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Bares für Rares: Das sind die 3 teuersten Stücke

In der ZDF-Sendung "Bares für Rares" gingen die teuersten Stücke für fünfstellige (!) Beträge über die Bühne. Hier kommen die Top 3.

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Die ZDF-Sendung "Bares für Rares" gilt als Erfolgreichste im Nachmittagsprogramm des Senders. Täglich moderiert vom Fernsehkoch Horst Lichter (55), gibt es inzwischen über 450 Episoden (in 7 Staffeln) von Bares für Rares. In der Regel schauen sich ein bis zwei Millionen (!) Zuschauer Deutschlands "Trödelshow" an.

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"Bares für Rares": Die wertvollsten Stücke

Das Konzept der beliebten Sendung "Bares für Rares" ist einfach: Fünf Händler schauen sich nacheinander die Raritäten von Bewerbern an und bieten dem Besitzer bei Interesse eine Summe an, für die sie ihm das Stück abkaufen wollen. Bares für Rares eben.

Bei den Stücken handelt es sich oft um Antiquitäten, selten um Unikate, regelmäßig um Schmuckstücke, Spielsachen und manchmal auch um Kunstwerke. Die Geldsummen, mit denen gehandelt wird, reichen von kleinen zweistelligen Beträgen bis hin zu fünstelligen Summen im mittleren Bereich.

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Bares für Rares: Wert wird oft unterschätzt

Die Besitzer sind Otto-Normal-Verbraucher, die diese Stücke geerbt haben, einst geschenkt bekamen oder selbst auf einem Flohmarkt ergattert haben. Einige schätzen den Wert ihrer Stücke ziemlich gut ein - andere wiederum sind überrascht, wenn sie erfahren, wie wertvoll ihr Produkt ist.

Spannend: Das höchste jemals abgegebene Gebot für einen Mercedes Cabrio lag bei unglaublichen 90.000 Euro - der Besitzer lehnte das Bare für sein Rares aber ab und ging wieder nach Hause.

Hier kommen die drei wertvollsten Stücke, die je bei Bares für Rares vorgestellt wurden:

Pontifikales Kreuz: 42.000 Euro

Es war eine Überraschung, die nicht nur den den sonst so souveränen "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter aus der Fassung brachte, sondern auch Expertin Heide Rezepa-Zabel: der teuerste "Bares für Rares"-Gegenstand, der je über den Händlertisch ging. Rezepa-Zabel war geradezu entzückt von dem diamantbesetzten, päpstlichen Kreuz mit angeblichen Splittern des Kreuzes von Jesus Christus. Das Alter der Reliquie taxierte sie auf gut und gerne 300 Jahre.

Jurastudentin Stephanie Huber und ihre Mutter Cosima Birk waren sich zwar im Klaren darüber, dass das Kreuz unfassbar viel wert ist, aber die Schätzung von 60.000-80.000 Euro überstieg ihren Wunschpreis von 30.000 Euro dann doch enorm. Kurios: Das Kreuz wurde vererbt - nachdem Cosima Birks Tante eine alte Dame regelmäßig in die Kirche begleitet hatte, überließ sie ihr das wertvolle Stück.

Auch bei den "Bares für Rares"-Händlern sorgte das pontifikale Brustkreuz für leuchtende Kinderaugen. Letztlich gab Händlerin und Schmuckliebhaberin Susanne Steiger das Gebot über märchenhafte 42.000 Euro ab. Nun lag es also an den Stephanie Huber und ihrer Mutter, und nach kurzer Überlegung entschieden sie sich dazu, das "Bares für Rares"-Kreuz der überglücklichen Händlerin zu überlassen.

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Borgward Isabella Cabriolet: 35.000 Euro

Das zweitteuerste Stück, über das bei "Bares für Rares" bislang verhandelt wurde: ein Borgward Isabella Cabriolet, Baujahr 1961. In der achten Folge der zweiten Staffel (ausgestrahlt am 29. März 2014) verkaufte Gerd Kirstein (63) aus Marl seinen Oldtimer, den er 1998 für 7.000 Deutsche Mark gekauft und anschließend selbst restauriert hat.

Rund 96.000 Kilometer ist das Auto gefahren. Von diesem Modell wurden einst nur etwa 200.000 Stück gebaut - somit gilt es heute als Seltenheit. Gerd Kirstein wollte "seine Isabella" für 50.000 Euro verkaufen, der Kunst- und Antiquitätenhändler Sven Deutschmanek (41) schätzte den Wert des Autos zwischen 38.000 und 40.000 Euro ein. Sein Fazit: Der Zustand des Fahrzeugs ist nicht perfekt.

Zum Zug kam der österreichische Kunst- und Antiquitätenhändler sowie Auktionator Wolfgang Pauritsch (45), der sich mit Gerd auf die stolze Summe von 35.000 Euro einigte.

