TV-SendungBares für Rares: Das sind die 3 teuersten Stücke

Inhalt
  1. Borgward Isabella Cabriolet: 35.000 Euro
  2. Beatles Schallplatte mit Fehlpressung: 30.000 Euro
  3. Goldmünze aus dem 17. Jahrhundert: 25.000 Euro

In der ZDF-Sendung Bares für Rares gingen die teuersten Stücke für fünfstellige (!) Beträge über die Bühne. Hier kommen die Top 3.

Die ZDF-Sendung Bares für Rares gilt als Erfolgreichste im Nachmittagsprogramm des Senders. Täglich moderiert vom Fernsehkoch Horst Lichter (55), gibt es inzwischen über 450 Episoden (in 7 Staffeln) von Bares für Rares. In der Regel schauen sich ein bis zwei Millionen (!) Zuschauer Deutschlands "Trödelshow" an.

Das Konzept der beliebten Sendung ist einfach: Fünf Händler schauen sich nacheinander die Raritäten von Bewerbern an und bieten dem Besitzer bei Interesse eine Summe an, für die sie ihm das Stück abkaufen wollen.

Bei den Stücken handelt es sich oft um Antiquitäten, selten um Unikate, regelmäßig um Schmuckstücke, Spielsachen und manchmal auch um Kunstwerke. Die Geldsummen, mit denen gehandelt wird, reichen von kleinen zweistelligen Beträgen, bis hin zu fünstelligen Summen im mittleren Bereich. Die Besitzer sind Otto-Normal-Verbraucher, die diese Stücke geerbt haben, einst geschenkt bekamen oder selbst auf einem Flohmarkt ergattert haben. Einige schätzen den Wert ihrer Stücke ziemlich gut ein - andere wiederum sind überrascht, wenn sie erfahren, wie wertvoll ihr Produkt ist.

Hier kommen die drei wertvollsten Stücke, die je bei Bares für Rares vorgestellt wurden:

 

Borgward Isabella Cabriolet: 35.000 Euro

Bares für Rares: Auto Borgward Isabella Cabriolet
Dieses Auto wurde auf 40.000 Euro geschätzt - und für 35.000 Euro verkauft
Foto: Screenshot: zdf / Bares für Rares

Das ist es, das teuerste Stück, über das bei Bares für Rares bislang verhandelt wurde: ein Borgward Isabella Cabriolet, Baujahr 1961. In der achten Folge der zweiten Staffel (ausgestrahlt am 29. März 2014) verkaufte Gerd Kirstein (63) aus Marl seinen Oldtimer, den er 1998 für 7.000 Deutsche Mark gekauft und anschließend selbst restauriert hat.

Rund 96.000 Kilometer ist das Auto gefahren. Von diesem Modell wurden einst nur etwa 200.000 Stück gebaut - somit gilt es heute als Seltenheit. Gerd Kirstein wollte "seine Isabella" für 50.000 Euro verkaufen, der Kunst- und Antiquitätenhändler Sven Deutschmanek (41) schätzte den Wert des Autos zwischen 38.000 und 40.000 Euro ein. Sein Fazit: Der Zustand des Fahrzeugs ist nicht perfekt.

Zum Zug kam der österreichische Kunst- und Antiquitätenhändler sowie Auktionator Wolfgang Pauritsch (45), der sich mit Gerd auf die stolze Summe von 35.000 Euro einigte.

Doch auch diese Summe konnte nicht verhindern, dass Gerd nach dem Verkauf Tränen in die Augen schießen. Die Liebe zwischen einem Oldtimer und seinem Besitzer, der ihn gehegt und gepflegt hat, ist mit Geld nun mal nicht aufzuwiegen...

 

Beatles Schallplatte mit Fehlpressung: 30.000 Euro

Bares für Rares: Schallplatte Beatles Fehlpressung
Diese Schallplatte der Beatles ist ein Unikat - und geschätzte 30.000 Euro wert
Foto: Screenshot: zdf / Bares für Rares

Auf Platz zwei der teuersten je vorgestellten Stücke bei Bares für Rares war: eine Schallplatte. Allerdings nicht irgendeine, sondern ein Unikat: die Fehlpressung einer Beatles-Single. Auf der A-Seite befindet sich das Lied "Something", auf der B-Seite das Lied "Here comes the Sun." Dummerweise sollte auf die B-Seite das Lied "Come together" gepresst werden. Also sollten die Fehlpressungen vernichtet werden. Doch eins blieb übrig. Und das hat Gerhard Neu (67) aus Rösrath in die ZDF-Sendung mitgebracht. Auf der Platte rangiert noch der Aufkleber: "unverkäufliche Musterplatte."

