, gehst du fremd?

Dirk: Wie Angelika schon sagt, hat Fremdgehen etwas mit Gefühlen für uns zu tun. Demnach gehe ich nicht fremd, da ich keine Gefühle für die Frauen habe oder entwickle mit denen ich neben Angelika Sex habe.

Würdet ihr anderen Paaren gerne etwas mit auf den Weg geben, wenn es um das Thema Fremdgehen und Untreue geht?

Beide: Für viele fängt Fremdgehen bereits bei Kleinigkeiten, wie zum Beispiel SMS schreiben an. Wir finden, dass das ein wenig übertrieben ist und glauben, dass man den Partner so schneller zu unerlaubten Handlungen treibt. Man sollte sich selbst die Frage stellen, ob Loyalität und andere Werte nicht viel mehr wert sind, als körperliche Treue.

Unsere Autorin:

Geht er oder sie fremd? Die schöne Agenturchefin Therese Kersten findet es mit ihren Treuetestern heraus.
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Foto: Silvia Weiss

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