Doch auch diese Summe konnte nicht verhindern, dass Gerd nach dem Verkauf Tränen in die Augen schießen. Die Liebe zwischen einem Oldtimer und seinem Besitzer, der ihn gehegt und gepflegt hat, ist mit Geld nun mal nicht aufzuwiegen...

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Beatles-Schallplatte mit Fehlpressung: 30.000 Euro

Auf Platz vier der teuersten je vorgestellten Stücke bei "Bares für Rares" war: eine Schallplatte. Allerdings nicht irgendeine, sondern ein Unikat: die Fehlpressung einer Beatles-Single. Auf der A-Seite befindet sich das Lied "Something", auf der B-Seite das Lied "Here comes the Sun." Dummerweise sollte auf die B-Seite das Lied "Come together" gepresst werden. Also sollten die Fehlpressungen vernichtet werden. Doch eins blieb übrig. Und das hat Gerhard Neu (67) aus Rösrath in die ZDF-Sendung mitgebracht. Auf der Platte rangiert noch der Aufkleber: "unverkäufliche Musterplatte."

1969 wurde die Platte vom Musiklabel EMI Electrola gepresst, für die Gerhard Neu damals als Label-Manager gearbeitet hat. So bekam er damals auch die Probepressung zugesendet: zwei Exemplare. Eins wurde vernichtet - das zweite behielt Neu für sich.

Der Kunst- und Antiquitätenhändler John Goldsworthy (37) konnte den Wert der einzigartigen Schallplatte allerdings nicht einschätzen. Der Zustand der Platte sei mittelmäßig, es seien viele Kratzer drauf. Zudem ist es ein "Liebhaberobjekt." Seine Schätzung: von 500 Euro bis 30.000 Euro könnte die Platte wert sein - "es ist alles drin."

Doch der Plattenkenner Neu schätzt: Bei einer Auktion bekommt er für sein Unikat "ganz sicher" 30.000 Euro geboten. Für 25.000 Euro würde er die Schallplatte aber auch verkaufen, wie Neu vor dem Gang zu den Händlern beteuert.

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"Nehmen Sie die Platte wieder mit!"

Auktionator Wolfgang Pauritsch kommentiert: "Also wenn das so ist, wie Sie es erzählen, dann ist das unbezahlbar. Da gibt's keinen Preis dafür." Über den ideellen Wert scheinen sich Händler und Besitzer soweit also einig.

Der Geschäftsmann Ludwig Hofmaier (75) bietet selbstbewusst 300 Euro für die Schallplatte an, der Besitzer muss müde grinsen.

Pauritsch dagegen empfiehlt dem Plattenbesitzer ganz ehrlich: "Da kann ich Ihnen nur raten: Nehmen Sie dieses Exponat und bringen Sie es wirklich in ein großes Auktionshaus, lassen Sie das dort bewerten - mit Ihrer Historie, mit Ihrer Geschichte. (...) Nehmen Sie Ihr Stück gerne wieder mit!"

Zum Ende hin kündigt Hofmaier an: "Vielleicht komme ich nochmal auf Sie zurück. Ich habe Interesse!"

Neu geht also mit der Unikat-Beatles-Platte wieder aus der Sendung - es kam kein Verkauf zustande. Trotzdem bleibt es das viertwertvollste Stück, das je bei "Bares für Rares" zum Angebot stand.

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Goldmünze aus dem 17. Jahrhundert: 25.000 Euro

Auf's Treppchen der Top 3 der wertvollsten Gegenstände bei "Bares für Rares" schafft es diese kleine Münze - zumindest bei den verkauften. In die Sendung vom 28. Oktober 2016 brachte Martin Reith (50) aus Würzburg eine österreichisch-ungarische 10 Dukaten-Goldmünze mit - "sehr lange im Familienbesitz." Darauf zu sehen: Auf der einen Seite das Kaiserwappen des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand III (1608 bis 1657) mit dem doppelköpfigen Adler, auf der anderen Seite der Kaiser selbst.

Da die im Jahr 1648 geprägte Münze aus 986er Gold besteht, wiegt sie ziemlich genau 34,7 Gramm. Der maisgelbe Farbton ist typisch für die Goldmünzen des 17. Jahrhunderts - also ein Original, das heute sehr selten und begehrt ist.

"Das ist eine Sensation hier!", kommentiert der deutsche Kunst- und Antiquitätenhändler Albert Maier (68) und bestätigt seine Echtheit "zu 99 Prozent." Die Münze ist laut Maier "sehr, sehr selten." Seine Schätzung: zwischen 20.000 und 30.000 Euro Wert.

Die Münze ist sehr selten, historisch wertvoll, der Zustand ziemlich gut - das sehen auch die Händler so. Der Kunst- und Antiquitätenhändler Fabian Kahl und der Kunsthistoriker Daniel Meyer bieten gemeinsam 25.000 Euro an. Sie wollen je die Hälfte an den Besitzer zahlen. Die Münze soll anschließend in einem nahmhaften Auktionshaus versteigert werden. Wohl ein gutes Geschäft - für beide Seiten...

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