1969 wurde die Platte vom Musiklabel EMI Electrola gepresst, für die Gerhard Neu damals als Label-Manager gearbeitet hat. So bekam er damals auch die Probepressung zugesendet: zwei Exemplare. Eins wurde vernichtet - das zweite behielt Neu für sich.

Der Kunst- und Antiquitätenhändler John Goldsworthy (37) konnte den Wert der einzigartigen Schallplatte allerdings nicht einschätzen. Der Zustand der Platte sei mittelmäßig, es seien viele Kratzer drauf. Zudem ist es ein "Liebhaberobjekt." Seine Schätzung: von 500 Euro bis 30.000 Euro könnte die Platte wert sein - "es ist alles drin."

Doch der Plattenkenner Neu schätzt: Bei einer Auktion bekommt er für sein Unikat "ganz sicher" 30.000 Euro geboten. Für 25.000 Euro würde er die Schallplatte aber auch verkaufen, wie Neu vor dem Gang zu den Händlern beteuert.

"Nehmen Sie die Platte wieder mit!"

Auktionator Wolfgang Pauritsch kommentiert: "Also wenn das so ist, wie Sie es erzählen, dann ist das unbezahlbar. Da gibt's keinen Preis dafür." Über den ideelen Wert scheinen sich Händler und Besitzer soweit also einig.

Der Geschäftsmann Ludwig Hofmaier (75) bietet selbstbewusst 300 Euro für die Schallplatte an, der Besitzer muss müde grinsen.

Pauritsch dagegen empfiehlt dem Plattenbesitzer ganz ehrlich: "Da kann ich Ihnen nur raten: Nehmen Sie dieses Exponat und bringen Sie es wirklich in ein großes Auktionshaus, lassen Sie das dort bewerten - mit Ihrer Historie, mit Ihrer Geschichte. (...) Nehmen Sie Ihr Stück gerne wieder mit!"

Zum Ende hin kündigt Hofmaier an: "Vielleicht komme ich nochmal auf Sie zurück. Ich habe Interesse!"

Neu geht also mit der Unikat-Beatles-Platte wieder aus der Sendung - es kam kein Verkauf zustande. Trotzdem bleibt es das zweitwertvollste Stück, das je bei Bares für Rares zum Angebot stand.

 

Goldmünze aus dem 17. Jahrhundert: 25.000 Euro

Bares für Rares: Goldmünze 10 Dukaten
Diese Goldmünze aus dem 17. Jahrhundert war den Händlern 25.000 Euro wert
Foto: ZDF

Auf's Treppchen der Top 3 der wertvollsten Gegenstände bei Bares für Rares schafft es diese kleine Münze. In die Sendung vom 28. Oktober 2016 brachte Martin Reith (50) aus Würzburg eine österreichisch-ungarische 10 Dukaten-Goldmünze mit - "sehr lange im Familienbesitz." darauf zu sehen: Auf der einen Seite das Kaiserwappen des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand III (1608 bis 1657) mit dem doppelköpfigen Adler, auf der anderen Seite der Kaiser selbst.

Da die im Jahr 1648 geprägte Münze aus 986er Gold besteht, wiegt sie ziemlich genau 34,7 Gramm. Der maisgelbe Farbton ist typisch für die Goldmünzen des 17. Jahrhunderts - also ein Original, das heute sehr selten und begehrt ist.

"Das ist eine Sensation hier!", kommentiert der deutsche Kunst- und Antiquitätenhändler Albert Maier (68) und bestätigt seine Echtheit "zu 99 Prozent." Die Münze ist laut Maier "sehr, sehr selten." Seine Schätzung: zwischen 20.000 und 30.000 Euro Wert.

Die Münze ist sehr selten, historisch wertvoll, der Zustand ziemlich gut - das sehen auch die Händler so. Der Kunst- und Antiquitätenhändler Fabian Kahl und der Kunsthistoriker Daniel Meyer bieten gemeinsam 25.000 Euro an. Sie wollen je die Hälfte an den Besitzer zahlen. Die Münze soll anschließend in einem nahmhaften Auktionshaus versteigert werden. Wohl ein gutes Geschäft - für beide Seiten...

(ww7)

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